Das HELLA-Werk in Abfaltersbach. Hier und in weiteren europäischen Werken des Sonnenschutz-Spezialisten stand die Produktion nach einem Hackerangriff still. Foto: HELLA

Das HELLA-Werk in Abfaltersbach. Hier und in weiteren europäischen Werken des Sonnenschutz-Spezialisten stand die Produktion nach einem Hackerangriff still. Foto: HELLA

Hackerangriff auf die Osttiroler Firma HELLA

Der Sonnenschutzhersteller musste alle Werke in Europa herunterfahren.

Ein Schreckensszenario vieler Unternehmen wurde in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch, 15. Jänner, in den Werkshallen des in Osttirol beheimateten Sonnenschutz-Spezialisten HELLA Realität: Ein Hackerangriff legte die Server des Unternehmens in Abfaltersbach lahm.

Geschäftsführer Andreas Kraler erklärt die fatalen Auswirkungen: „Wir produzieren nicht nur in Osttirol sondern auch in den Werken in Deutschland und Polen mit einer sogenannten papierlosen Fertigung, das heißt vom Eingang des Auftrags über alle Stationen der Produktion werden sämtliche Auftragstickets elektronisch weitergegeben. Die Server stehen in Abfaltersbach. Der Absturz bewirkte einen Stillstand aller Maschinen und Fertigungseinheiten.“

Noch in den Nachtstunden machte sich ein Expertenteam an die Bekämpfung der digitalen Virusattacke. „Das Krisenmanagement hat sich bewährt“, erzählt Kraler. Mittlerweile laufe die Produktion wieder auf Schienen, allerdings müsse noch im Detail eruiert werden, wo es eventuell Spätfolgen des Angriffs geben könnte. Auch der Schaden, der durch den Betriebsausfall entstand, kann noch nicht beziffert werden. HELLA erstattete Anzeige gegen Unbekannt.

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