(V.l.): LR Johannes Tratter, Alois Rathgeb (Geschäftsführer GemNova), Josef Außerlechner (Bgm Kartitsch), Matthias Scherer (Bgm Obertilliach), Manfred Lanzinger (Bgm Untertilliach), Johann Windbichler (Bgm Lesachtal) sowie Christian Härting (Tiroler Gemeindeverband). Foto: Land Tirol/Gratl

(V.l.): LR Johannes Tratter, Alois Rathgeb (Geschäftsführer GemNova), Josef Außerlechner (Bgm Kartitsch), Matthias Scherer (Bgm Obertilliach), Manfred Lanzinger (Bgm Untertilliach), Johann Windbichler (Bgm Lesachtal) sowie Christian Härting (Tiroler Gemeindeverband). Foto: Land Tirol/Gratl

Osttirol, Lesachtal: Vier Gemeinden holten GEKO-Preis

Kooperation zwischen Kartitsch, Obertilliach, Untertilliach und Lesachtal wurde ausgezeichnet.

Das Land Tirol und der Tiroler Gemeindeverband holen mit Unterstützung der GemNova Gemeinden vor den Vorhang, die besonders eng zusammenarbeiten und gemeinsam Projekte verwirklichen. Heute, Montag, wurde der Gemeindekooperationspreis – GEKO – 2020 offiziell verliehen. Das Projekt „Vier Gemeinden, ein Lebensraum“ der drei Osttiroler Gemeinden Kartitsch, Obertilliach und Untertilliach sowie der Kärntner Gemeinde Lesachtal holte sich den Sieg und das damit verbundene Preisgeld in Höhe von 8.000 Euro.

„Das Siegerprojekt ist ein Paradebeispiel dafür, was durch Kooperation – in diesem Fall sogar bundesländerübergreifend – möglich ist“, betonte Gemeindelandesrat Johannes Tratter. Christian Härting, Vizepräsident des Tiroler Gemeindeverbandes, ergänzte: „Eine gemeinsame Marke entwickeln, die Zusammenarbeit der Schulen und Kindergärten forcieren sowie Maßnahmen für eine verbesserte Mobilität umsetzen – das Siegerprojekt besticht vor allem durch seine Vielfältigkeit.“

Das Siegerprojekt wurde durch eine Fachjury sowie über ein Online-Voting, bei dem über 27.000 Stimmen abgegeben wurden, ermittelt. „Wir freuen uns über die Anerkennung und werden unseren gemeinsamen Weg auch künftig fortsetzen“, so die Bürgermeister der erfolgreichen Gemeinden Josef Außerlechner (Kartitsch), Matthias Scherer (Obertilliach), Manfred Lanzinger (Untertilliach) und Johann Windbichler(Lesachtal).


1. Platz: Vier Gemeinden I Ein Lebensraum

Die Gemeinden des Kärntner Lesachtales und Tiroler Gailtales Kartitsch, Lesachtal, Obertilliach und Untertilliach haben beschlossen, ihre Stärken zu bündeln. Unter Einbindung der Bevölkerung wurde im Sommer 2019 ein umfangreicher Maßnahmenplan mit über 50 Projekten ausgearbeitet. In den nächsten Jahren sollen diese umgesetzt werden. Ziel: Einen gemeinsamen Lebensraum mit bestmöglichen Lebensbedingungen schaffen.

2. Platz: Stubai united

Mit dem Projekt „Stubai United“ haben die fünf Stubaier Gemeinden Fulpmes, Mieders, Neustift, Schönberg und Telfes im Jahr 2017 unter dem Motto „Stubai – unser Weg in die Zukunft!“ damit begonnen, einen Regionalentwicklungsprozess für das Stubaital zu entwickeln. Mehrere Maßnahmen, beispielsweise der gemeinsame Fußballverein FC Stubai sowie eine Mitfahrbörse zur Reduzierung des Pendlerverkehrs, wurden bereits umgesetzt.

3. Platz: Klima- und Energiemodellregion Alpbach

Die Gemeinden Alpbach, Brixlegg, Kramsach und Reith im Alpbachtal haben sich Anfang 2019 zur Klima- und Energiemodellregion Alpbachtal zusammengeschlossen. Gemeinsam wird ein Ziel verfolgt: Zu 100 Prozent saubere Energiegewinnung aus Sonne, Wind, Wasser und Bioenergie aus der Region. Einige Projekte – beispielsweise das eCarsharing-Angebot „floMOBIL“ – wurden bereits realisiert.

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