239 Alarmierungen wurden zwischen 19.00 Uhr am Silvesterabend und 5.00 Uhr früh am Neujahrstag ausgelöst und von der Leitstelle Tirol koordiniert. Archivbild: Leitstelle Tirol

239 Alarmierungen wurden zwischen 19.00 Uhr am Silvesterabend und 5.00 Uhr früh am Neujahrstag ausgelöst und von der Leitstelle Tirol koordiniert. Archivbild: Leitstelle Tirol

Bilanz der Leitstelle: Es war eine ruhige Silvesternacht

Bedingt durch den Lockdown 43 Prozent weniger Alarmierungen als im vergangenen Jahr.

Die Leitstelle Tirol nimmt landesweit die Notrufe 122 Feuerwehr, 140 Bergrettung und 144 Rettungsdienst entgegen und ist für die Disposition und Einsatzunterstützung aller Einsatzorganisationen mit Ausnahme der Polizei in Tirol verantwortlich. Seit September 2019 wird zusätzlich die telefonische Gesundheitsberatung 1450 angeboten. In der Silvesternacht wurde das Einsatzteam wie jedes Jahr verstärkt. 14 Männer und Frauen hatten Dienst und rechneten – bedingt durch den Lockdown – mit einer ruhigeren Nacht als sonst. Tatsächlich war die Zahl der Einsätze dann auch gravierend niedriger als zum Jahreswechsel 2019/20.

239 Alarmierungen wurden zwischen 19.00 Uhr am Silvesterabend und 5.00 Uhr früh am Neujahrstag ausgelöst und koordiniert, 35 bei diversen Feuerwehren des Landes, eine bei der Wasserrettung und 203 Mal rückte die Rettung aus. Im Vorjahr lag diese Zahl bei insgesamt 421 Alarmierungen, der Rückgang beträgt 43 Prozent. Noch gravierender ging die Zahl der Alarmierungen in den Stunden zwischen 23.30 und 2.00 Uhr zurück, von 160 Alarmierungen vor einem Jahr auf 64 beim Jahreswechsel 2020/21.

Die Bandbreite der Einsätze zeigt ein außergewöhnlicher und grenzüberschreitender Fall. Während eines Familien-Videochats mit Teilnehmern aus Tirol, Deutschland und den USA bemerkte ein Tiroler, dass seine in Baden-Württemberg lebende Schwiegermutter ein medizinisches Problem hat. Er wählte den Notruf und wurde von einem Mitarbeiter der Leitstelle Tirol durch das Notrufgespräch geführt. Sämtliche Daten zum Einsatzort und dem medizinischen Problem wurden erfasst und der zuständigen Regionalleitstelle Ostwürttemberg in Aalen weitergegeben. „Vor allem in solchen Fällen bewährt sich die parallele Bearbeitung eines Ereignisses durch mehrere Mitarbeiter, weil dadurch wertvolle Zeit gespart werden kann. Während ein Kollege am Notruf bleibt, läuft bereits die Alarmierung, in diesem Fall auch über Ländergrenzen hinweg“, schildert der diensthabende Schichtleiter Florian Prosch die Abwicklung.

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