Klagenfurt und Villach sagen Veranstaltungen ab

Betroffen sind auch Märkte, Hallenbäder und Sportveranstaltungen.

Die beiden größten Kärntner Städte, Klagenfurt und Villach, haben am Dienstag zahlreiche Veranstaltungen abgesagt. Sowohl in Klagenfurt als auch in der Draustadt haben die Maßnahmen, die wegen des Coronavirus getroffen werden, auch Auswirkungen auf die Märkte. So werden in Klagenfurt keine italienischen Fieranten zugelassen, in Villach wird der Zugang zur Markthalle begrenzt.

In Klagenfurt ist unter anderem der Sport-Bereich betroffen: „Ab sofort finden in den Sporthallen der Stadt Spiele der 1. und 2. Bundesliga, der Regionalliga und Cupspiele nur unter Ausschluss der Öffentlichkeit, also ohne Besucher, statt“, hieß es in einer Aussendung. Veranstaltungen in den städtischen Gemeindezentren werden ebenso abgesagt, wie jene des Seniorenbüros. In Bezug auf ältere Menschen ruft die Stadt dazu auf, die Besuche in Seniorenheimen „auf das Notwendigste“ zu reduzieren, da Senioren zur besonders gefährdeten Gruppe gehören.

Neben dem Ausschluss von italienischen Ständen wurden die Marktbeschicker in Klagenfurt aufgefordert, keine Waren mehr aus Italien zu holen. Was weitere Maßnahmen angeht, die etwa das Hallenbad betreffen, wird auf den angekündigten Erlass gewartet. Wie Bürgermeisterin Maria-Luise Mathiaschitz (SPÖ) sagte, handle es sich um wichtige Vorsorgemaßnahmen: „Schützen wir vor allem die Risikogruppen, alte Menschen und Menschen mit Vorerkrankungen oder einem schwachen Immunsystem.“

Villach sagte bereits alle städtischen Veranstaltungen, die bis Ende März geplant waren, ab oder verschiebt sie auf einen späteren Zeitpunkt. Bürgermeister Günther Albel (SPÖ) appellierte auch an Veranstalter, den angekündigten Erlass sofort umzusetzen. Für die Volkshäuser in Villach gilt, dass alle „mittleren und größeren Veranstaltungen, die unter die Vorgaben des Erlasses fallen“ ebenfalls abgesagt sind. Der Zutritt zur Markthalle wird so beschränkt, dass nie mehr als 100 Personen gleichzeitig in der Halle sind.

Vorerst sah man in Villach aber keine Notwendigkeit, den Parteienverkehr im Rathaus einzuschränken. Und was Schulen und Kindergärten angeht, so warte Villach eine österreichweit einheitliche Regelung ab.

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