Grüne kritisieren Reaktion des Landes Tirol zu Ischgl

Gebi Mair bezeichnet „Ultimatum“ an das Nachrichtenmagazin „profil“ als überzogen.

Eine am Wochenende veröffentliche Stellungnahme des Landes Tirol, die als Reaktion auf einen Artikel des Nachrichtenmagazins „profil“ erfolgte, hat nun für Unmut beim Regierungspartner gesorgt. Grünen-Klubobmann Gebi Mair kritisierte die Aussendung gegenüber dem ORF Tirol – die Grünen seien nicht eingebunden gewesen. Laut „profil“-Artikel habe das Land gegen einen Ministeriums-Erlass verstoßen.

Die Landes-Aussendung sei „überzogen“ gewesen und das „Ultimatum“ an das Nachrichtenmagazin habe die Sache verschlimmert und den Eindruck erweckt, man habe etwas zu verbergen – dem sei aber nicht so. Das Land hatte das Magazin am Samstag aufgefordert, die Stellungnahme „innerhalb von 24 Stunden auf seiner Homepage sowie in weiterer Folge im Printmagazin zu veröffentlichen“. Das Medium hatte dies als Einschüchterungsversuch gegen Journalisten gewertet, das Land jedoch lediglich als „Aufforderung zur Richtigstellung“.

„Zu Recht werden jetzt Menschen sagen, da muss was dahinter sein, wenn mit Ultimaten, Drohungen und Unterstellungen gearbeitet wird. Das wäre nicht notwendig, man kann das ganz sachlich aufklären indem man alle Fakten auf den Tisch legt. Aus grüner Sicht ist das das Einmaleins der Krisenkommunikation: Die Rolle der Medien respektieren, freundlich, sachlich und unaufgeregt sie bei ihrer Arbeit unterstützen“, meinte Mair.

Gebi Mair, Klubobmann der Grünen im Tiroler Landtag: „Zu Recht werden jetzt Menschen sagen, da muss was dahinter sein, wenn mit Ultimaten, Drohungen und Unterstellungen gearbeitet wird.“ Foto: APA
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6 Postings bisher
PdL

Wenn es nicht so traurig wäre, müsste man lachen.

Wenn in Tirol was gut läuft, profitiert die ÖVP, läuft etwas schlecht, dann wird die Schuld dem Juniorpartner zugeschoben.

Die ÖVP ist sakrosankt, es gleicht schon fast einer Religion.

Selbst bei Gesprächen mit gemäßigten ÖVPlern bemerke ich, dass es gar nicht mehr um Inhalt geht, es zählt, was der Vater, der Großvater gewählt haben, alles andere wäre mit Blasphemie gleich zu setzen.

Mag bequem für Viele sein, gesund für die Demokratie ist es nicht.

Franz Brugger

Herr Mair, die GRÜNEN sind Teil der Landesregierung und haben somit nach allgemeiner Wahrnehmung ALLES bis daher mitgetragen. Frau Felipe hätte sich schon früher sich dagegen äussern müssen, auch wenn auf Grund der Machtverhältnisse Platter und Co trotzdem gleich gehandelt haben. Leider ist es so, dass Kommentare und Postings Fehler meist dem Juniorpartner angekreiden. Gerade deshalb wäre es wichtig, wenn die Leute in der Regierung, sei es Bund oder Land auch mal kontra geben.

Wenn sich nun der Gebi äussert verstärkt es noch mehr den Eindruck, dass es innerhalb der GRÜNEN nicht mehr stimmt, bewirkt in der Wahrnehmung aber nichts mehr, wie man zumindest den Posts hier entnehmen kann.

DIe Stärke von Türkis ist PR und Marketing, da werden die GRÜNEN gefordert Strategien in der Kommunikation zu entwickeln.

PS.: Natürlich stimmt Ihre Aussage dass man hier Druck ausgeübt hat, leider ein typisches Verhalten.

Chitina

Nach wochenlangem Schweigen erdreisten sich die Grünen wirklich...es verschlägt einem echt die Sprache bei so viel Scheinheiligkeit!

hoerzuOT

Verzeiht, aber die Grünen sollten gerade jetzt mit Kritik gegenüber anderen sehr,sehr vorsichtig sein.

Die Ablenkung von den eigenen Problemen, funktioniert so nämlich keinesfalls. Kunst&Kultur werden ihnen bestimmt nicht vergessen, wie sehr sie im Stich gelassen wurden.

dolo

Ein gewisser Raffl hat unseren Andreas Hofer verraten. Die GRÜNEN haben die grüne Idee verraten. Was eine Regierungsbeteiligung in Land und Bund so alles ausmacht.