Coronavirus: Nur 100 Gläubige pro Messe erlaubt

Katholische Kirche reagiert auf den Erlass der Regierung. Besucherlimit auch für Begräbnisse.

Nachdem die Bundesregierung gestern, 10. März, ihr Maßnahmenpaket zur Eindämmung des Coronavirus präsentierte, reagierte wenige Stunden später auch Österreichs größter „Veranstalter“ auf die neuen Richtlinien: die katholische Kirche. In einem Rundschreiben an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter teilt die Diözese Innsbruck mit, dass vorerst bis Anfang April folgende Regeln gelten:

• Gottesdienste können bis auf weiteres gefeiert werden, aber es dürfen nicht mehr als 100 Personen daran teilnehmen. Auf die Begrenzung dieser Teilnehmerzahl ist genau zu achten. Folgende Hygienemaßnahmen gelten: Hand- statt Mundkommunion, Verzicht auf Weihwasser in den Weihwasserbecken, Friedensgruß per Handschlag soll durch ein freundliches Zunicken ersetzt werden.

• Weitere Veranstaltungen (z.B. Fastenaktionen, Pfarrfeste, Fortbildungen, etc.) mit einer erwarteten Teilnehmerzahl von mehr als 100 Personen dürfen jetzt nicht durchgeführt werden. Sie sollen nach Möglichkeit auf einen späteren Zeitpunkt verschoben oder abgesagt werden.

• Beerdigungen sind möglichst in kleinem Kreis abzuhalten. Begräbnisgottesdienste mit größerer Beteiligung können zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden.

Die Bildungshäuser der Diözese Innsbruck können Veranstaltungen mit weniger als 100 Teilnehmern durchführen. Der Dienst an Kranken und an den Bewohnerinnen und Bewohnern der Alten- und Pflegeheime durch die Klinik- und Altenseelsorge werde in Abstimmung mit den Betreibern der Einrichtungen bis auf weiteres aufrechterhalten, teilt die Diözese mit. Nachdem die Kirche auch ein großer Arbeitgeber ist, wurden eine ganze Reihe von internen Maßnahmen getroffen und eine eigene Hotline für Mitarbeiter eingerichtet. Die Diözese Innsbruck hat ein internes Team unter der Leitung des Generalvikars zusammengestellt, das laufend mit den Behörden in Kontakt steht und notwendige Folgemaßnahmen in die Wege leitet.

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2 Postings bisher
Pepsi

Einfach nur lachhaft! Hauptsache die Bim und die vollbesetzte U-Bahn in den Ballungszentren rollt weiter. Schilda lässt grüßen - gratuliere Bundesregierung und Diözese Innsbruck!!

    bobbilein

    empfehle dazu das zib2-interview mit minister anschober vom 10.03., dort wird erklärt, warum die öffis weiterhin in betrieb sind. mfg