Covid-19: Wieder drei Neuinfektionen in Kärnten

Frau aus dem Bezirk Spittal wurde routinemäßig vor einer Operation am BKH Lienz getestet.

Die Anzahl der von der Statistik erfassten Covid-19-Erkrankungen in Kärnten ist am Donnerstag auf 14 gestiegen. Drei neue Infektionen sind bei Tests festgestellt worden, wie der Landespressedienst mitteilte. Es handelt sich um zwei Frauen aus Klagenfurt bzw. dem Bezirk Spittal an der Drau und ein Kind aus dem Bezirk Wolfsberg. Das Kind war wegen Erkrankungen in der Familie bereits in Absonderung.

Mit dem Kind in Verbindung stehen vier weitere bereits bekannte Fälle, die in den vergangenen Tagen positiv getestet wurden. Die neue Patientin aus Klagenfurt dürfte sich im Ausland angesteckt haben. Die Infektion der Frau aus dem Bezirk Spittal an der Drau wurde entdeckt, als sie routinemäßig vor einer Operation am Krankenhaus Lienz getestet wurde.

Das Contact Tracing bei einem Infizierten aus dem Bezirk Klagenfurt-Land, der im Klinikum arbeitet, hat zu einem inzwischen bestätigten Verdachtsfall geführt: Es handelt sich hierbei um eine Mitarbeiterin der Anästhesiestation. Weitere Tests im Zuge des Contact Tracing blieben hier negativ. 15 Spitalsbedienstete, die in engem Kontakt mit der Frau standen, werden nun täglich vor Dienstantritt getestet, sie müssen durchgehend FFP2-Masken tragen und dürfen keine Öffis nutzen. Gefahr für Patienten habe zu keinem Zeitpunkt bestanden, betonte die Krankenhausführung.

Von den 14 aktuell in der Statistik erfassten Erkrankungsfällen in Kärnten befindet sich noch ein Patient in stationärer Behandlung. Ein bisher stationär betreuter Covid-19-Erkrankter konnte in häusliche Quarantäne entlassen werden.

Nach längerer Zeit mit wenigen Infizierten werden seit gut einer Woche nun in Kärnten wieder häufiger Neuinfektionen entdeckt. Das Contact Tracing durch die Gesundheitsbehörden laufe gut, betonte Gerd Kurath, der Leiter des Landespressediensts, auf APA-Anfrage. Falls die Fälle mehr und die Zusammenhänge komplexer werden sollten, werde man auf das Angebot der Polizei zur Unterstützung zurückkommen. Das sei aber nicht die einzige Möglichkeit. Auch die Ages verfüge über eine Einsatzgruppe, auf die man zurückgreifen könne, außerdem laufen über den Sommer Schulungen etwa für Rotkreuz-Mitarbeiter und Schulärzte – mit Blick auf den Herbst, für den ein Ansteigen der Infektionszahlen erwartet wird.

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