Tourengeher überstanden Lawinenabgang unverletzt

Durch Glück, Können und gute Ausrüstung kamen drei Kärntner mit dem Schreck davon.

Drei Kärntner Skitourengeher haben am Dienstagnachmittag einen Lawinenabgang im Gemeindegebiet von Thomatal im Salzburger Lungau unverletzt überstanden. Als die drei Männer im Skigebiet Schönfeld einen nach Nordost ausgerichteten Hang querten, lösten sie eine Lawine aus. Zwei Skifahrer wurden dabei ganz und einer zum Teil verschüttet, gab die Polizei am Dienstagabend bekannt. Das Schneebrett rutschte etwa 20 Höhenmeter tief in eine Mulde und kam dort zum Stillstand.

Zunächst konnte der teilverschüttete 16-Jährige einen 41-Jährigen, der ganz verschüttet wurde, ausgraben. Die beiden alarmierten in der Folge die Bergrettung und begannen den dritten Tourengeher zu suchen. Mittels Lawinenverschüttetensuchgerät gelang es ihnen schließlich, den 39-Jährigen in zwei Meter Tiefe zu orten. Nach etwa 15 bis 20 Minuten konnte der dritte Tourengeher von seinen Kameraden ausgegraben und ebenfalls unverletzt geborgen werden. Die Bergrettung leistete nach ihrem Eintreffen Erste Hilfe und begleitete die Skitourengeher ins Tal.

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3 Postings bisher
Ceterum censeo

Bei diesen höchst-gefährlichen Schneeverhältnissen haben Tourengeher n i c h t s im freien Gelände verloren. Sie gefährden sich selbst und die Helfer. Man darf das Schicksal nicht ungezügelt herausfordern. Ein Andernmal kann es zu spät sein.

    Doc_Dree

    Schneeverhältnisse sind nicht Schneeverhältnisse. Im besagten Skigebiet im Lungau liegen gerade mal 40 cm, also nicht mal ein Fünftel dessen was hier in Osttirol liegt. Die Lawinenwarnstufe war am Dienstag dort bei 2-3. Ganz "normale" Verhältnisse, wie sie in den Alpen zu etwa 70-80 % der Winterzeit herrschen. Das war dann vermutlich in dem Fall auch das trügerische (wenig Schnee, eher mäßige Lawinenwarnstufe), sodass eine per se immer tückische Hangquerung unterschätzt wurde - was ohne direkte Kentniss des Geschenes/der Location (Hangneigung, Entlastungsabstände etc.) aber auch eh nicht zu beurteilen ist. Am Ende habe die Beteiligten nach dem Unfall alles richtig gemacht.

      Ceterum censeo

      N a c h dem Unfall ja, aber vorher: Selbstüberschätzung, Leichtsinn! Es wird schon nichts passieren. So mancher "Fachmann" hatte sich verschätzt, es gab Tote. Beispiel gefällig? Ich mag nicht mehr daran denken. Leider muss ich auf dem Weg zur Kirche immer am Grab eines Verunfallten vorbei - und frage: Warum?