Das Team von Tarco Klagenfurt jubelt über den verdienten Kärntner Meistertitel in der Eishockey Division 2. Foto: Dolomitenstadt/Wagner

Das Team von Tarco Klagenfurt jubelt über den verdienten Kärntner Meistertitel in der Eishockey Division 2. Foto: Dolomitenstadt/Wagner

Eishockey: Virgen beendet starke Saison als Vizemeister

Die „Wölfe“ verloren das zweite Finalspiel gegen Tarco Klagenfurt mit 5:2.

Einen tolleren Rahmen hätte es für das Spiel am 29. Februar wohl nicht geben können. Rund 700 Zuseher waren ins Eisstadion Huben zum zweiten Finalspiel gepilgert, neben den treuen Virger Fans auch zahlreiche Eishockeybegeisterte aus ganz Osttirol. In diesem Zusammenhang muss man dem Kärntner Eishockeyverband ein Lob aussprechen, denn die erstmals ausgetragenen Spiele um den Gesamtkärntner Meistertitel der Division 2 erwiesen sich in Osttirol als wahre Publikumsmagneten und bereichern den Sport in Kärnten und Osttirol.

Das zweite Finalspiel zwischen Virgen und Tarco Klagenfurt in der Eisarena Huben war pure Werbung für den Eishockeysport. Fotos: Dolomitenstadt/Wagner

Nun aber zum Geschehen auf dem Eis. Bereits vor Spielbeginn war klar, dass die Tarco Wölfe den Sack bereits im zweiten Spiel endgültig zumachen wollen. Mit sämtlichen ehemaligen Bundesliga-Cracks wie Paul Schellander, Alexander Czechner, Heiko und Harald Ofner, Christoph Ibounig sowie zahlreichen im KAC-Nachwuchs ausgebildeten Spielern waren die Klagenfurter nach Osttirol gereist und wollten sich vor den Augen ihres Sponsors, Bruno „Tarco“ Tarmann, den Meistertitel holen.

Es ist angerichtet und noch ist alles offen. Wer wird in diesem Finale als Sieger Gold holen?

Auf der Seite der Virger fehlten verletzungsbedingt Marco und Roman Gasser. Vom ersten Bully weg legten die Gäste ein Höllentempo vor und bereits nach 66 Sekunden sorgte Harald Ofner für die 1:0 Führung. Kurz darauf verhinderte das Aluminium bei einem Schuss von Christoph Ibounig den zweiten Gegentreffer. Eine tolle Einzelleistung von Philip Holzer, die er mit dem Ausgleichstreffer krönte, brachte die Virger aber nach drei Minuten wieder zurück ins Spiel und sorgte für Riesenjubel unter den Zusehern.

Nun kamen die Hausherren besser ins Spiel, konnten sich aber in der 8. Minute bei ihrem Keeper bedanken. Matthias Berger verhinderte nach einem schlimmen Fehlpass gegen den alleine vor ihm auftauchenden Jürgen Czerminger die neuerliche Gästeführung. Aus einem herrlich herausgespielten Konter wäre dann beinahe den Osttirolern der zweite Treffer gelungen. Nach starker Vorarbeit von Manuel Gasser fand allerdings Sandro Gasser im Tarco-Schlussmann seinen Meister. Kurz vor dem Drittelende gelang den Gästen dann durch Heiko Ofner das 2:1.

Im Mitteldrittel entwickelte sich eine flotte, spannende Finalpartie. Die Klagenfurter übten zwar vor allem mit ihrer ersten Linie immer wieder viel Druck aus, aber die Virger zeigten unbändigen Einsatz, warfen sich in die Schüsse und verhinderten mit tollem Kampfgeist vorerst einen weiteren Gegentreffer. Bei einigen gut vorgetragenen Angriffen fehlte den Hausherren diesmal etwas das nötige Scheibenglück. In der 38. Minute brachte dann Heiko Ofner die Klagenfurter mit 3:1 in Führung. Kurz darauf hatten die Virger dann in einem 5:3 Überzahlspiel die Riesenchance auf den Anschlusstreffer. Die Tarco-Abwehr, allen voran Keeper Manuel Pernutsch, überstand aber mit etwas Glück und Routine diese Druckphase der Osttiroler unbeschadet.

Mit unglaublichen Reflexen hielt „Super Matze“ Mathias Berger seine Mannschaft im Spiel. Foto: Brunner Images

Doch die Virgener Wölfe ließen nicht locker und unter dem tosenden Jubel der Fans gelang Raphael Bstieler nur wenige Sekunden nach Beginn des Schlussabschnitts der Anschlusstreffer. Die Freude über diesen Treffer war bei den Hausherren allerdings nur von kurzer Dauer, bereits 19 Sekunden später stellte Andreas Muschlin den alten zwei Tore Vorsprung für die Lindwurmstädter wieder her. Danach wirkten die Virger deutlich gezeichnet von diesem Gegentreffer und Matthias Berger im Drahtkasten musste sein ganzes Können aufbieten, um eine vorzeitige Entscheidung zu verhindern. Mit unglaublichen Reflexen hielt „Super Matze“ seine Mannschaft weiter im Spiel.

Zehn Minuten vor der Schlusssirene war aber dann auch er machtlos, Oldboy Alexander „Cece“ Czechner sorgte mit seinem Treffer zum 5:2 für die Entscheidung in diesem Finale. Dies war dann zugleich auch der Endstand in einer äußerst fair geführten Partie.

Für die jungen und hungrigen Wölfe aus Virgen ist auch der Vizemeistertitel ein Sieg. Entsprechend lautstark ist der Jubel am Ende der Saison!

Trotz der Niederlage können die Wölfe aus Virgen auf eine bärenstarke Saison zurückblicken und erhobenen Hauptes in die Sommerpause gehen. Sie begeisterten die vielen Osttiroler Eishockeyfans mit tollem Eishockey, unbändigem Kampfgeist und mannschaftlicher Geschlossenheit. Hier das finale Statement von Trainer Zdenek Eichenmann:

Trainer Zdenek Eichenmann hat seine Iseltaler Truppe durch eine starke Saison geführt und ist zufrieden. Foto: Dolomitenstadt/Wagner
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