Internationalfeiertag in Lienz: Eine Pfarre lebt auf

Menschen aus aller Welt feierten und fanden in der „Heiligen Familie“ zusammen.

Während am 26. Oktober im ganzen Land der Nationalfeiertag zelebriert wurde, verwandelte sich die Lienzer Pfarre zur Heiligen Familie an diesem Tag in ein buntes Festareal mit Menschen und Kulturen aus den verschiedensten Ecken der Welt. Dem Pfarrsaal wurde beim Internationalfeiertag von über 150 Besuchern quirliges Leben eingehaucht. Gemeinsam mit dem Weltbüro Lienz und den Tiroler Sozialen Diensten stellte die Lienzer Pfarre zur Heiligen Familie dieses Fest auf die Beine.

Janette Schneider, die Obfrau des „Weltbüros Lienz“, eröffnete die Veranstaltung gemeinsam mit dem Leiter der Pfarrcaritas zur Heiligen Familie, Franz Brugger. In der Zwischenzeit wurde im Vorraum ein sehenswertes internationales Buffet aufgebaut. Im Saal ergriff Landesrätin Gabriele Fischer das Wort: „Die Herausforderungen der Zukunft können wir nur gemeinsam schaffen, das muss uns allen klar sein. Diese Veranstaltung in Lienz ist ein tolles Signal in Hinblick auf gelungene Integration.“ Die Landesrätin hatte bei ihrem Besuch auch ein paar Zahlen dabei: Laut Fischer leben derzeit Menschen aus 182 verschiedenen Nationen in Tirol.

Einer dieser Menschen ist Chinenye Isaac Akabueze. Der 33-Jährige ist vor sieben Jahren aus Nigeria nach Österreich geflüchtet. Isaac spielt Fußball beim SV Tristach und wartet noch immer auf einen positiven Asylbescheid. Wir haben ihn für fünf Fragen vor die Kamera geholt:

Der Nachmittag beim Internationalfeiertag war geprägt von den Geschichten der Anwesenden. Mehrere Asylwerber und Migranten erzählten aus ihrem Leben und vom Neuanfang in Osttirol. Zwischendurch spielten die Musikgruppe Bergmann aus Osttirol, Maxwell aus Ghana, Luqman aus Afghanistan, Kosigan aus Togo, Alfonso aus Pakistan und Yanni aus Ecuador musikalisch auf.

Franz Brugger und Janette Schneider waren mit dem diesjährigen Internationalfeiertag „mehr als zufrieden“. Fotos: Dolomitenstadt/Wagner

Bevor der Tag mit einer multireligiösen Feier zu Ende ging, zogen die Organisatoren Janette Schneider und Franz Brugger im Interview mit Dolomitenstadt.at Resümee:

Slideshow vom Internationalfeiertag:

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3 Postings bisher
Osttiroler9900

Fährt man an der Heiligen Familie Kirche vorbei, so fühlt man sich an manchen Tagen wie fern der Heimat. Lauter du kelhöutige und jede Menge verhüllte Frauen mit vielen Kindern. Würde sich die Kirche nur mal ähnlich für bedürftige Österreicher einsetzen, aber das findet genausowenig statt wie Umweltschutz bei Grün!

    Franz Brugger

    Man sollte NICHTS schreiben, was man nicht weiß - die Kirche, Cariats unterstützt sehr wohl bedürftige Österreicher.

    Positive vermeine ich zu lesen, dass Sie das Sich-Einsetzen für die "Dunkelhäutigen Verhüllten (zumeist doch nur Kopftuch) nicht kritisieren.

    Lurch112

    Alle essen und feiern gemeinsam, sind friedlich miteinander und kommen ins Gespräch. ABER: das Einzige, das man von dir hört, sind rassistische Bemerkungen. Du könntest ja einfach mal dort hin gehen und dir selbst ein Bild machen. Du wirst sehen, dass sich die Kirche dort für ALLE Menschen einsetzt. Dafür sage ich DANKE!