UCI-Downhill: Starker WM-Auftritt von Gabriel Wibmer

Der Osttiroler trotzte den schwierigen Bedingungen und fuhr in die Top-Ten.

Osttirols Mountainbike-Talent Gabriel Wibmer startete am vergangenen Wochenende bei der UCI Downhill Junioren-Weltmeisterschaft in Leogang. Los ging es in der Salzburger Gemeinde am Mittwoch mit dem Trackwalk, bei dem sich die Athleten den Kurs einprägen konnten. Schon zu diesem Zeitpunkt wusste Gabriel, dass dieser Ritt kein einfacher wird: „Der Kurs war hart abgesteckt, eigentlich die verrückteste Strecke, die ich je gefahren bin.“

Nicht nur die Kurssetzung war hart, auch die Corona-Bestimmungen der Veranstalter ließen wenig Spielraum zu. „Wir mussten alle einen negativen Test abliefern und durften die Maske eigentlich nur während der Fahrt auf dem Bike abnehmen. Es gab keine Zuschauer, überall war es ruhig. Wegen der Bestimmungen durfte auch mein Papa nicht an die Strecke, das war schade“, erzählt Gabriel.

Nach einem Trainingstag kam es am Freitag zur Qualifikation für das große Finale, die der Osttiroler und 59 seiner Konkurrenten meisterten. Der große Showdown stieg am Sonntag bei miserablem Wetter: „Als ich ins Rennen ging, schneite es. Die Strecke war rutschig und extrem anspruchsvoll. Während der Fahrt musste ich permanent meine Brille putzen.“

Durch Schnee und Schlamm kämpfte sich Gabriel Wibmer bei der Junioren-WM in Leogang ins Ziel. Foto: EXPA/JFK

Im Ziel angekommen, konnte Gabriel seine Zeit von 04:25 Minuten kaum einschätzen. Das Ziel bestand bei diesen Verhältnissen ohnehin darin, heil unten anzukommen. Viele Welt-Athleten wurden vom tückischen Track abgeworfen. „Ich bin aufgrund der Verhältnisse nicht volles Risiko gegangen. Ich habe vor allem oben mehr taktiert und es ruhiger angehen lassen“, schildert Gabriel.

Seine Taktik hat sich bewährt. Der Osttiroler landete er auf dem zehnten Platz und war auch der einzige Österreicher in den Top-Ten. „Es war ja das größte Rennen für mich bisher und daher freut mich die Platzierung ungemein. So gesehen sind nur noch neun Leute auf der Welt schneller als ich“, grinst das Bike-Talent.

Auch Johannes Wibmer zeigt auf

Gabriels Cousin Johannes – der Motocross-Vizestaatsmeister von 2019 – freute sich über eine weitere gelungene Saison auf zwei Rädern. Zu Beginn des Jahres wechselte das Nachwuchstalent von der 85ccm- in die 125ccm-Klasse. Trotz des Umstiegs und erschwerten Trainingsbedingungen aufgrund der Corona-Situation platzierte sich Johannes bereits beim ersten Rennen in Fresach im Spitzenfeld, wenig später entschied er die Oberösterreichischen Meisterschaften im August für sich.

Motocross-Talent Johannes Wibmer war in der vergangenen Saison ein echter Überflieger. Foto: Wibmer

Die größte Challenge des Jahres war jedoch der Auner-Cup – eine Motocross-Rennserie aus insgesamt vier Bewerben. Beim Finale fuhr der junge Kalser souverän zum Tagessieg und beendete die Aunercup-Meisterschaft in der Juniorenklasse als Vizemeister. Der 16-Jährige ließ auch in der Jahres-Gesamtwertung viele routinierte Fahrer hinter sich und wurde Dritter.

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