Tirol stellt Arbeitslose für Contact Tracing ein

In den vergangenen Monaten hat das Land Tirol das Personal zur Pandemiebekämpfung im Corona-Zentrum, den Bezirkshauptmannschaften und der Leitstelle Tirol aufgestockt. Nun gibt es auch für das in diesen Wochen besonders beanspruchte Contact Tracing personelle Verstärkung. Wie das Land am Donnerstag mitteilt, werden bis zu 30 Personen, die aktuell beim AMS arbeitslos gemeldet sind, für ein Jahr befristet in den Landesdienst übernommen. Sie sollen die Mitarbeiter der jeweiligen BH bei der Nachverfolgung von Kontaktpersonen unterstützen. Geeignete Bewerber werden vom AMS je nach Bedarf in den Tiroler Bezirken vermittelt und vor Ort eingeschult.

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10 Postings bisher
karlheinz

Betreffend Kontakt Tracing wäre interessant zu wissen wieviele Personen sich in Gastlokalen infiziert haben. Die Rückverfolgung dort dürfte wohl nicht allzu schwer sein da sich die Gäste dort zu registrieren hatten. War diese Verordung eine Bruchlandung ? So sieht es jedenfalls aus ! Ich kenne niemanden oder hörte von niemanden dass sich jemand in einem Gastlokal infiziert hat. Vielleicht gibt es doch einíge Ausnahmen ? Diesbezüglich wird man wohl von keinem eine Antwort bekommen.

    S-c-r-AT

    Theoretisch könnten mehr als 75% aller Neuinfektionen in Gaststätten, Öffis oder Schulen stattfinden. Diese 75% sind nämlich nicht mehr nachverfolgbar, somit kann eine Übertragung an oben genannten Orten nicht ausgeschlossen werden.

    Lavendula

    Wer weiss wieviele Angaben korrekt gemacht wurden? Max Mustermann ist ein gutes Beispiel.

      Omo

      Ich war Donald Trump und sicher nicht der Einzige!:-)

Pfauenauge

Wenn die Angaben über eine mögliche Ansteckung lt. Stopp-Corona-App bei "länger als 15 Minuten in engerem Abstand" verlässlich wären, dann gebe es schon mal ein Kriterium, welche Sozialkontakte erfasst werden sollten. Wenn diese Erfassung dann auch noch kommuniziert wird, dann würde schon einem wichtigen Aspekt der Datenschutzbestimmungen entsprochen. Natürlich können diese Daten nach der empfohlenen Frist wieder gelöscht werden. Aber im Falle einer Infektion könnte das Contact-Tracing unterstützt werden.

Pfauenauge

Wie wäre es, wenn jeder/jede eine eigene Contact-Tracing-Liste führen würde. Es kann ja wirklich nicht so schwierig sein, die Kontakte auch selbst zu erfassen, sozusagen eine tägliche Liste zu erstellen. Der personelle Aufwand der Contact-Tracing könnte reduziert wären und ein weiterer Vorteil wäre, dass die "Infektionswege" schneller und leichter zu erfassen wären. Es müsste eigentlich im eigenen Interesse sein, weitere Infektionen zu verhindern, bzw. dass unverzüglich die erforderlichen Maßnahmen eingeleitet werden können. Wer HEUTE die Pandemie begatellisiert, für den oder dessen Angehörigen kann MORGEN schon keine Behandlung mehr auf der Intensivstation möglich sein. Wer geht auch schon bei ROT über die Kreuzung, ohne auf den fahrenden Verkehr zu achten.

    nikolaus

    Dazu müsste man konkret wissen, ab welcher Zeitspanne eine mögliche Ansteckung wahrscheinlich wird. Manche Leute hüpfen vom Poetensteig in den Wald, wenn ihnen jemand entgegenkommt. Lt. Stopp-Corona-App beginnt die Gefährdung, wenn man sich "länger als 15 Minuten in engerem Abstand" (wie eng, wird nicht verraten) zu einem anderen Mobiltelefon befindet. Genauere Definitionen habe ich noch nicht entdeckt. Je nach Anzahl von Sozialkontakten würden hier manche allerdings bald schon Bücher voll Namen haben ... Aber der Datenschutz wäre natürlich perfekt umgesetzt!

Edi1913

jedenfalls besser als Polizisten das (Herumtelefonieren) machen zu lassen, wie von Karl N. vorgeschlagen. Die haben wirklich anderes zu tun.

rebuh

warum gleich für ein jahr, scheint zu funktionieren wie bei den flüchtlingsunterkünften auf jahre mietverträge abschließen und dann leer stehenlassen. naja eben politiker und beamte!

    steuerzahler

    Warum nicht für ein Jahr? Geld bekommen sie sowieso und wenn sich jemand bewährt, könnte er nach dem Jahr oder schon früher in einen anderen Bereich übernommen werden. Sieh es als Chance...