Experten-Kritik am FPÖ-Historikerbericht

Keine Selbstkritik und wenig Bezug zu zeitgeschichtlicher Forschung.

Der einen Tag vor Weihnachten von der FPÖ präsentierte Historikerbericht zur Aufarbeitung ihrer Parteigeschichte stößt nicht nur bei politischen Gegnern, sondern auch bei Experten auf Kritik. Die Historikerin Heidemarie Uhl von der Akademie der Wissenschaften kritisierte eine mangelnde selbstkritische Auseinandersetzung: Die ganze zeitgeschichtliche Forschung sei offensichtlich negiert worden.

Uhl meinte am Heiligen Abend im ORF-„Morgenjournal“, sich selbstkritisch auseinanderzusetzen sei offenbar nicht das zentrale Ziel der FPÖ mit diesem Bericht gewesen. Für die Expertin fehlt durchgängig ein klares Bekenntnis, dass die Aufarbeitung der Vergangenheit auch für die Zukunft eine klare Grenzziehung von sogenannten Einzelfällen und Antisemitismus bedeute.

„Plagiatjäger“ Stefan Weber fand indes nach einer kursorischen Analyse der ersten drei Beiträge in jenem des Historikers Michael Wladika über die NS-Vergangenheit von Funktionären der FPÖ und ihres Vorläufers, des Verbandes der Unabhängigen (VdU), „zahlreiche Übereinstimmungen“ mit Wikipedia-Artikeln.

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Kiew

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