Mehrere Dutzend Menschen kamen zur Ausstellungseröffnung an die Grenze bei Arnbach. Fotos: Dolomitenstadt/Wagner

Mehrere Dutzend Menschen kamen zur Ausstellungseröffnung an die Grenze bei Arnbach. Fotos: Dolomitenstadt/Wagner

Säulen erinnern an 100 Jahre Staatsgrenze Winnebach

Grenzüberschreitendes Projekt der Gemeinden Sillian und Innichen wurde präsentiert.

Gemeinsam luden die Bürgermeister von San Candido/Innichen, Rosmarie Burgmann, und Sillian, Hermann Mitteregger, am Freitag, 3. Juli, zu einer Ausstellungseröffnung zur Grenzziehung vor 100 Jahren zwischen Osttirol und Südtirol.

(V.l.) Kuno Prey (Universität Bozen), Rosmarie Burgmann und Hermann Mitteregger.

Um von der Geschichte zu lernen, wie es einer der Initiatoren, Kuno Prey von der Freien Universität Bozen, bei der Präsentation nannte, wurden im Grenzareal bei Arnbach/Sillian drei Installationen aufgestellt.

Auf italienischem sowie auf österreichischem Staatsgebiet wurde unter dem Titel „GRENZE 1920-2020 CONFINE“ jeweils eine Säule errichtet, die an das Geschehene an diesem Ort erinnern sollen. Eine dritte Säule steht am Drauradweg.

So sehen die drei Säulen an der Grenze aus.

„Diese Grenze war schon aus unseren Köpfen verschwunden, hätte sie nicht eine weltweite Pandemie wieder sichtbar werden lassen“, betonte der Sillianer Bürgermeister Hermann Mitteregger. Ihm sei es wichtig, die Geschichte um die Grenzziehung mit Bildern und Symbolen ins Bewusstsein jener Menschen zu rücken, die tagtäglich diesen Grenzübergang passieren.

„Diese Ausstellung soll auch mahnen. Grenzen begleiten uns unser ganzes Leben lang in vielfältiger Weise. Zur Zeit der Grenzziehung war das Gebiet hier ein blühender Bereich. Heute – so ehrlich muss man sein – ist es keine Visitenkarte“, so Rosmarie Burgmann. Sie wünsche sich daher auch ein Gestaltungskonzept für „dieses Eingangsportal zu Südtirol.“ Aus diesem Grund versuche die Gemeinde Innichen derzeit, hier Grundstücke und Gebäude anzukaufen.

Johann Strasser betrieb früher einen Lebensmittelladen an der Grenze und weiß allerhand zu erzählen.

Dutzende Menschen wohnten der Ausstellungseröffnung bei. Einer von ihnen war Johann Strasser aus Winnebach, der hier früher Lebensmittel verkaufte. Im Audiointerview mit Dolomitenstadt.at erzählt er eine Geschichte von damals:

Slideshow:

Die Arbeit von
dolomitenstadt.at unterstützen

Liebe Leserinnen und Leser,

gerade in Krisenzeiten ist faktenorientierte und schnelle Information wichtig.
Wir arbeiten trotz Rückgang bei den Werbeeinnahmen mit großem Einsatz, um Sie bestmöglich – und kostenlos! – zu informieren.

Wenn Sie unsere journalistische Arbeit mit einem einmaligen Beitrag unterstützen möchten, haben Sie jetzt Gelegenheit dazu. Wir würden uns freuen!

Sie möchten dolomitenstadt.at unterstützen?

Ein Posting verfassen

Sie müssen angemeldet sein, um ein Posting zu verfassen.
Anmelden oder Registrieren