Rat auf Draht: Tipps zum Corona-Schulstart

Ängste nehmen und einen Rhythmus finden – so kann die Rückkehr zur „Normalität“ funktionieren.

Die Sommerferien neigen sich dem Ende zu und der Schulstart im Corona-Herbst steht bevor. Der Bildungsminister verspricht „Normalbetrieb“, doch „normal“ fühlt sich der Schulbeginn für viele Kinder und Jugendliche in diesem Jahr nicht an. „Der diesjährige Schulbeginn ist mit besonders vielen Unsicherheiten verbunden. Nach dem turbulenten Corona-Semester und neun Wochen Ferien gilt es nun, den familiären Alltag neu zu organisieren und zu einer neuen Stabilität zu finden“, sagt Birgit Satke, Leiterin von „Rat auf Draht“, einer Einrichtung des SOS Kinderdorf. „Eine gute Vorbereitung hilft, damit der Wiedereinstieg ins neue Schuljahr reibungslos klappt.“

Den Start in das neue Schuljahr trotz Coronamaßnahmen möglichst „normal“ gestalten – Rat auf Draht gibt Tipps, wie das funktioniert. Foto: iStock

Ängste nehmen

Die Verunsicherung bei Schülerinnen und Schülern im Corona-Herbst ist groß: Welche neuen Regeln gelten in der Schule? Was, wenn es zu neuerlichen Schulschließungen kommt? Reden Sie mit Ihrem Kind und versuchen Sie so weit wie möglich für Klarheit zu sorgen. Verfolgen Sie gemeinsam die Nachrichten und besprechen Sie die offiziellen Regelungen und Hygienemaßnahmen an der Schule. Machen Sie Ihrem Kind klar, dass offizielle Stellen für die Sicherheit in der Schule zuständig sind.

Positives Einstimmen

Stimmen Sie Ihr Kind positiv auf die Schule ein, indem Sie den Fokus auf die schönen Aspekte legen – zum Beispiel, Freunde und Freundinnen wiederzusehen und Interessantes zu lernen.
Die letzten Ferientage sollten dazu genutzt werden, nochmal einen Blick in die Hefte des vergangenen Schuljahres zu werfen. Gerade nach dem teils chaotischen letzten Semester machen sich Kinder Sorgen, nicht mehr mithalten zu können. Wer sich die wichtigsten Schwerpunkte in Erinnerung ruft, hat einen besseren Start und verhindert, gleich am Anfang den Anschluss zu verlieren oder sich überfordert zu fühlen.

Tagesrhythmus finden

Passen Sie den Tagesablauf Ihrer Familie langsam wieder an das Schulleben an. Achten Sie darauf, wie viel Schlaf Ihr Kind braucht, um in der Früh ausgeschlafen zu sein, und richten Sie die Bettgehenszeit danach aus. Für den Morgen sollte ausreichend Zeit eingeplant werden. Optimal ist ein gemeinsames Frühstück, bei dem der neue Tag besprochen werden kann.

Leistungsdruck vermeiden

Üben Sie keinen Erfolgsdruck auf Ihr Kind aus und loben Sie positive Leistungen. Eine längere Eingewöhnungsphase ist unter den gegebenen Umständen normal. Sollten Sie Schwierigkeiten bemerken, reden Sie mit Ihrem Kind darüber und bieten Sie Hilfe an. Auch ein Gespräch mit der Lehrerin oder dem Lehrer kann helfen, die schulischen Probleme des Kindes besser zu verstehen. Auf jeden Fall sollte Ihr Kind wissen, dass Sie als Elternteil hinter ihm stehen, unabhängig von Schulnoten.

Zeit für Erholung

Manche Kinder erledigen ihre Hausübung sofort wenn sie nach Hause kommen, andere brauchen erst eine Pause. Wichtig ist, dass genügend Zeit für Erholung bleibt. Kinder brauchen Zeit, um die Geschehnisse in der Schule zu verarbeiten und sich zu regenerieren. Achten Sie darauf, ob Ihr Kind direkt nach der Schule die nötige Energie und Konzentration für die Hausübung hat. Wenn es zu unruhig ist, klappt es nach ein bisschen Spielen und Abschalten vielleicht besser.

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