Platter: „Bisher kein Meter Zulaufstrecke errichtet.“

EU soll beim Brennertunnel mehr Druck auf Italien und Deutschland machen.

Tirols Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) hat in Sachen Brennerbasistunnel (BBT) „mehr Druck“ seitens der Europäischen Union hinsichtlich des Ausbaus der Zulaufstrecken eingefordert. Eine Inbetriebnahme im Jahr 2028 dürfe nicht durch „fehlende Anbindungen“ gefährdet werden, erklärte Platter am Mittwoch nach einem Treffen mit EU-Koordinator Pat Cox in Innsbruck.

„Es kann nicht sein, dass in Deutschland immer noch über die Notwendigkeit der Zulaufstrecken diskutiert wird und auch in Italien bisher noch kein einziger Meter Zulaufstrecke errichtet wurde“, kritisierte der Landeshauptmann. Gleichzeitig bedürfe es verkehrspolitischer Rahmenbedingungen, um die Verlagerung auf die Schiene zu forcieren, so Platter und forderte unter anderem ein Vorantreiben der Harmonisierung der Bahnsysteme und die Eindämmung des Güterverkehrs auf der Straße.

Der Tiroler Landeschef betonte, dass das Projekt BBT im Zeitplan liege und der vom Aufsichtsrat genehmigte Kostenrahmen halte. Mittlerweile ist bereits die Hälfte des insgesamt 230 Kilometer langen Tunnelnetzes ausgebrochen.

Landeshauptmann Günther Platter begrüßte EU-Koordinator Pat Cox in seinen Amtsräumlichkeiten im Tiroler Landhaus. Foto: Land Tirol/Graus
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5 Postings bisher
wolf_c

... die Österreicher sind halt blöder wie die Schweizer: Sie vergraben Geld in ein Loch das nicht einmal unter einem gscheiten Berg durchgeht und gleichzeitig lassen sie sich die Strassen und Brücken durch schwere Fahrzeuge ruinieren; die Baulobby verdient und die Menschen blechen ...

    steuerzahler

    Die Österreicher sind mindestens so intelligent wie die Schweizer. Leider haben wir noch immer das falsche politische System. Statt Parteiendiktatur muß die direkte Demokratie installiert werden. Daran müssen wir alle mit Vehemenz arbeiten.

    Solche Statements wie von Wolf-c, die alle beleidigen und keine Lösung bieten, sind obsolet.

      wolf_c

      ... der Rückkauf der Hypo von Bayern ist sicher auch so ein Zeichen von Intelligenz(wie teure Löcher in die Landschaft graben)der Östereicher? Sind die Österreicher also dazugenommen blöder noch wie die Bayern?

      steuerzahler

      Wolf-c, nichts verstanden?

steuerzahler

Der Druck muß erheblich gesteigert werden. Der Transitverkehr mit LKW muß jedes Jahr um 10% weniger werden. Unsere Politiker sind aufgefordert, das mit aller Härte zu kommunizieren und auch umzusetzen. Es kann nicht sein, daß Jahrzehnte nur alles totgeredet wird. Wenn Italien und Deutschland sofort loslegen, ist das machbar. Die Verlagerung des Transit bzw. die Reduzierung ist notwendig und auch machbar. Wenn dabei ein paar Frächter weniger Profit machen, ist das volkswirtschaftlich egal.

Wenn schon alle auf dem Verkehr als Umweltschädling herumreiten, dann bitte bedenkt folgendes: es wird ca. 4 mal soviel Diesel verkauft, als Benzin. Wenn man bedenkt, daß es ungefähr gleich viele Dieselautos wie Benziner gibt, wobei diese weniger verbrauchen, dann geht der Mehrverbrauch zu den LKWs. D.h. gute 75% des Diesels verbrauchen die Laster. Wenn man nun die Hälfte auf die Schiene bringt, hat man fast den Verbrauch der PKWs eingespart. Bei den LKWs ist das Sparpotential also erheblich. Ich sehe auch nicht ein, warum ich in IGL Zonen nur 100 fahren darf und die Laster ungehindert weiterbrausen dürfen. Und das mit weit mehr als den erlaubten 80.