Grenzschließung zu Italien laut Platter künftig verhinderbar

Bei neuerlichem Anstieg der Covid-19-Fälle sollte eine Lösung innerhalb der Euregio gefunden werden.

Wenn es nach Tirols Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) geht, wird es zu keiner neuerlichen Grenzschließung innerhalb der Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino (Euregio) kommen. Auch bei einer allfälligen erneuten Zunahme der Infektionszahlen gebe es Möglichkeiten, dies zu verhindern, sagte Platter bei einer Pressekonferenz nach der Euregio-Vorstandssitzung am Donnerstag in Innsbruck.

Man müsse die Gesundheitslage und auch allfällige Auswirkungen der Grenzöffnung aber sehr genau beobachten. „Wir gehen aber von einer positiven Entwicklung aus“, meinte Platter, derzeitiger Euregio-Präsident. Falls die Entwicklung doch in eine andere Richtung gehe, müsse man innerhalb der Euregio überlegen, wie man damit umgehe. Einen zweiten Lockdown werde es aber nicht mehr geben, war sich Platter sicher.

Bezüglich der immer noch relativ hohen Infektionszahlen in der Lombardei mahnte der Landeshauptmann die Eigenverantwortung der Bevölkerung ein. „Man muss deutlich zum Ausdruck bringen, dass man Vorsicht walten lassen muss“, sagte er. Die Öffnung der Grenze zu Italien sei aber „ein Gebot der Stunde“ gewesen.

Südtirols Landeshauptmann Arno Kompatscher (SVP) und sein Trentiner Amtskollege Maurizio Fugatti (Lega) bedankten sich indes bei Platter für seinen Einsatz in der Frage der Grenzöffnung. „Es ist hauptsächlich dem Einsatz von Tirol zu verdanken, dass man die Reisefreiheit wieder hergestellt hat“, meinte etwa Kompatscher.

Im Trentino habe die Frage der Grenzschließung „große Sorge“ ausgelöst, sagte Fugatti. Eine weitere Grenzschließung wäre ein Problem gewesen, vor allem auch für den Tourismus. „Aber die Euregio hat gezeigt, was sie kann und, dass sie Gewicht hat. Ich hoffe, dass es so weiter geht“, betonte der Trentiner Landeshauptmann.

Indes wurde bei der Euregio-Vorstandssitzung ein Tagesticket für den öffentlichen Verkehr für die gesamte Europaregion beschlossen. Mit dem „Euregio zwei plus“ sollen zwei Personen plus maximal drei Kinder für 39 Euro einen Tag lang alle öffentlichen Verkehrsmittel in der Europaregion benützen können.

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