Wintertraum: Der Hochstein in Lienz. Die Lifte stehen, die Gastbetriebe sind geschlossen, doch Tiefschnee lockt die Tourengeher. Foto: Fru

Wintertraum: Der Hochstein in Lienz. Die Lifte stehen, die Gastbetriebe sind geschlossen, doch Tiefschnee lockt die Tourengeher. Foto: Fru

Tirol Werbung optimistisch für Wintersaison

Studien zeigen jedoch gedämpfte Lust auf Winterurlaub bei den Gästen.

Die Tirol Werbung will sich trotz der in vielen europäischen Ländern noch angespannten Situation rund um das Coronavirus nicht den Optimismus in Hinblick auf die bevorstehende Wintersaison nehmen lassen. Man wolle vor allem auf eine Informationskampagne zu den geltenden Corona-Maßnahmen setzen, sowohl für Gäste als auch für Betriebe. Studien zeigen jedoch, dass die Lust auf Winterurlaub bei ausländischen und inländischen Gästen durchwachsen ist.

„Mit einem Start für die wichtigsten Nahmärkte hoffentlich im Laufe des Jänners, den Semesterferien im Februar und dem frühen Ostertermin Anfang April sind die Möglichkeiten für einen stabilen Verlauf in der zweiten Winterhälfte durchaus vorhanden“, hieß es von Tirol Werbung-Geschäftsführer Florian Phleps gegenüber der APA. Man habe bereits eine Werbekampagne in der Schublade, mit deren Ausspielung in den Märkten abhängig vom Infektionsgeschehen begonnen werde. Locken möchte man die Urlauber mit dem Motto „Tirol – zurück zu Dir“.

Im mit Abstand wichtigsten Herkunftsmarkt für Tirol – Deutschland – zeigte sich jedoch zuletzt eine gedämpfte Lust auf Winterurlaub. Wie im Oktober aus einer repräsentativen Erhebung des Meinungsforschungsinstituts YouGov hervorging, wollen 31 Prozent der befragten Wintersport-Urlauber heuer auf den Urlaub verzichten, 45 Prozent würden ihn zumindest dann nicht antreten, wenn ihre Urlaubsregion als Risikogebiet erklärt wird.

Reisefreudiger waren die Niederländer. Bei einer Umfrage des Reiseverlags Spalder Media Group von Anfang November unter 2.823 Skiurlaubern gaben 73 Prozent an, dass sie ihren Winterurlaub antreten wollen. Knapp 60 Prozent jener, die bereits gebucht haben, wollen dies auch so belassen. 16 Prozent meinten, dass sie noch nicht wissen, ob sie Skifahren gehen wollen. Deutlich waren jedoch die Gründe jener, die sich gegen einen Skiurlaub entschieden hatten: In dieser Gruppe gaben 95 Prozent an, dass dies direkt mit dem Coronavirus zu tun habe.

Vorsichtiger waren aber auch die Österreicher selbst. Nach einer Marketagent-Umfrage vom November unter 500 Personen zeigte sich, dass ein Drittel der Österreicher auf Winter-Urlaub fahren möchte. 82 Prozent gingen davon aus, dass das Virus ihre Urlaubspläne negativ beeinflussen wird.

Die Tirol Werbung möchte ihre Gäste, sobald ein Tourismus wieder möglich ist, gut informieren. Dafür wurde eine eigene Homepage (willkommen.tirol) eingerichtet, die Besucher über die geltenden Regeln in verschiedenen Bereichen, etwa in Seilbahnen oder Restaurants, aufklärt. „Zusätzlich haben wir diese Themen auch in Kurzvideos aufbereitet“, berichtete Phleps. Für Betriebe und touristische Leistungsträger steht ebenso eine Homepage der Tirol Werbung zur Verfügung (sichere-gastfreundschaft.tirol).

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5 Postings bisher
walter0809

Seltsam, wie man alles deuten und auslegen kann, wenn man nur will. Dieser Winter ist und wird eine absolute Katastrophe in jeder Hinsicht, da wird das ganze "schönreden" nichts helfen. Aber unter diesen Umständen noch jammern, das der Hochstein geschlossen bleiben könnte, grenzt eigentlich schon an Wahnsinn. Ein paar Leute glauben scheinbar immer noch, ihr "Privat-Skigebiet" Hochstein muß offen sind, koste es was wolle, bezahle es we auch immer!

Macki

In Lienz werden auch erst einige aufwachen und schreien wenn der Hochstein warhscheinlich den ganzen Winter geschlossen bleibt. Zumindest erhält man diese Auskunft telefonisch von den Lienzer Bergbahnen.

AnimatoR

Bevorstehende dritte Welle in Österreich. Beginnender harter Lockdown in Deutschland.

Dieser Optimismus grenzt wohl eher an Realtitätsverweigerung.

Kiew

Die Botschaft hör ich wohl, allein es fehlt der Glaube!