Voodoo und die Ansa Panier spielen im Herbst 2020 auf Einladung der Stadtkultur im Gym. Foto: Ingo Pertramer

Voodoo und die Ansa Panier spielen im Herbst 2020 auf Einladung der Stadtkultur im Gym. Foto: Ingo Pertramer

Voodoo Jürgens kommt im Oktober 2020 nach Lienz

Der Vorverkauf für das Konzert im Saal des Gymnasiums startet ab sofort!

Ein Konzert in knapp einem Jahr, für das bereits jetzt Karten verkauft werden? Das wäre ungewöhnlich, wenn der Interpret, der am 16. Oktober 2020 um 20.00 Uhr im Saal des Gymnasiums in Lienz erwartet wird nicht Voodoo Jürgens heißen würde. Man darf damit rechnen, dass die knapp 350 Karten weggehen wie die warmen Semmeln, denn ein Künstler dieses Kalibers schaut nicht alle Tage in der Dolomitenstadt vorbei.

Claudia Funder, die neue Leiterin der Stadtkultur Lienz, freut sich: „Ich mag das gegen jeglichen Trend Gebürstete von Voodoo Jürgens. Dass es gelungen ist, den Musiker nach Lienz zu holen, freut mich sehr. Das Programm der Stadtkultur wird breiter, soll neue Zielgruppen erreichen. Auch Angebote abseits gewohnter Pfade dürfen Platz haben“.

Voodoo Jürgens serviert in Lienz musikalische Wiener Popkultur vom Feinsten. Foto: Ingo Pertramer

Als Ende 2016 „Ansa Woar“, das Debütalbum von Voodoo Jürgens (bürgerlicher Name: David Öllerer), erschien, gab es Lobeshymnen und Top-Bewertungen. Gleichzeitig schrieben Journalisten, dass diese Musik nun aber wirklich zu österreichisch, zu raunzend, zu fordernd, letztlich auch zu „leiwand“ sei, um vom Erfolg der rund um diese Zeit durchstartenden und breitenwirksamen österreichischen Acts zu träumen.

Es kam anders. „Ansa Woar“ stieg – als wohl erstes österreichisches Indie-Album überhaupt – von null auf eins in die Verkaufscharts ein, holte im Rekordtempo Gold-Status und sorgte selbst beim deutschen Nachbarn für volle Hallen und klingelnde Kassen. Und das eben ohne Anbiederung an Erfolgsformeln, ohne das Schielen auf Verkaufszahlen und Hörgewohnheiten. Mit klassischer Mundpropaganda.

Der Hype war berechtigt. „Ansa Woar“ entpuppte sich als einer der ganz großen Würfe der österreichischen Popgeschichte. Nach den seitdem verstrichenen Jahren war der Hunger nach neuem Voodoo-Material entsprechend groß. Hinter der langen Wartezeit verbarg sich keine Berechnung. Voodoo nahm sich die Zeit die es braucht, weil „auf muaß geht gar nix – es muaß sich ergeben“ wie er postulierte.

Längst steht ihm eine fantastisch eingespielte Band zur Seite, eine der besten des Landes, die „Ansa Panier“. Und längst ist er als Songwriter in die Liga eines Nino Mandl, also in den obersten Olymp kontemporären deutschsprachigen Liedermachertums, aufgestiegen. Voodoo Jürgens ist nun selbstbewusster, klarer und artikulierter. Weiß was er kann. Das hört man seinem neuen Album an.

Lässig serviert er Knaller wie den Titelsong und „Kumma ned“, die dem Album zu Beginn auch gleich einen thematischen roten Faden verleihen, der immer wieder locker aufgegriffen wird, sich aber auch gern mal verläuft, um ungeschliffenen Juwelen wie „2l Eistee“ ihren Platz zum Strahlen zu geben. „`S klane Glückspiel“ gelingt das Kunststück, „Ansa Woar“ zu toppen. Die Deep cuts sind schöner, die Hymnen auf Underdogs und Scheitern ergreifender, die Hits geiler, der Schmäh schwärzer und das Gesamtwerk homogener, ausgereifter, aber auch farbenfroher und dabei zwingender. Große G’schichten aus dem kleinen Leben… im Oktober 2020 in Lienz!


Voodoo Jürgens in Lienz
Freitag, 16. Oktober 2020
20.00 Uhr, Festsaal Gymnasium Lienz
Ticketpreise: Vorverkauf 27 Euro, Abendkasse 32 Euro
Vorverkauf ab sofort: www.stadtkultur.at
und Bürgerservicebüro in der Liebburg, Tel. 04852/600-519

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42na95

Beide Touren zu den beiden Alben besucht - Anarchy in the MusicBiz

bobbilein

gibt's jo ned! gibt's jo ned!