Alle Osttiroler Unterliga West-Vereine haben mittlerweile das Training – unter besonderen Regeln – wieder aufgenommen. Fotos: Dolomitenstadt/Wagner

Alle Osttiroler Unterliga West-Vereine haben mittlerweile das Training – unter besonderen Regeln – wieder aufgenommen. Fotos: Dolomitenstadt/Wagner

Osttirols Fußballvereine im „Corona-Training“

Keine Zweikämpfe, kein Spucken: Auf den Fußballplätzen gelten besondere Regeln.

Vor wenigen Wochen wurde in Österreich der Trainingsbetrieb im Fußball – unter Einhaltung gesetzlicher Vorgaben – wieder hochgefahren. Damit waren erstmals seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie wieder Kleingruppentrainings für alle Landesverbands-Vereine in Österreich möglich. Der Österreichische Fußballbund (ÖFB) hat gemeinsam mit den Landesverbänden folgende 11 Handlungsempfehlungen erarbeitet, die die Vereine bei der Wiederaufnahme des Trainingsbetriebs unterstützen sollen:

Foto: ÖFB

Von echten Mann gegen Mann-Duellen ist also noch keine Rede. Doch ist trotz all dieser Einschränkungen ein abwechslungsreiches und sinnvolles Training überhaupt möglich? Harald Panzl, Trainer der TSU Matrei, meint: „Ja, schon. Wir machen viele Ausdauer- und Koordinationseinheiten. Auch Passübungen sind dabei. Es ist besser als gar kein Training.“ Die Matreier und auch die anderen drei Osttiroler Vereine in der Unterliga West trainieren mittlerweile seit zwei Wochen.

Die Teilnahme am Training ist für die Spieler freiwillig, in Matrei sind derzeit dennoch fast alle Kicker dabei. Gleiches Bild beim URC Thal/Assling. „Vor allem die Kinder sind begeistert, dass sie wieder trainieren dürfen“, erzählt Sektionsleiter Michael Jungmann. Die Asslinger nutzten die letzten Monate, um die Haupttribüne in der Theurl-Arena in Schwung zu bringen. Um 130.000 Euro wurde mit finanzieller Hilfe der Gemeinde und des Landes Tirol eine neue Ausschank und eine Tribünenüberdachung errichtet.

In Assling wurde eine neue Tribünenüberdachung samt Ausschank errichtet. Foto: URC Thal/Assling

In der Kampfmannschaft mussten die Asslinger aber während der Coronakrise einen bitteren Abgang hinnehmen. Stürmer Dennis Kerniqi – auch „il Bomber“ genannt – hat sich dem Südtiroler Viertligisten ASC Georgen angeschlossen. In der abgelaufenen Saison war er mit sieben Treffern der torgefährlichste Spieler der Asslinger.

In Nußdorf-Debant trainiert die Kampfmannschaft mittlerweile unter ihrem neuen Trainer Markus Hanser. „Der gesamte Vorstand und vor allem die Spieler sind von ihm begeistert. Es kommen nahezu alle Kicker zu den Trainings, weil sie sich nun richtig beweisen wollen“, sagt Vereinsobmann Werner Idl. Ursprünglich war es sein Plan, im Herbst als Obmann abzutreten. Aufgrund der derzeitigen Situation werde er aber „wohl etwas länger bleiben.“

Die beiden Rapidler Dominic Girstmair und Patrick Eder.

Und auch im Dolomitenstadion rollt seit Anfang Juni wieder der Ball. Die Grün-Weißen standen auch am vergangenen Freitag im Regen auf dem Feld. Wir waren vor Ort und haben mit den beiden Kickern Patrick Eder und Dominic Girstmair über die neuen Trainingsregeln gesprochen:

Slideshow vom Rapid-Training:

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