Aufruf zur Vorsicht bei Touren in Skigebieten

Alpenverein, Seilbahnen und Land warnen: „Pisten bis zur Liftöffnung nicht gesichert!“

Der Alpenverein, die Seilbahnwirtschaft und das Land Tirol rufen zu Vorsicht bei Touren in Skigebieten auf. „Bis zum voraussichtlichen Beginn des Skibetriebs am 24. Dezember sind Pistentouren vom Gefährdungspotenzial her Skitouren im freien Gelände gleichzusetzen. Das bedeutet, dass die Benützung der Pisten auf eigene Gefahr erfolgt, Gefahrenstellen nicht abgesichert sind und Lawinen wie im freien Gelände abgehen können“, betonen Sportlandesrat Josef Geisler, Seilbahnwirtschaftsobmann Franz Hörl und Alpenvereinspräsident Andreas Ermacora unisono.

Man dürfe sich nicht in falscher Sicherheit wiegen, weil man in einem Skigebiet unterwegs sei. So gilt es, auch bei vermeintlichen Pistentouren die aktuelle Lawinensituation genau zu beobachten.

Bis zur Liftöffnung sind Tirols Pisten nicht gesichert, Lawinen könnten laut Alpenverein wie im freien Gelände abgehen. Foto: EXPA/Feichter

Gesperrte Piste bedeutet Lebensgefahr

Die Seilbahnbetreiber müssen trotz geschlossener Lifte die Pisten für die Eröffnung an Weihnachten vorbereiten. Finden Präparierungsarbeiten statt, so werden die Pisten dafür wie bei normalem Skibetrieb gesperrt, Warnhinweise aufgestellt und Absicherungen angebracht. „Diesen Warnhinweisen ist unbedingt Folge zu leisten. Bei einer Pistensperre besteht Lebensgefahr, etwa durch Pistenraupen und Seilwinden oder auch durch Lawinensprengungen“, appelliert Andreas Ermacora an Sportbegeisterte und betont: „Besonders in Zeiten wie diesen leistet sportliche Betätigung einen unschätzbaren Beitrag zur körperlichen und mentalen Gesundheit. Gerade am Wochenende sollen, wenn möglich, keine Präparierungsarbeiten auf Pisten stattfinden.“

Welche Gefahren auf gesperrten Pisten lauern, soll ein Videoclip des Landes verdeutlichen, der am Freitag veröffentlicht wird. „Wir haben uns vehement dafür eingesetzt, dass Einzelsportarten im Freien möglich sind. Gleichzeitig bitten wir eindringlich darum, bei allen sportlichen Aktivtäten äußerst verantwortungsvoll zu sein“, erklärt Geisler.

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6 Postings bisher
genaugenommen

es gibt keine geöffnete aufstiegshilfe, also auch keine piste. diese sogenannten pisten sind verschneite hänge die von schifahren auf eigen gefahr benutzt werden. wann hört diese bevormundung der bevölkerung auf?

    Edi1913

    es rennt halt leider auch umgekehrt. Die Betreiber sperren, weil sie Angst vor den Klägern haben, die Schmerzensgeld herausschinden wollen.

    Zuschauer

    oh Mann. Den Aluhelm auf? Sinnloser Beitrag.....

dobui

Mir ist diese Vorgehensweise zu schwammig. Der Sportlandesrat weiß, dass Skitouren boomen. Er weiß auch, dass die Leute bei diesen Schneemengen raus wollen. Warum hat man sich nicht mit den Betreibern der Skigebiete an einen Tisch gesetzt, und einen Plan ausgearbeitet. Man hätte an jedem Wochentag eine Route für die Skitourengeher zur Verfügung stellen können und diese sicher gestalten können (Jeden Tag ein anderes Skigebiet). Und für all das gibt's eine schöne Förderung für die Unternehmen. Jetzt gibt's kein Konzept und die Skitourengeher sind überall und unkoordiniert. Schade - wird wohl wieder Tote geben.

    wolfgangwien

    Skitourengeher die eine Piste brauchen sind keine Tourengeher! Das sind Pistengeher!

    Fam A

    @dobui......Ein gesicherter Aufstieg würde nicht viel bringen, da leider viele über ungesicherte Strecken, auf der Suche nach dem besten "Powder", abfahren wollen und damit sich und andere in Gefahr bringen würden. 🤷‍♂️

    @wolfgangwien....Es gibt viele "Tourengeher", die, wenn sie alleine unterwegs sind, lieber über eine gesicherte Piste gehen. Es nützt die beste Ausrüstung nichts, wenn man alleine im Gelände unterwegs ist.