Hilda Massimo hat mit 100 einen Grund zum „Juchitzen“

Vor dem hermetisch abgeriegelten Lienzer Wohnheim spielten Musikanten für die Jubilarin.

In Zeiten wie diesen eine erfreuliche Nachricht: Im Wohn- und Pflegeheim Lienz, das derzeit auch von diversen Corona-Infektionen betroffen ist – feierte am 10. April Hilda Massimo ihren Hunderter! Verwalter Franz Webhofer freut sich, dass trotz der schwierigen Situation eine nette Geburtstagsfeier in sehr kleinem Kreis improvisiert werden konnte, bei der man die Jubilarin hochleben ließ.

Hilda Massimo kam am 10. April 1920 als drittes Kind von Johann und Kreszenzia Krautgasser in Lienz auf die Welt. Nach der Schule führte sie den Haushalt ihrer Eltern und arbeitete später als Schreibkraft beim Arbeitsamt.

Vor fast hundert Jahren: Hilda Massimo (rechts) mit ihrer Schwester Ida. Foto: privat

Gemeinsam mit ihrem Ehemann wohnte die Jubilarin lange in ihrem Elternhaus an der Lienzer Dolomitenstraße und bewies dabei auch einen „grünen Daumen“ in ihrem Garten. Als Haus- und Gartenarbeit zu beschwerlich wurden, zog Frau Massimo im November 2008 ins Wohn- und Pflegeheim Lienz ein. Die Jubilarin liebt die Natur und die Berge. Sie bestieg früher mit ihren Freundinnen manchen Gipfel in und um Osttirol. Immer wieder blättert sie in ihren Fotoalben und kann noch manches ihrer Bergerlebnisse zum Besten geben.

Musikalisch ist die Jubilarin auch! Früher begleitete sie ihre Schwester – die Zither spielte – auf der Gitarre und auch mit hundert Jahren singt sie noch mit klarer Stimme manches Wanderliedchen. Unterhält man sich mit Hilda Massimo, dann spürt man ihre tiefe Zufriedenheit und jenen inneren Frieden, der wohl das Geheimrezept für ihr beinahe biblisches Alter ist.

Wer Hilda Massimo begegnet, spürt ihre tiefe Zufriedenheit und einen inneren Frieden – so wird man hundert Jahre alt! Foto: WPH Lienz

Kommt ihre Nichte aus Südtirol zu Besuch, dann ist für Hilda Massimo ein hoher Feiertag. Das sind Momente, auf die sie derzeit aufgrund der strengen Corona-Quarantäne leider verzichten muss. Doch nicht einmal das ist für Hilda Massimo ein Grund zur Klage, im Gegenteil, sie trägt auch die aktuelle Lage mit Fassung und der Hoffnung, dass bald wieder Normalität Einzug hält. Trotz ihres hohen Alters ist die Jubilarin übrigens eine passionierte „Kartlerin“, die sich täglich mit einigen Gleichgesinnten im Heim auf ein Spielchen trifft. „So bereichert Hilda Massimo auf unvergleichliche Art das Heimleben und wir empfinden es als Ehre, einen Teil ihres Weges mitgehen zu dürfen”, gratuliert Franz Webhofer.

Eine Überraschung gab es zum Hunderter trotz Quarantäne: Zwei Musikanten spielten mit ihren Flügelhörnern ein Geburtstagsständchen vor dem Heim! Hilda Massimo genoss die Musik zu ihren Ehren sichtlich und honorierte den Auftritt mit einem kräftigen „Juchitzer“.

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