Hermagor: Spatenstich für Wildbachverbauung

13 Millionen Euro sind für Baumaßnahmen und ein Rückhaltebecken veranschlagt.

Die vermehrte Bodenversiegelung und Verdichtung von Flächen erfordert im Zusammenhang mit den immer häufiger auftretenden, intensiven Niederschlägen entsprechende Verbesserungsarbeiten beim Hochwasserschutz. Die Stadtgemeinde Hermagor-Pressegger See arbeitet seit mittlerweile zehn Jahren an einem Hochwasserschutzprojekt entlang der Gössering. Am vergangenen Freitag, 4. September, erfolgte der Spatenstich für die erste von drei Bauphasen, bei dem auch Bundesministerin Elisabeth Köstinger anwesend war.

„Hochwasserschäden können nie gänzlich vermieden werden, das haben die Unwetter der letzten Wochen in Kärnten wieder deutlich gemacht. Jährlich werden in Kärnten 150 Projekte mit einem Bauvolumen von 20 Millionen Euro zum Schutz der Bevölkerung umgesetzt. Unsere bereits fertiggestellten Maßnahmen haben sich bewährt und größere Schäden verhindert“, so die Ministerin.

Landesrat Martin Gruber, Bundesministerin Elisabeth Köstinger, Vize-Bgm. Leopold Astner, die Stadträte Irmgard Hartlieb und Hannes Burgstaller sowie Nationalratsabgeordneter Gabriel Obernosterer beim Spatenstich für das Hochwasserschutzprojekt. Foto: Stadtgemeinde Hermagor/Salcher

In den beiden Ortschaften St. Lorenzen und Jadersdorf sowie im Stadtgebiet von Hermagor werden Längsverbauungsmaßnahmen durchgeführt, um höhere Abflussmengen zu ermöglichen. In Hermagor sind die Bereiche vom Gösseringgraben bis zur Essl-Brücke sowie von der Bahnbrücke bis zur Mündung in die Gail von den Arbeiten betroffen. Hier wird es in Teilbereichen zu einer Erhöhung der Ufermauern und zu Dammbauten kommen, außerdem wird das Bachbett erweitert. Mit Verbauungsmaßnahmen am Priessnegger Bach soll auch die Hochwassersituation im Burger Moos verbessert werden.

Im Gitschtal wird ein Rückhaltebecken im Bereich der Wulzenbachmündung errichtet. Die Planungsarbeiten für den 500.000 Kubikmeter großen Retentionsraum sind noch nicht abgeschlossen. Zudem müsse man mit den betroffenen Grundeigentümern noch die finalen Verhandlungen führen, so der Vizebürgermeister von Hermagor, Leopold Astner: „Die Interessen der Landwirte sind hier besonders zu berücksichtigen. Ich bitte aber alle Grundeigentümer um Verständnis und guten Willen im Interesse der Sicherheit aller Bürger unserer beiden Gemeinden.“

Das Gesamtprojekt wird etwa 13 Millionen Euro kosten, ca. 47,5 Prozent davon werden vom Bundesministerium für Landwirtschaft und 40 Prozent vom Land Kärnten übernommen. Die restlichen Kosten werden von den Anrainergemeinden Hermagor-Pressegger See (90 Prozent) und Gitschtal (10 Prozent) zu finanzieren sein. Auch aufgrund der hohen Kosten werde sich dieses Projekt laut Astner über mehrere Jahre erstrecken.

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2 Postings bisher
Demian

Lustig, dass auf dem Bild nur ÖVP-Politiker abgebildet sind. Ich vermisse die restlichen TeilnehmerInnen wie Daniel Fellner (SPÖ) als zuständigen Landesrat für die Schutzwasserwirtschaft, LAbg Luca Burgstaller (SPÖ), Bürgermeister Siegfried Ronacher (SPÖ) und Christian Müller (FPÖ) sowie die Stadräte Ball (FPÖ) und Potocnik (SPÖ). Kann es sein, dass der Artikel der türkisen Marketing-Maschinerie entspringt? Sehr schade! Sehr einseitig!

    senf

    ... die wurden zuvor allesamt vorsichtshalber unter quarantäne gesetzt 😜 , das macht man heute strategisch so (und keiner merkt es)