Am 16. November: Osttiroler Selbsthilfetag in Lienz

Depression, Trauer und Schlaf als zentrale Themen. Ex-Skisprungtrainer Pointner referiert.

Im Zweijahres-Rhythmus findet der Osttiroler Selbsthilfetag statt. Heuer steigt die mittlerweile neunte Auflage dieses Events, das von der Selbsthilfe Osttirol auf die Beine gestellt wird, am 16. November in den Räumlichkeiten der LLA Lienz.

In diesem Jahr erwartet die Besucher von 09:00 bis 17:00 Uhr ein Kongress mit Impulsvorträgen, Workshops und buntem Rahmenprogramm, wie die Veranstalter am 23. Oktober bei einem Pressegespräch versprachen. „Wir setzen in diesem Jahr auf drei zentrale Themen, die allesamt ineinandergreifen – Depression, Trauer und Schlaf“, erklärt die Obfrau des Selbsthilfevereins Osttirol, Daniela Meier.

V.l.: Martin Bergerweiß, Brigitta Kashofer, Daniela Meier, Wolfgang Rennhofer und Kerstin Moritz. Fotos: Dolomitenstadt/Wagner

Der bisher letzte Selbsthilfetag im Bezirk im Jahr 2017 war laut Meier mit rund 1000 Besuchern ein voller Erfolg. Meier sieht den Selbsthilfetag als „Gesundheits- und Sozialkongress, der im Zeichen von Austausch und Vernetzung steht.“

Am 16. November werden sich bei dem kostenlosen Event die verschiedensten Selbsthilfevereine- und gruppen aus Osttirol vorstellen, Aussteller werden ihre Produkte präsentieren und zahlreiche Experten über Themen aus ihren Fachbereichen referieren. „Dazu gibt es Aktivitäten, wie barrierefreie Shaolin Qi Gong-Übungen und einen Workshop mit einer sogenannten Sinnfluencerin, die an Borderline leidet“, erklärt der Geschäftsstellenleiter der Selbsthilfe Osttirol, Wolfgang Rennhofer. In einer „Gesundheitsstraße“ können Körperfunktionen und Werte, wie der Blutzuckerspiegel, geprüft werden.

Wolfgang Rennhofer ist stolz auf das vielfältige Programm des diesjährigen Selbsthilfetages in Osttirol.

Besonders stolz ist Rennhofer auf die Zusage des ehemaligen Skisprungtrainers der ÖSV-Adler, Alexander Pointner, der gemeinsam mit seiner Frau zum Publikum über Depressionen sprechen wird. Die Pointners verloren im Jahr 2015 ihre Tochter durch Suizid, Alexander und Angela legen seither Wert darauf, offen mit dieser Thematik umzugehen.

„Auch das Thema Schlaf wird diesmal thematisiert, immerhin gibt es 88 verschiedene Arten von Schlafstörungen und laut meinen Recherchen war jeder dritte Österreicher bereits von Schlafstörungen in irgendeiner Form betroffen“, schildert Rennhofer. Einige der Vorträge und Workshops werden heuer in Gebärdensprache gedolmetscht, zudem wird akustische Barrierefreiheit geboten und eine Schriftdolmetscherin eingesetzt.

Gefördert wird der Selbsthilfetag Osttirol unter anderem aus den Mitteln des Fonds Gesundes Österreich, seit seiner ersten Auflage wird das Event aber auch von der Lienzer Sparkasse mitfinanziert. Vorstandsvorsitzender Martin Bergerweiß ist beeindruckt „von dem niederschwelligen Zugang zu durchaus heiklen Themen, der beim Selbsthilfetag geboten wird.“

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