Wieviel Geld geben Tiroler Tourismusverbände aus?

Der TVB Osttirol liegt mit rund neun Millionen Euro auf Platz 5 der 34 Tiroler TVBs.

Die folgende Tabelle zeigt, wer die „Big Spender“ unter den Tiroler Tourismusverbänden sind und welche Verbände mit schmalen Budgets das Auslangen finden müssen. Natürlich stehen die Summen – meist! – in Relation zu den Nächtigungszahlen der jeweiligen Region, die ebenfalls sehr unterschiedlich sind.

Die Gesamtbudgets speisen sich aus zwei Töpfen: Einerseits zahlen alle Unternehmen, die in Tirol Umsätze erwirtschaften, Pflichtbeiträge in die Tourismuskassen. Das betrifft auch solche Betriebe, die nicht direkt vom Tourismus profitieren. Der zweite Betrag wird im Prinzip vom Gast bezahlt. Es ist die Aufenthaltsabgabe (auch „Kurtaxe“) die pro Nächtigung eingehoben wird und zwischen 1,0 Euro (zB. in der Silberregion Karwendel) und 3,0 Euro (zum Beispiel am Arlberg, in Ischgl oder im Ötztal) liegen kann. Der TVB Osttirol hebt 2,0 Euro Aufenthaltsabgabe pro Nächtigung ein.



Wir bringen in den nächsten Tagen weitere ausgewählte Kennzahlen zum Tourismus in Tirol, zur Verfügung gestellt von Tirol Tourism Research (TTR).

Tirols Tourismusverbände schlagen kräftig auf die Werbetrommel. Foto: Expa/Groder
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3 Postings bisher
steuerzahler

Die Pflichtbeiträge müssen abgeschafft werden. Wenn die Tourismusbetriebe einen Verein wollen, dann sollen sie von ihren Mitgliedern kassieren, aber gefälligst Betriebe, die nichts mit Tourismus zu tun haben, in Ruhe lassen. Ich finde es lächerlich und außerdem in keiner Weise kostendeckend einen Mindestbeitrag zu kassieren. Zwangsmitgliedschaft und Pflichtbeiträge, das fördert nur die Freunderlwirtschaft.

PdL

Wofür?

Gibt es dazu detaillierte Aufstellungen, die eine klare Übersicht geben, für was bzw. an wen diese Gelder fließen?

Immerhin sind es doch sehr viele Unternehmen, die diesen Zwangsbeitrag zahlen müssen und die durchaus Interesse daran haben, ob diese Gelder auch korrekt, fair, wirtschaftlich sinnvoll eingesetzt werden.

wolfgangwien

Bei der langen Liste gibt es aber viel Bedarf an Zusammenlegungen.