Georg Egger mit Tochter Maria und Sohn Albin Egger-Lienz. Alle Fotos: Museum Schloss Bruck/TAP

Georg Egger mit Tochter Maria und Sohn Albin Egger-Lienz. Alle Fotos: Museum Schloss Bruck/TAP

Zwei starke Frauen auf Schloss Bruck im Fokus

Der Kulturherbst bietet Sonntagsmatineen im Zeichen der Familie Egger-Lienz.

„Hinter jedem erfolgreichen Mann steht eine starke Frau“, meint der Volksmund. Die Matineen im Kulturherbst auf Schloss Bruck holen nun zwei dieser Frauen, die schon früh ihre Unabhängigkeit lebten und für sich selbst standen, auf die Bühne: Ila Egger-Lienz und ihre Tante Maria. Im Mittelpunkt des Ausstellungsjahres und damit auch des Kulturherbstes steht heuer der private Egger-Lienz.

Eine starke Frau im Fokus

Am kommenden Sonntag, 11. Oktober, steht im Rahmen eines unterhaltsamen Vormittags mit der starken, lebenslustigen und kreativen Ila Egger-Lienz auf Schloss Bruck „eine starke Frau im Fokus.“ Die jüngste Tochter des Malers Albin Egger-Lienz lebte zwar nur wenige Jahre lang in Lienz, blieb aber der Stadt, die ihrem Vater den Namen gab, ein Leben lang verbunden. Für viele bleibt sie in erster Linie die Tochter, die viele noch im hohen Alter kennenlernen konnten.

Ila Egger-Lienz ist Albins jüngste Tochter. Nur wenige Jahre lang lebte sie in Lienz, blieb der Stadt aber verbunden.

„Ila war viel mehr, sie war eine emanzipierte Frau, deren interessantes Leben sich nicht so einfach erzählen lässt“, erzählt etwa Roland Sila, der vor einigen Jahren ihr Lienzer Wintertagebuch zum Kriegende herausgebracht hat.

Sila, der die Bibliothek des Ferdinandeums in Innsbruck leitet, versucht diesen spannenden Charakter etwas greifbarer zu machen. Er hat Ila zwar nie persönlich kennengelernt, die vielen Materialien, die Ila aber im Tiroler Landesmuseum und im Turmmuseum Oetz hinterlassen hat, erleichtern einen Zugang anhand authentischer Quellen. Die Matinee beginnt um 11:00 Uhr.

Hinter der Kamera: Georg und Maria Egger

Martin Kofler, Leiter des Tiroler Archivs für photographische Kunst und Dokumentation in Lienz, rückt eine Woche später am Sonntag, 18. Oktober, zwei Menschen in das Rampenlicht, die meist nur hinter der Kamera zu finden waren: Albins Vater Georg und seine Schwester Maria. Georg war nicht nur selbst künstlerisch tätig und Wegbereiter für das kaum fassbare Talent seines Sohnes Albin.

Georg Egger kann mit Fug und Recht als Pionier der Fotografie in Tirol bezeichnet werden. Ihm folgte nicht einer seiner Söhne, sondern Tochter Maria als Fotografin und Geschäftsführerin nach.

Maria Egger folgte ihrem Vater Georg als Fotografin und Geschäftsführerin nach.

„Dass nach Georgs Tod Maria das Atelier in der Schweizergasse weiterführte, ist vor allem deshalb in Vergessenheit geraten, weil Maria mit ihren tausenden Fotografien weiterhin unter „G. Egger“ bzw. „Egger“ zeichnete“, erzählt Kofler, der viele ihrer Aufnahmen archivierte und bearbeitete. Viele dieser Arbeiten finden sich in den privaten Fotoalben der Osttiroler und zeigen persönliche Einblicke in viele Familien. Was von Maria selbst erhalten geblieben ist, steht im Mittelpunkt des Lichtbildvortrages auf Schloss Bruck.


Beide Matineen werden im Rittersaal von Schloss Bruck abgehalten. Achtung: Eine Voranmeldung ist unter museum@stadt-lienz.at bzw. +43 4852 62580 83 erforderlich. Der Eintrittspreis beträgt jeweils 6,50 Euro pro Person (inkl. Eintritt in das Museum Schloss Bruck).

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