Heinz Faßmann will Schule schrittweise starten lassen

Matura-Termin 19. Mai wackelt. „Neutrales Semester“ an Hochschulen möglich.

Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) will sich noch nicht festlegen, wann die Schulen und Universitäten wieder ihren Betrieb aufnehmen können. Er peilt eine schrittweise Wiederaufnahme an, zunächst unter anderem mit Maturanten. Ob der zuletzt angepeilte Matura-Termin mit Start 19. Mai hält, konnte Faßmann nicht versprechen. Weiteres dazu wird es erst nach Ostern geben.

Faßmann versicherte bei der Pressekonferenz am Dienstagvormittag: „Alle können und werden ihren Abschluss machen.“ An den Bundesschulen werden jedenfalls keine Kosten für Horte und Ähnliches mehr anfallen, wenn diese Angebote nicht wahrgenommen werden. Zudem wird ein Härtefallfonds mit fast 13 Millionen dotiert, der für die Stornierung von Veranstaltungen wie Skikursen und Sprachreisen verwendet werden soll.

An den Hochschulen will Faßmann das „neutrale Semester“ durchsetzen. Zwar betonte er bei einer Pressekonferenz, eine Verständigung mit den Rektoren anzustreben. Doch kündigte er gleichzeitig an, sich im Nationalrat um eine Verordnungsermächtigung zu bemühen, diesen Vorschlag auch umsetzen zu können. Ein „neutrales Semester“ hätte vor allem die Auswirkung, dass Studierende nicht um Beihilfen umfallen und sich auch etwa die Mindeststudiendauer indirekt um ein Semester erhöht.

Heinz Faßmann ist zuversichtlich: „Alle können und werden ihren Abschluss machen.“ Foto: APA
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3 Postings bisher
Nina

Schutzmasken in Klassenzimmern: Vieles war für uns bis jetzt undenkbar, aber wenn der Handel schrittweise eröffnen sollte, dann werden auch in den Schulen wieder mehr Kinder sein und irgendetwas wird man sich auch da überlegen müssen. Dass an manchen Schulen dann neue Unterrichtsinhalte durchgenommen werden und an manchen nicht, finde ich nicht sinnvoll und den Kindern gegenüber nicht fair. Was ist, wenn ein Kind die Schule wechselt? Da gibt es dann komplett unterschiedliche Voraussetzungen. Eine einheitliche Regelung wäre da unbedingt wünschenswert. Als Elternteil finde ich es nicht richtig, dass ich für die Vermittlung neuer Inhalte verantwortlich bin. Denke, dass da mehrere ihre Kinder wieder im die Schule schicken werden.

hubert

als erste schüler sollten doch die volksschüler wieder schule gehen dürfen, da zählt jede woche, die verlieren sonst ein ganzes schuljahr. sollen sie halt auch die schutzmasken tragen und keine weiteren kontakte zu den großeltern. es gibt da ja schon positive beispiele in anderen ländern.😷✌

    nikolaus

    Andererseites kann man den VolksschülerInnen noch am ehesten selber etwas beibringen bzw. Lerninhalte erklären: Das 1x1 ist sicherer mehreren geläufig als Kurvendiskussionen. Aber was den Kleinsten sicherlich am meisten abgeht, sind die sozialen Kontakte. Was Schutzmasken und die berühmte Distanz von 1, 1,5 oder 2 Metern (Corona hat offensichtlich für jede Nationalität eine andere Reichweite) angeht - undenkbar in unseren Klassenzimmern!