(um)welttage: Warum nachhaltige Landnutzung?

Der Umweltring Pustertal organisierte ein Online-Infowochenende. Videos zum Nachschauen.

Die heurigen (um)welttage des Umweltrings Pustertal mit dem Thema „Biodiversität und nachhaltige Landnutzung“ fanden nicht in herkömmlicher und gewohnter Form im Kongresshaus Olang statt. Den aktuellen Erfordernissen rund um das Corona-Virus entsprechend, wurden die Vorträge per Livestreaming direkt in die Wohn- und Arbeitszimmer der Interessierten gebracht. Dadurch war und ist die Veranstaltung erstmalig einer breiten Masse, weit über Olang hinaus, zugänglich. Wer einen oder mehrere Vorträge verpasst hat, oder diese nochmals vertiefend ansehen möchte, der findet auf Facebook die Videos zur Veranstaltung.

Von Donnerstag, 19. November, bis Samstag, 21. November, referierten Experten im Bereich der nachhaltigen Landnutzung zu verschiedenen Themen. Den Auftakt machte Martin Weinländer, Experte im Bereich der Gewässerökologie. Er zeigte Gründe für das Artensterben in Gewässern auf, das vorwiegend von Menschen verursacht wird. Ihm gelang darüber hinaus ein bildreicher Einblick in die vielfältige Lebenswelt im und am Wasser. Wussten Sie zum Beispiel, dass es auch bei uns heimische Muscheln und Krebse gibt? Oder dass durch den Unterdruck, der beim Überfahren mit einem Auto erzeugt wird, die inneren Organe beim Frosch platzen?

Am Freitag, 20. November, führte Evelyn Brunner, Moderatorin der heurigen (um)welttage ein Interview mit Wolfgang Moritzer, Architekt sowie Natur- und Landschaftsfotograf aus Osttirol.

Zum Thema „Renaturierung von Ökosystemen im Dienste einer starken Nachhaltigkeit“ referierte Stefan Zerbe von der Freien Universität Bozen und Helmut Burtscher-Schaden, Biochemiker bei Global 2000, hielt am darauffolgenden Abend einen Vortrag zum Einsatz von Pestiziden unter dem Titel „Pestizide – Auslaufmodell oder unverzichtbarer Bestandteil einer modernen Landwirtschaft?“.

Wie Lösungsmodelle für eine nachhaltige Landnutzung aussehen können, präsentierten der Osttiroler Sepp Brunner, der Bio-Milchbauer Alexander Aghetle und der Obmann des Vereines „Arche Austria“ Thomas Stubenreiter.


Der Verein „Umweltring Pustertal“ wurde im Sommer 2020 neu gegründet und stellt eine Plattform für Umweltanliegen dar. Gemeinsam sollen nicht nur Missstände, sondern auch alternative Wege aufgezeigt werden.

Die Arbeit von
dolomitenstadt.at unterstützen

Liebe Leserinnen und Leser,

gerade in Krisenzeiten ist faktenorientierte und schnelle Information wichtig.
Wir arbeiten trotz Rückgang bei den Werbeeinnahmen mit großem Einsatz, um Sie bestmöglich – und kostenlos! – zu informieren.

Wenn Sie unsere journalistische Arbeit mit einem einmaligen Beitrag unterstützen möchten, haben Sie jetzt Gelegenheit dazu. Wir würden uns freuen!

Sie möchten dolomitenstadt.at unterstützen?

Ein Posting verfassen

Sie müssen angemeldet sein, um ein Posting zu verfassen.
Anmelden oder Registrieren

7 Postings bisher
neutral

Lieber senf, Wen meinst du denn mit "wir" ? Die Leser bilden sich schon selbst eine Meinung!

wolf_c

hagel.at: Verbaute Agrarfläche in Österreich seit 1. Jänner 2020 66.151.937 m2 oder 330 Bauernhöfe Schützen wir unseren einzigartigen Lebensraum Initiative Bodenverbrauch

Täglich gehen in Österreich im Durchschnitt der letzten 10 Jahre rund 20 Hektar wertvolle Agrarflächen verloren. Das entspricht einer Größe von 30 Fußballfeldern. Setzt sich diese Entwicklung fort, gibt es in 200 Jahren keine Agrarflächen für die heimische Lebensmittelproduktion mehr.

    senf

    wenn man selbst im glashaus sitzt, sollte man nicht mit steinen nach anderen werfen.

wolf_c

genau, dem frosch(oder auch igel usw ...)ist es egal ob er von einem e-auto oder stinker-suv überfahren wird, nachhaltige landnutzung bedeutet in unserem talboden für die verantwortlichen vor allem parkplatz- und strassenbau, das ist am wichtigsten.

    senf

    du taugst dir wohl selber am besten, drum behalt deine dummen kommentare für dich, wir sind nicht neugierig darauf. übigens: was rätst denn einen klienten bei der touristischen vermarktung von osttirol, etwa wohl dass es hier lauter deppen gibt? grüsse!

      anton2009

      @senf: Sie können Ihre Kommentare auch besser für sich behalten!

    senf

    dem frosch ist es auch egal, ob du ihn überfährst oder ein anderer!