Blanik mit Landtagsanfrage zur Gastro-Sperrstunde

Gäste wandern nach Oberkärnten ab. Reduzierte Gastgarten-Gebühren in Lienz.

Die Lienzer Bürgermeisterin Elisabeth Blanik kündigte für die morgige Landtagssitzung in Innsbruck eine Anfrage zur Gastro-Sperrstunde um 22:00 Uhr an. Zuvor startete bereits die Junge Generation der Lienzer Sozialdemokraten eine Petition mit dem Ziel, für Osttirol aufgrund der aktuellen Coronazahlen eine Ausnahme bei der Sperrstundenregelung zu erreichen.

„Mittlerweile halten wir bei rund 1.800 Unterschriften und erwarten, dass wir bis zum Ende der Woche die 2.000er-Marke knacken werden“, so Blanik. Die Petition wandert dann an den Petitionsausschuss des Landes, wo das Anliegen behandelt und die weitere Vorgehensweise festgelegt wird.

Bürgermeisterin Elisabeth Blanik macht die Sperrstundenregelung und deren Auswirkungen auf Osttirol im Landtag zum Thema. Foto: Dolomitenstadt/Wagner

Die vorverlegte Sperrstunde würde laut Blanik in der Dolomitenstadt auch dazu führen, dass Nachtschwärmer den Innenstadtbeisln den Rücken kehren und auf die Oberkärntner Lokale ausweichen, wo noch bis 01:00 konsumiert werden darf: „Normalerweise war es umgekehrt. Es gibt wegen dieser Gegenbewegung mittlerweile Taxi-Probleme. Leute, die in Lienz gegen 22:00 Uhr ein Taxi rufen wollen haben meistens Pech, weil die Fahrzeuge in Oberkärnten unterwegs sind.“

Zu dieser Erkenntnis sei man in der Stadt im Zuge einer Anfrage an die örtlichen Taxiunternehmen gelangt, die wiederum betont hätten, mit voller Besatzung zu agieren. Blanik verwies auch auf die Auswirkungen auf die Osttiroler Gastronomie.

Letztere unterstützt die Stadt Lienz im kommenden Jahr mit einer reduzierten Gebührenvorschreibung für die Gastgärten. So müssen die Gastronomen im kommenden Sommer für drei Monate zahlen, bisher wurden die Gebühren für ein halbes Jahr eingehoben. Im Winter fallen für Gastgärten in Lienz ohnehin keine Gebühren an. Laut der Bürgermeisterin planen heuer einige Gastronomen auch für die kalten Monate Betrieb im Freien.

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8 Postings bisher
Lz

Eine Anfrage ist zu wenig! Wäre es Rendi Wagner gewesen hätte Sie ein Mrd Beihilfe für die Nachtgastronomie gefordert. Eventuell wären dann ein paar 100000 so wären es nur verlorene Worte.

arth

Ja wenn das so ist scrat, dann haben wir ja Glück, dass die nächste Sitzung nicht erst in 2 Monaten stattfindet. Da muss man halt warten....und nix sagen und ja nicht meckern, ja da muss man halt warten um einbringen zu dürfen. Wieviele Ihrer steigenden Zahlen sind in ärztlicher Behandlung? Wieviele Ihrer Zalen sind ansteckend? Sie wissen ja so viel, also ich lass mich gerne belehren.

    S-c-r-AT

    Das ist das Los der Opposition, so funktioniert Politik.

    Ich stelle Ihnen die Fragen umgekehrt: Wie viele der heutigen Fälle werden in 2 Wochen in Behandlung sein? Wie viele der Fälle sind derzeit NICHT ansteckend? Sie erkennen wahrscheinlich selber die Sinnlosigkeit Ihrer Fragen an mich.

    Rechnen Sie mal nach, wie viele Fälle wir derzeit hochgerechnet auf 100000 im Bezirk haben. Dann schauen Sie sich bitte die Ampel-Richtlinien an. Sie werden sehen: grün ist ohnehin Geschichte und somit jede Anfrage von Frau Blanik und Co hinfällig.

      senf

      ... und auch die kostenintesiven und nutzlosen werbeaktivitäten des herrn FT in deutschland, die dort für das 10. bundesland "osttirol" a u s g e r o l l t wurden. 😝

W.Steiner

Habe schon im Frühsommer um Verlegung in den Wirkungsbereich Oberkärntner Tourismusverbände angesucht - leider abgelehnt. Vom Land ;-)

le corbusier

Wie schaut´s denn hetz eigentlich aus? Am Freitag sind die 3 Wochen um. Wird die ganze Sperrstund Gschicht verlängert oder läuft das von selbst aus?

arth

Muss man jetzt schon auf eine Landtagssitzung warten um als Bittsteller Gehör zu bekommen? Was ist denn da los? Blanik hätte als "rote" Chefin von Lienz die Möglichkeit mit Unterstützung der Gastro und vielen anderen Geschädigten egal welchem politischem Spektrum angehörig, dem Herrn Platter die Meinung zu sagen(schreien) und auf ihn einzuwirken. Aber was solls... einfacher ist es die Wirte zu schikanieren, eine Gebühr nach der anderen aufs Aug zu drücken. Hoffnungslose Drückeberger.

    S-c-r-AT

    Bschlüsse und Anträge werden eben in Sitzungen gefasst/eingebracht. Ganz normales Prozedere. Da hilft auch kein Schreien.

    Außerdem: Gauben Sie tatsächlich, dass sich hier in Osttirol etwas ändert? Immerhin steigen unsere Fallzahlen inzwischen auch.