Zufahrt in mehrere Täler bei Mallnitz gesperrt

Nach mehreren Lawinenabgängen Seebachtal, Tauerntal und Dösental gesperrt.

Durch massive Neuschneemengen in Oberkärnten ist es in den Tälern rund um Mallnitz (Bezirk Spittal/Drau) zu mehreren Lawinenabgängen gekommen. Aufgrund der extremen Lawinengefahr und der Gefahr von durch Schneelast umstürzenden Bäumen wurden das Seebachtal, Tauerntal und Dösental gesperrt und die Bevölkerung aufgerufen, zu Hause zu bleiben, teilte die Landespolizeidirektion Kärnten mit.

In den gesperrten Tälern waren „Hunderte Haushalte“ betroffen, wie es vonseiten der Bezirksleitzentrale in Spittal/Drau hieß, wo Samstagnachmittag Starkregen niederprasselte, der in einer Seehöhe von rund 800 Metern in Schneefall überging. Personenschäden aufgrund der Elementarereignisse habe es glücklicherweise nicht gegeben.

Erst in der Nacht auf Samstag war der Mast einer 110 KV-Leitung in Mallnitz eingeknickt, wodurch es zu einem Zählerkastenbrand bei einem Wohnhaus kam. In der benachbarten Gemeinde Obervellach gab es am Samstag in der Kirche und dem Pfarrhaus von Flattach einen massiven Wassereintritt, den die örtliche Feuerwehr auspumpen musste.

In den frühen Morgenstunden war in der Gemeinde Krems im Liesertal oberhalb der Katschberg Bundesstraße (B99) ein Hang abgerutscht. Zwar blieb das meiste Material in den Sicherungsgittern hängen, da weitere Abrutschungen befürchtet wurden, wurde laut Polizei eine Sperre der Straße zwischen Kremsbrücke und Leoben veranlasst. Eine weitere Sperre gab es zwischen Lieserbrücke und Trebesing.

Laut ÖAMTC waren von umgestürzten Bäumen, Muren- und Lawinenabgängen nach wie vor auch die Straßen durch das Mölltal und Lesachtal betroffen: Gesperrt waren u.a die Kleinkirchheimer Straße (B88) zwischen Bad Kleinkirchheim und Radenthein, die Großglockner Straße zwischen Heiligenblut – Glocknerstraße, Döllach, zur Landesgrenze Kärnten/ Osttirol und Winklern sowie die Nassfeld Straße (B90) zur Staatsgrenze Nassfeld und die B111, Gailtal Straße von Kötschach in Richtung Osttirol. Eine Entspannung der Situation war nicht in Sicht. Es bestand höchste Warnstufe für weitere Unwetter.

In Villach ist aufgrund eines drohenden Hochwassers der Drau an der Draulände der Rad- und Gehweg sowie die Fußgängerbrücke über die Schütt gesperrt worden: Eine Entspannung wurde für Mitternacht bzw. die frühen Morgenstunden am Montag erwartet, teilte die Stadt Villach mit.

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