Grippesaison im Anmarsch: Start der Impfungen in Tirol

Risikopersonen und Menschen im Gesundheitsdienst sind besonders gefährdet.

Wer schon einmal unter einer echten Grippe zu leiden hatte, weiß wie unangenehm dieses starke Erkrankungsgefühl mit Fieber und Schüttelfrost ist. Trotzdem wird die Influenza unterschätzt, handelt es sich dabei doch um die Infektionserkrankung mit den meisten Folgetodesfällen in Österreich. Wie das Land Tirol in einer Presseaussendung mitteilt, sterben in Österreich jährlich über 1.000 Menschen im Zusammenhang mit dieser Erkrankung, darunter auch Kinder.

Weltweit dominieren derzeit bestimmte Influenza-A- und Influenza-B-Viren, die mit dem aktualisierten heurigen Impfstoff abgedeckt werden. Mit der Impfung kann man sich selbst und seine Mitmenschen vor einer Ansteckung bewahren. „Die Grippewelle mit Influenza-Viren startet erfahrungsgemäß Ende Dezember und erreicht sechs Wochen später ihren Höhepunkt. Derzeit prägen noch die sogenannten grippalen Infekte das Bild in Tirol“, verweist Landessanitätsdirektor Franz Katzgraber auf den aktuellen Start der Grippeimpfungen in den Gesundheitsämtern und Ordinationen.

„Aus meiner persönlichen Überzeugung empfehle ich diesen nahezu schmerzlosen Stich in den Oberarm ganz besonders den Risikogruppen, also Menschen mit häufigen Kundenkontakten und im Gesundheitsdienst, denn diese sollten auch niemanden, den sie betreuen, anstecken. Der eigene Impfschutz kann die Übertragung der potentiell gefährlichen Erkrankung auf das nahe Umfeld verhindern“, führt Gesundheitslandesrat Bernhard Tilg aus.

Auch Schwangeren Frauen, Säuglingen, Kleinkindern und Menschen, die an chronischen Krankheiten leiden, empfiehlt Tilg, sich impfen zu lassen. „Jetzt ist der ideale Zeitpunkt für die Grippeschutzimpfung. Nach 14 Tagen steht der volle Impfschutz zur Verfügung“, erklärt der Landesrat. Sofern die Kosten nicht von der Krankenversicherung oder vom Arbeitgeber übernommen werden, sei nur ein kleiner finanzieller Beitrag zu entrichten. Eine Grippeimpfung ist ab dem vollendeten sechsten Lebensmonat möglich.

Abstand halten, Hände waschen!

Neben der Impfung wird in der Aussendung auch der Händehygiene eine besondere Bedeutung zugeschrieben. Zu den wirksamen Möglichkeiten, um das Ansteckungsrisiko zu senken, gehört es demnach, sich in der Grippesaison die Hände häufig 20 Sekunden lang mit Seife zu waschen. Eine Armlänge Abstand zu den Mitmenschen zu halten schützt zudem vor vielen Viren, die bei Husten oder Schnupfen übertragen werden. Da die Übertragung hauptsächlich durch Tröpfcheninfektion erfolgt, ist die Verwendung von Papiertaschentüchern beim Niesen wichtig. Die benutzten Taschentücher sind sofort zu entsorgen.

Wer verkühlt oder bereits erkrankt ist, sollte nicht in die Hände, sondern in die Ellbogenbeuge husten oder niesen, um die Viren nicht weiterzuverbreiten. Ratsam ist es auch, sich nicht mit ungereinigten Händen an Nase oder Mund als den Eintrittspforten für einen Infekt zu fassen. „Lüften Sie außerdem mehrmals täglich jeweils einige Minuten Ihre Wohnung und kurieren Sie bitte eine allfällige Erkrankung zu Hause aus“, betont Katzgraber. Im Gegensatz zur echten Grippe gibt es gegen die meist harmloseren grippalen Infekte keine Impfung, sie klingen nach wenigen Tagen ab.

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3 Postings bisher
Klettermaxi

Es lebe die Pharma- Industrie...mein Rezept heisst: viel Bewegung in der frischen Luft, gesunde, ausgewogene Ernährung, Humor und viel Lebensfreude. Damit bin ich noch jeden Winter super gefahren - ohne Impfungen und deren Nebenwirkungen !!! Meine Meinung dazu...

    defregger

    Sie haben sicherlich berücksichtigt, dass die Empfehlung für die 4 fach Grippe Schutzimpfung erst ab dem 60 igsten Lebensjahr als Vorbeugung, empfohlen wird!😎

    rebuh

    Ja,ja, diese geldgierige Pharma Industrie, ist auch am Klimawandel Hauptschuld . Ohne ihr hätten wir nicht ca. 8 Milliarden Bewohner sondern nur einen Bruchteil davon. Schau mal in deinem Bekanntenkreis, wieviele du ohne ihr nur mehr am Friedhof besuchen könntest, eventuell sie dich auch.