Tirol: Tourengeher ging auf Pistenraupenfahrer los

Ein Video des Vorfalls kursiert in den sozialen Netzwerken und sorgt für Aufregung.

Am Freitag gegen 23.00 Uhr ist es im Skigebiet Rangger Köpfl in Tirol zu einer Auseinandersetzung zwischen einem Skitourengeher und einem Pistenraupenfahrer gekommen. Der Tourengeher war laut Medienberichten auf den Raupenfahrer losgegangen, als dieser ihn vor einem Stahlseil warnen wollte, das zur Pistenpräparierung gespannt werden sollte.

Ein Video des Vorfalls kursiert in den sozialen Netzwerken und sorgt dort für Aufregung. Die Piste war zur Präparierung mit den Pistenraupen zu diesem Zeitpunkt eigentlich gesperrt gewesen. Trotzdem waren mehrere Skitourengeher unterwegs. Bereits vor dem Vorfall war das noch nicht gespannte Stahlseil zum Hindernis für mehrere abfahrende Skitourengeher geworden.

Ohne Worte 😔

Gepostet von Karlift Heiterwang am Samstag, 11. Januar 2020

Deshalb war der Pistenraupenfahrer aus seinem Fahrzeug ausgestiegen, um Skitourengeher vor dem Seil zu warnen. Daraufhin ging einer der Skitourengeher auf den Fahrer los. Dieser wehrte sich und es kam zu einem kurzen Gerangel zwischen den beiden Männern. Weitere Skitourengeher gingen dazwischen.

In der Zwischenzeit hat sich der Skitourengeher bei dem Pistenraupenfahrer laut Medienberichten entschuldigt. Der Geschäftsführer der Bergbahnen Oberperfuss, Hubert Deutschmann, wies darauf hin, dass das nächtliche Skitourengehen auf gesperrten Pisten nicht nur gefährlich sei, sondern auch finanzielle Schäden verursache.

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19 Postings bisher
alpenelvis76

Pistengeher sollten auch nicht als Tourengeher bezeichnet werden. Das sind die nämlich nicht.

hoerzuOT

Aber, das muss man auch sagen: der Tourengeher hat sich bereits persönlich beim Raupenfahrer entschuldigt.

Trotzdem bin ich der Meinung, dass der Tourengehwahn auf den Pisten, in Hinsicht auf das Bezahlen von einer Pistenbenützungsgebühr/Parkplatz etc und Sicherheit, genau unter die Lupe genommen werden sollte.

bla

Das ist eine Geschichte zwischen einem peinlichen Pfosten und einem vorbildlichem Pistenraupenfahrer. Nicht mehr und nicht weniger. Es ist nicht zielführend die Leute irgendwelchen Gruppen zuzuordnen und deren Eigenschaften der ganzen Gruppe zuzuschreiben (z. B. "die Tourengeher", "die Raupenfahrer" oder "die Freizeitspasten").

keinexperte

Es ist leider so, dass von den Skifahrern Verständnis verlangt wird, dieses von den Pistengehern fast gefordert wird, sie selber aber wenig dazu beitragen. Am Parkplatz am Hochstein nehmen sie ganz selbstverständlich die besten Parkplätze in Anspruch, weil sie ja ihre superleichte Ausrüstung vom unteren Parkplatz herauftragen müssten, was zb einem Vater mit zwei kleinen Kindern, drei Paar Ski tragen, mit den Kindern die Strasse überqueren, leicht zugemutet werden kann. Dann zu hören "was willst denn, ich hab ja eh die Tourengeherkarte" ....

    hoerzuOT

    Sie haben völlig recht. Tourengeher sollen für die Pistenbenützung und Parkplatzinanspruchnahme zahlen. ganz einfach. und: es sollten klare Regeln aufgestellt werden. wann und wo, darf der Tourengeher entgegen der Fahrtrichtung marschieren. bei rodelwegen ist das längst der fall

    anton2009

    Warum sollte ein Tourengeher, der die Tourengeherkarte bezahlt hat, nicht dort parken, wo gerade frei ist?

Biker

Irgendwie verschlafen die Schigebiete die Entwicklung. Schifahrer werden immer weniger und Schitourengeher immer mehr. Warum nicht die Abendstunden in den Schigebieten anständig vermarkten für die Bereitstellung der Infrastruktur wie beschneite Pisten etwas verlangen, die Hütten länger offen lassen. Gerade im Umfeld um Innsbruck dürfte der Andrang ziemlich groß sein. Leider gibt es solche Einzelfälle wie auf dem Video dadurch wird die ganze Schitourenszene in Verruf gebracht.

griasenk

Finanzielle Schäden hin oder her. Ein Mensch der seinen Job als Pistengerätefahrer so ernst nimmt und andere auf mögliche Gefahren hinweist verdient höchsten Respekt. Und auch wenn der Tourengeher sich angeblich entschuldigt hat, sollte diese Handlung auf alle Fälle Konsequenzen haben. Ich gehe auch Skitouren und teilweise auch auf präparierten Pisten und wenn jeder der dies auch tut, sich an ein paar kleine Regeln hält, wäre, denke ich für alle Beteiligten ein gutes Auskommen möglich. Wenn allerdings mehrere solcher "schwarzen Schafe" wie dieser Tourengeher unterwegs sind, wird das Tourengehen auf Pisten bald verboten werden. Verständlicherweise. Griasenk

Klettermaxi

Ja, es gibt leider, wie auch anderswo, immer wieder schwarze Schafe. Jedoch der Großteil der Tourengeher verhält sich korrekt, benützt die abgelegeneren Aufstiegsmöglichkeiten, zahlt auch, so wie am Zettersfeld die Outdoorkarte um 184€ und ist ein guter Konsument in den Berghütten. Man sollte auch das erwähnen, bevor man alle verteufelt !!!

    chiller336

    ja sicher, die outdoorkarte um weniger als den halben preis einer normalen saisonkarte. incl 4 fahrten täglich mit aufstiegshilfen und benützung der schipisten zum abfahren. wofür normale schifahrer das doppelte bezahlen. finde den fehler... mir kommt des immer so vor als ob ein bauer mit dem traktor auf der autobahn gegen die fahrtrichtung fahren darf, dami er schneller zu seinem feld kommt

      Biker

      @chiller336, Wenn die Outdoorkarte angeboten wird darf man sie aber schon kaufen und das Angebot nutzen? Es steht jedem frei welches Angebot der LBB er nutzen und bezahlen möchte! Ich hab dabei jedenfalls kein schlechtes Gewissen.

      hoerzuOT

      Sie haben nicht unrecht.

      chiller336

      nun biker, die LBB wär ja shcön blöd, wenn sie nciht an diesem kuchen mitnaschen würde. fahren doch quasi alle tourengeher, die den aufstieg über die schipisten bewerkstelligen, auch über jene ab. nur der preis ist halt der unterschied - und wie bereits erwähnt: wofür der normale schifahrer zahlt und dann auf durchfahrenen pisten am morgen seine ersten schwünge tätigen kann, bezahlt der tourengeher die hälfte und hat perfekte bedingungen für seine abfahrt - also wie jetzt?

      osttiroler-in

      @chiller....... So sehr ich auch suche, ich finde keinen Fehler.... Ich bezahle 184 Euro und habe 4 Fahrten. Beispiel: Einmal Gondel rauf und wieder runter = 2 Fahrten. Bei diesjähriger Schneelage Aufstieg abseits der Piste möglich. Dann über Piste runter (sollte auch bei "nur" 184 € drinnen sein). Dazwischen noch ein kleiner Einkehrschwung in einer der Gastbetriebe (ich hoffe es stört dich nicht, wenn man da noch einen Sitzplatz beansprucht). Danach zufrieden nach Hause und glücklich darüber die 2-3 Stunden genutzt zu haben. Du kannst mit der Saisonkarte zwischen 9 und 16 Uhr pausenlos fahren und so die Pisten und Lifte x-mal benutzen, natürlich zum höheren Preis........ Wo ist jetzt der Fehler? Bitte um Aufklärung...... Ich bin seit gut 30 Jahren Tourengeher. Leider ändern sich oft aus verschiedenen Gründen die Gegebenheiten und man wird teilweise auch zum "Pistengeher". Das hält mich, und viele andere, aber nicht davon ab gewisse Regeln einzuhalten und Rücksicht zu nehmen. Ein bisschen "miteinander" und nicht dauernd "gegeneinander" würde dir auch nicht schaden..... Ich verbleibe mit sportlichen Grüßen und wünsche allen ein Auskommen und eine unfallfreie Saison ⛷😉

    hoerzuOT

    @klettermaxi. tourengeher auf der Piste, sind eine potentielle Gefahr für alle, nicht zuletzt für sich selbst. wie oft entging ich als Schifahrer nur knapp einem Zusammenstoß. dass sie weder ein Tagesticket lösen und ungeniert die Pisten kreuzen ist ein weiteres Problem. dass sie ach so tolle Kundschaft auf den Hütten sind, wage ich auch zu bezweifeln. wie oft sehe ich Tourengeher mit selbst mitgebrachten Lebensmitteln auf der Bergstation sitzen. tourengehen ist mittlerweile ein massensport, dem man mit Sorge entgegen blicken sollte. die Liftbetreiber und deren Ärger verstehe ich nur allzu gut.

chiller336

eine frechheit sondersgleichen ... dafür dass die jungs in nachtarbeit perfekte pisten für zahlendes publikum zaubern, werden sie noch dafür aufs derbste behandelt, wenn sie solche idioten - welche sich nicht nur selber in gefahr bringen, sondern noch dazu stundenlange arbeit durch ihre unverfrorenheit zunichte machen. und wenn dann noch was passiert mit diesen unnötigen freizeitspasten, müssen sich die raupenfahrer noch vor gericht verantworten. jene schigebiete, die schitouren auf ihren pisten verbieten, haben vollkommen recht - angesichts allein diesen vorfalls zu 1000%

    hoerzuOT

    ganz genau

    steuerzahler

    Leider gibt es auch bei den Tourengehern, so wie in allen anderen Lebensbereichen, einige wenige Idioten. Und leider wird das Fehlverhalten sichtbar und auch in den Medien verbreitet. Das färbt leider auch auf die Vielen, die sich ordentlich benehmen, ab. Für diese paar Dummköpfe müssen dann alle büßen, erhalten Beschränkungen und überzogene Vorschriften. Es wäre daher angebracht, daß die Vernünftigen auf diejenigen, die Fehlverhalten zeigen, einwirken und sie darauf aufmerksam machen, daß es so nicht geht, oder zumindest nicht mehr lange so gehen wird.

      anton2009

      leider sind viele Tourengeher belehrungsresistent! Ich habe mir in der Vergangenheit schon mehrmals erlaubt, darauf hinzuweisen, dass Tourengeher am Rande der Piste und hintereinander gehen sollten. Eine patzige Antwort von Seiten der Tourengeher war die einzige Reaktion auf meinen höflichen Hinweise. Ich habe mich entschlossen, nicht mehr erzieherisch einzugreifen!