Neuer Vorsitzender für den Nationalpark-Fondsbeirat

Andreas Pfurner übernimmt. Ingrid Felipe bereitet Kärntner „Jagdübereinkommen“ Sorgen.

Landeshauptmann-Stellvertreterin Ingrid Felipe lud am Donnerstag, 5. März, gemeinsam mit Nationalparkdirektor Hermann Stotter zu einem Pressegespräch in Lienz. Der Grund dafür war die Konstituierung des Nationalpark-Fondbeirates, die an diesem Tag vorgenommen wurde.

Andreas Pfurner, Bürgermeister von Nußdorf-Debant wurde zum neuen Vorsitzenden des Fondsbeirats gewählt. Sein Vorgänger, der Prägratner Bürgermeister Anton Steiner, fungiert künftig als Pfurners Stellvertreter. Felipe sei „sehr zuversichtlich, dass dieses Duo in bewährter Manier konstruktiv arbeiten wird.“

Andreas Pfurner übernimmt den Vorsitz des Nationalpark-Fondsbeirats. Foto: Dolomitenstadt/Wagner

Pfurner, der auch in das Nationalpark-Kuratorium kooptiert ist, betonte, ihm sei vor allem die Einbindung der zehn Nationalpark-Gemeinden wichtig. Die Verantwortlichen berichteten zudem über starke Zuwächse bei den Winterprogrammen im Nationalpark. So wurde etwa die Zahl der Teilnehmer an Winter-Schulprogrammen von 2018/19 auf 2019/20 um 40 Prozent gesteigert. „Bei den Rangertouren waren es 29 Prozent mehr Teilnehmer und bei den Veranstaltungen sechs Prozent“, so Felipe.

Laut Ingrid Felipe müsse über das Kärntner „Jagdübereinkommen“ noch gesprochen werden. Foto: Dolomitenstadt/Wagner

Mit Jänner 2020 hat Tirol den Ratsvorsitz im Nationalpark Hohe Tauern übernommen. Neben den ressortzuständigen Landesräten aus Tirol, Salzburg und Kärnten sitzt auch die Bundesministerin für Umwelt und Klimaschutz, Leonore Gewessler, in diesem Gremium. Wir haben die Ratsvorsitzende Felipe nach dem umstrittenen Kärntner „Jagdübereinkommen“ gefragt. Laut diesem Abkommen zwischen Politik, Jägerschaft und Grundstücksbesitzern sind geschützte Arten wie Wolf, Bär, Luchs oder Fischotter im Kärntner Nationalpark Hohe Tauern künftig „nicht willkommen“:

Nationalparkdirektor Hermann Stotter blickte auf die diesjährigen Highlights voraus. Unter anderem steht das 20 Jahre-Jubiläum der Swarovski Wasserschule an. „Während dieser Zeit haben im Nationalpark Hohe Tauern über 83.000 Schüler an diesem Programm teilgenommen“, berichtet Stotter. Die Klimaschule, die zur Sensibilisierung für den Klimawandel dient, zog in ihrem zehnjährigen Bestehen bisher rund 25.000 vorwiegend junge Menschen an.

Programme der Wasserschule finden inzwischen auf allen fünf Kontinenten statt. Foto: NP Hohe Tauern/Suntinger

Auch die Junior- und Senior-Ranger-Ausbildungen starten heuer wieder. Am 20. Juni wird der Wildtierbeobachtungsturm in St. Jakob im Defereggental eröffnet.

Ab 20. Juni ist der neue Wildbeobachtungsturm im Defereggental für Besucher zugänglich. Auf der Plattform warten einige technische Gadgets. Foto: NP Hohe Tauern/Ramona Waldner
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