Schließung der Grenzen am Plöckenpass und Nassfeld

Thörl-Maglern wird von 21.00 Uhr bis 6.00 Uhr früh gesperrt. Lückenlose Kontrollen auf der A2.

Kärnten wird als Reaktion auf die aktuelle Lage in Sachen Coronavirus zwei Grenzübergänge nach Italien komplett schließen. Wie Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ) am Mittwoch sagte, habe man ein Ansuchen gestellt, dass die Grenzübergänge Nassfeld und Plöckenpass, beide im Bezirk Hermagor, geschlossen werden. Die Sperre soll in den kommenden Tagen in Kraft treten.

Seit heute 13 Uhr werden in Kärnten alle nicht gesperrten Grenzübergänge sowohl nach dem Epidemie-Gesetz als auch nach dem Grenzkontrollgesetz überprüft. „Die Grenzübergänge in Arnoldstein werden auf der Autobahn als auch auf der Bundesstraße 24 Stunden lückenlos kontrolliert“, gab Kaiser bekannt. Personen aus Italien, die nach Österreich einreisen, müssen ein ärztliches Zeugnis vorweisen, dass nicht älter als vier Tage ist. Österreicher die aus Italien heimkehren müssen das Gesundheitszeugnis vorweisen und sich per Unterschrift verpflichten, eine 14 tägige Heimquarantäne anzutreten. Urlauber aus anderen Staaten müssen ohne Zwischenstopp durch Österreich fahren. Bei Güter- und Gewerbetransporten gibt es temporäre Überprüfungen.

Bei den Grenzübergängen Plöckenpass und Nassfeld finden bis zur Totalsperre ebenfalls Gesundheitskontrollen von 0-24 Uhr durch die Bundesverwaltungsbehörde, sprich durch die Bezirkshauptmannschaft Hermagor statt. Die Polizei unterstützt auf Basis des Epidemiegesetzes dabei die Gesundheitskräfte. Für den Grenzübergang in Thörl-Maglern auf der Bundesstraße wurde für die Zeit von 21 Uhr bis 6 Uhr in der Früh ebenfalls eine Sperre beantragt. Dass diese Maßnahmen, sobald sie in Kraft treten, sich auf den Pendlerverkehr auswirken werde, wurde von Kaiser bestätigt.

Landeshauptmann Peter Kaiser, flankiert von Abteilungsleiter Günther Wurzer und Landesrätin Beate Prettner: „Wir übernehmen für ganz Österreich eine sehr hohe Verantwortung.“ Foto: LPD Kärnten/Helge Bauer

Er verwies auch auf eine Videokonferenz von Landeshauptleuten und Bundeskanzler, die für 14.00 Uhr angekündigt war und bei der man über weitere Maßnahmen beraten werde. Für Kaiser ist es keine Frage ob, sondern wann es zu Schulschließungen in Österreich kommt: „Das wird wahrscheinlich der gewaltigste Einschnitt.“ Der Kärntner Landeshauptmann verweist in diesem Zusammenhang darauf, dass 14- bis 30-Jährige wegen ihrer vielen sozialen Kontakte besonders häufig Virenträger und -verbreiter sind: „Da müsste man schauen, ob nicht der Oberstufenbereich als größte Risikogruppe bewertet wird und man Pflichtschulen und den Elementarpädagogik-Bereich offen lässt.“

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2 Postings bisher
wolf_c

... das Einsperren und Aussperren von Menschen mit Grenzsperren finde ich falsch und dumm, das ist schon richtig chinesisch; da macht es die Bundsregierung mit Information viel besser ...