Florian Panzierer singt mit 100 ein Liedchen

Der originelle Matreier ließ sich in guter Gesellschaft die Torte schmecken.

Zu den drei Hundertjährigen im Matreier Wohn- und Pflegeheim gesellte sich jüngst ein vierter: Florian Panzierer, dem neben der Familie, Heimbewohnern und Freunden auch die Freiwillige Feuerwehr gratulierte. Kein Wunder, Panzierer ist seit 80 Jahren Mitglied! 17 Mann und eine Fahnenabordnung marschierten auf und erlebten einen gut gelaunten Jubilar, der vor versammeltem Festpublikum sein Lieblingslied zum Besten gab, in dem eine gewisse „Clara aus der Sahara“ vorkommt.

Es war eine feine Feier, die Panzierer sichtlich genoss. Das Geburtstagskind kam 1920 in der Klinik in Innsbruck zur Welt und wurde dort evangelisch auf den Namen Walter Kurt getauft. Im Alter von drei Jahren übersiedelte der kleine Walter nach Matrei und wurde noch einmal getauft, diesmal katholisch und auf den Namen Florian.

„Hunderter“ Florian Panzierer beim Anschneiden der Geburtstagstorte mit seinen drei Kindern Hildegard, Adolf und Karl. Foto: WPH Matrei

Und so kennt ihn ganz Matrei als Original und Unikat. Die Lebensgeschichte des Hundertjährigen ist von der Zeitgeschichte und harter Arbeit geprägt, als junger Mann war Florian Knecht, 1943 rückte er in den Weltkrieg ein, kehrte 1948 aus der Gefangenschaft heim, gründete eine Familie und verbrachte sein ganzes Arbeitsleben auf dem Bau. Seine Frau und eine Tochter sind bereits verstorben, doch drei Kinder, Enkel und Urenkel feierten mit dem Hundertjährigen. Sohn Karl erzählte in einer launigen Geburtstagsansprache allerlei Anekdoten und unterstrich: „Also Heiliger worsche koana, obwohle bei de Prozessionen longe den Himmel getrogen hosch.”

Mit nun vier Hundertjährigen profilieren sich die Osttiroler Wohn- und Pflegeheime als Ort der Langlebigkeit und das auch noch nachhaltig: Fünf weitere Heimbewohner stehen mit 99 Lebensjahren knapp vor dem runden Jubiläum!

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5 Postings bisher
johannundanita

vier hundertjährige und fünf 99 jährige im heim matrei? das wäre sogar für ganz osttirol viel, warum diese übertreibung?

    Gerhard Pirkner

    Warum Übertreibung? Diese Zahlen hat der Verwalter der Osttiroler Wohn- und Pflegeheime übermittelt und wir haben keinen Grund daran zu zweifeln. Wer Lust auf etwas Statistik hat, sollte in unsere Suche einfach die Zahl 100 eintippen und dann die Ergebnisse eingrenzen auf „Todesanzeigen“. Man erhält in Millisekunden eine Sterbestatistik, die 18 Hundertjährige anführt, die seit 2013 gestorben sind. Dazu kommen acht 101-Jährige, zwei 102-Jährige und vier 103-Jährige! Es ist also keineswegs so ungewöhnlich, wenn in Osttirol jemand hundert Jahre alt wird.

      johannundanita

      die übertreibung liegt darin, dass in ihrem bericht steht das die vier 100 und fünf 99 jährigen alle im wohn- und pflegeheim matrei wären.

      das stimmt ganz einfach nicht, evt. trifft diese zahl auf alle osttiroler wohn- und pflegeheime gemeinsam zu.

      übrigens gab es in matrei sogar eine fast 106 jährige - verstorben im jänner 2019.

    Gerhard Pirkner

    Ich hab noch einmal nachgesehen. Mein Fehler! Tatsächlich sind es vier Hundertjährige und fünf 99-Jährige in allen Osttiroler Wohn- und Pflegeheimen! Hab´s ausgebessert und bedanke mich für den Hinweis. Die Matreier werden sehr alt, aber so alt dann auch wieder nicht 😉

hoerzuOT

Super!! Herzlichste Gratulation!!!