Zwei Unfälle im Mölltal endeten tödlich

70-Jähriger Kärntner stürzte in Felsrinne, Forstarbeiter starb auf der Wangenitzalm.

Ein 70-jähriger Mann aus Rangersdorf brach am vergangenen Sonntag, 13. September, von der Stieflberger Hütte im Gemeindegebiet von Stall im Mölltal zu einer Wanderung zum sogenannten Materle bei Rangersdorf auf. Da er am Montag nicht zur Arbeit erschien und auch sonst nirgendwo auffindbar war, erstattete sein Sohn Abgängigkeitsanzeige.

Laut Polizeibericht wurde umgehend eine alpine Suche gestartet. Die Einsatzkräfte konzentrierten sich bei der Suche auf den hochalpinen Bereich zwischen Martischnigspitze und Hoher Leitenkopf, da sich der vermisste Bergsteiger auf der Martischnigspitze ins Gipfelbuch eingetragen hatte. Nach einer schwierigen Suche im Gratbereich wurde der Vermisste gestern, Dienstag, gegen 11:10 Uhr von der Besatzung des Polizeihubschraubers Libelle in einer Felsrinne tot aufgefunden.

Er dürfte vermutlich am Sonntag in den frühen Nachmittagsstunden unterhalb des Gipfel Hochnase (Rangersdorf) im steilen und unwegsamen Gelände ausgerutscht und ca. 150 Meter in die Felsrinne abgestürzt sein. Der Leichnam wurde mittels Seil geborgen und ins Tal geflogen. Insgesamt beteiligten sich 35 Einsatzkräfte mit 12 Hunden an der Suchaktion.

Rumänischer Forstarbeiter stirbt bei Holzarbeiten

Ein weiterer tödlicher Unfall ereignete sich am Dienstag, 15. September, auf der Wangenitzalm (1.530 Meter) im Gemeindegebiet von Mörtschach. Ein 33-jähriger, rumänischer Forstarbeiter war dort gegen 10:30 Uhr mit Forstarbeiten beschäftigt, als sich aus bisher ungeklärter Ursache zwei abwärts beförderte Holzstämme verkeilten. Wie die Polizei mitteilt, löste sich nach derzeitigem Ermittlungsstand ein Stamm von der Seilwinde und traf den 33-Jährigen tödlich. Ein Arbeitskollege fand ihn kurze Zeit später und alarmierte die Einsatzkräfte, die bei ihrem Eintreffen nur noch den Tod feststellen konnten.

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