Bildungsscreening in Kärnten betrifft 10.000 Menschen

Bezirksbehörden sollen weitere Contact Tracer als freie Dienstnehmer aufnehmen.

Das Bildungsscreening als Teil von Corona-Massentestungen am 5. und 6. Dezember wird in Kärnten mehr als 10.000 Personen – vor allem Lehrer und Kinderbetreuer – betreffen. Die Massentests wurden am Montag im Corona-Koordinationsgremium der Landesregierung diskutiert. Nun fordert man die Bundesregierung auf, eine Gesamt-Teststrategie vorzulegen, die österreichweit einheitlich Verdachtsfalltestung und sämtliche Screenings enthält.

Unabhängig davon wird in Kärnten überlegt, zu den Tests des Bildungspersonals weitere Bereiche hinzuzunehmen. Bei der Polizei wären in Kärnten 2.500 Personen zu testen.

Wie Gerd Kurath vom Landespressedienst am Montag sagte, soll das Contact Tracing weiter ausgebaut werden. Aktuell gibt es in Kärnten etwas mehr als 300 Contact Tracer. Als freie Dienstnehmer sollen die Bezirksbehörden weitere aufnehmen – am Ende sollen 400 Contact Tracer Infektionsketten nachverfolgen. Eine Auswertung vom Wochenende habe ergeben, dass in Kärnten momentan 40 Prozent der Infektionen nachverfolgbar sind.

Wegen mehrerer Anzeigen und hoher Infektionszahlen im Metnitztal (Bezirk St. Veit an der Glan) ermittelt dort die Polizei. 130 Corona-Positive gibt es laut Landespressedienst momentan im Tal, es waren mehr, einige gelten schon wieder als genesen. Es werde abgeklärt, ob es Verstöße gegen Covid-Maßnahmen gegeben habe, bestätigte ein Polizeisprecher auf APA-Anfrage entsprechende Medienberichte. Ermittelt wird unter anderem gegen zwei 60er-Jubilare, die Ende Oktober mit je 30 bis 40 Gästen gefeiert hatten – einer von ihnen ein Kommunalpolitiker. Zudem wird geprüft, ob die Gemeinde Verantwortung für einen Markt, der am 8. November stattgefunden hat, trage. Ob bei den Veranstaltungen tatsächlich Menschen infiziert wurden, sei noch unklar. Angesichts der Berichte gingen bei der Polizei nun neue Anzeigen zu anderen Feiern, die angeblich stattgefunden hatten, ein.

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