Studie belegt die Sportlichkeit der Tiroler

Zwei Drittel der Bevölkerung mindestens einmal pro Woche aktiv. Hauptgrund: Gesundheit.

Die Lebensraum Tirol Holding hat die Ergebnisse einer mit einem Innsbrucker Marktforschungsinstitut durchgeführten Studie zu Sportlichkeit und Sportpräferenz der Tiroler präsentiert. Damit will man laut Geschäftsführer Josef Margreiter eine „erste Fakten- und Datengrundlage schaffen“ von der ausgehend man in Verbindung mit weiteren Befragungen bald „Handlungsempfehlungen“ ableiten möchte.

Eben jene Empfehlungen möchte man dann im Sommer oder spätestens im Frühherbst präsentieren. „Ein Drittel ist jetzt einmal gespielt“, bemerkte Margreiter am Dienstag bei einer Pressekonferenz in Innsbruck hinsichtlich des derzeitigen Standes der Dinge. „Weitere Arbeiten sind noch notwendig“, strich Sportlandesrat Josef Geisler (ÖVP) in diesem Zusammenhang weiters heraus.

Für die derzeitige Studie wurden rund 1.000 Tiroler vom Marktforschungsinstitut und weitere 1.564 in Tirol lebende Personen vom Institut für Sportwissenschaft der Universität Innsbruck online und persönlich befragt. Die Studie wurde unter anderem auch vom Management Center Innsbruck (MCI), der Tirol Werbung und der Fachhochschule Kufstein wissenschaftlich begleitet.

Vortrag Sportwissenschaftler Martin Schnitzer
Sportwissenschafter Martin Schnitzer von der Universität Innsbruck erklärt, was die Tirolerinnen und Tiroler zum Sport bewegt. Holding-Chef Joe Margreiter und Landesrat Josef Geisler freuen sich über die Erkenntnisse. Foto: Tirol Holding

Was man aktuell aufgrund der Studie jetzt schwarz auf weiß hat, ist, dass die Tiroler überaus sportlich sind. 64 Prozent betreiben der Studie zufolge zumindest einmal in der Woche Sport – 79 Prozent davon aus Gesundheitsgründen, 48 Prozent wegen des Spaßfaktors.

Auch zu den Sportpräferenzen und zur Sportaffinität hat man nunmehr Zahlen parat. Im Winter schnallen sich die Tiroler besonders gerne Ski oder Snowboard an (33 Prozent) und schwingen sich im Sommer bevorzugt aufs Rad (35 Prozent). 44 Prozent der Tiroler zeigten darüber hinaus ein insgesamt starkes Sportinteresse. Martin Schnitzer im O-Ton:

Um „Datenlücken“ zu schließen werde man im Frühjahr aber noch eine weitere Studie durchführen, betonte der Sportwissenschafter Martin Schnitzer von der Universität Innsbruck. Bis Sommer soll dann alles „gut durchgearbeitet und analysiert sein“, versprachen Margreiter und Schnitzer unisono während Geisler herausstrich, dass die den Studien folgenden Maßnahmen die „Tiroler Stärken stärken“ sollen.

Der Geschäftsführer der Lebensraum Tirol Holding wurde auf Nachfrage konkreter. „Es ist beispielsweise jetzt schon sichtbar geworden, dass die Tiroler erstaunlich gerne Winterwandern gehen“, so Margreiter. Man könne künftig also möglicherweise beim Ausbau der Winterwandermöglichkeiten anschließen, sagte er. Auch beim „Bildungswesen“ müsse man höchstwahrscheinlich ansetzen. „Die ausgeübten Sportarten dürfen nicht allein von der Präferenz der Lehrer abhängen“, strich Margreiter hervor. Auch darüber, welche Sportveranstaltungen es in Tirol brauche, wolle man dann Gewissheit haben, schloss Margreiter.

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