Osttiroler Sportler melden sich aus der Quarantäne

Moutainbike-Profi Alban Lakata: „Es hat auch gute Seiten.“

Das ganze Jahr über berichtet Dolomitenstadt über die Erfolge, Höhen und Tiefen von Sportlern aus ganz Osttirol. Seit wenigen Wochen ist der Sport aber aufgrund der Verbreitung des Coronavirus Nebensache. Sämtliche Bewerbe wurden wegen der Schutzmaßnahmen abgesagt und bei zahllosen Vereinen der Trainingsbetrieb eingestellt. In der Öffentlichkeit ist es um die Sportler seither ruhig geworden. Wir haben deshalb zum Hörer gegriffen und uns bei Athleten aus den verschiedensten Sportarten im ganzen Bezirk nach ihrem neuen Alltag erkundigt.

Ein sportliches Aushängeschild Osttirols ist der dreifache UCI-Mountainbike-Marathon-Weltmeister Alban Lakata. Der Radsportler lebt mit seiner Familie in Lienz und bezeichnet die momentane Situation als schwierig. „Ohne sportliche Ziele in Aussicht ist es schwer, die Motivation aufrecht zu halten. Ich brauchte eine Weile, um meinen Rhythmus zu finden“, so Lakata. Seit er daheim bleiben muss, schläft er länger aus, bevor er sich aufs Rad schwingt.

Alban Lakata fährt weiterhin Rennen! Zumindest virtuell beim Rollentraining…

Oberste Priorität habe für Lakata derzeit, die über den Winter aufgebaute Fitness bestmöglich zu erhalten. Fünfmal pro Woche spult er dafür sein radspezifisches Rollentraining mit virtuellen Radrennen ab. An zwei Tagen steht zudem Krafttraining für Rumpf und Beine auf dem Programm. Doch zerrt zu langes Indoortraining nicht irgendwann auch an der Psyche? „Ja“, sagt Alban, „deshalb trainiere ich derzeit lieber intensiver als länger.“

Alban Lakata mit Freundin Anita und Söhnchen Fabian. Er genießt aktuell die viele Zeit mit seiner Familie und sagt: „So eine Quarantäne hat auch gute Seiten.“ Archivfoto: Facebook/Lakata

Außerdem gebe es auch sonst genug zu tun, das Ablenkung schafft. „Nachmittags bringe ich meine Bikes und die Werkstatt auf Vordermann. Auch notwendige Erledigungen am Haus oder im Garten kann ich nun endlich in Angriff nehmen“, lacht Alban. Eine besondere Freude bereite ihm die viele Zeit, die er nun mit seinen Kindern verbringen kann. Für den Mountainbike-Profi steht daher fest: „So eine Quarantäne hat auch gute Seiten.“

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