Impfstart für Rettungspersonal und niedergelassene Ärzte

Platter pocht auf Einhaltung der Prioritäten. Auch Impfstoff von Moderna im Einsatz.

Vor dem Hintergrund knapper Impfressourcen und Kritik an deren Verteilung betont die Tiroler Landesregierung nach der heutigen Regierungsklausur, dass am bestehenden Impfplan und dessen Priorisierung strikt festgehalten werde. „In Phase 1 werden schnellstmöglich jene geimpft, für die eine Covid-Infektion eine große Gefahr darstellt, sowie jene, die im Gesundheitsbereich tätig sind – darunter auch Rettungsdienst-MitarbeiterInnen und niedergelassene ÄrztInnen, die ebenfalls bereits Impfdosen erhalten”, sagt Landeshauptmann Günther Platter. Es gebe klare Vorgaben, welche Personen- und Berufsgruppen in dieser ersten Phase die Impfung erhalten sollen. „Wir zählen darauf, dass der Impfplan im Sinne der Solidarität und des gesellschaftlichen Zusammenhalts auch eingehalten wird,“ unterstreicht der Landeshauptmann.

Kommende Woche gehen je 300 Impfstoffdosen an die Rettungsdienste, an die Sozialsprengel und die Behindertenhilfe. 400 Impfdosen sind für niedergelassene ÄrztInnen sowie ZahnärztInnen vorgesehen. Auch „Impf-Überlinge“ die durch die neue BioNTec/Pfizer-Dosierung entstehen, sollen an diese Personengruppen verimpft werden.

Zu den bekannt gewordenen Lieferengpässen des Impfstoffes von BioNTec/Pfizer betont Elmar Rizzoli, Leiter des Einsatzstabes CORONA: „Alle verfügbaren Impfdosen werden schnellstmöglich verimpft – nichts wird gehortet. In Tirol wird bereits auch mit dem Impfstoff von Moderna geimpft und so wird mit den vorhandenen Impfstoffen weiter die Abarbeitung der Phase 1 verfolgt. Sobald neue Lieferungen eintreffen, werden diese entsprechend verteilt – gleichzeitig wird natürlich auch die notwendige zweite Teilimpfung der Covid-Schutzimpfung stets im Auge behalten.“

Die Covid-Impfungen in den Altenwohn- und Pflegeheimen sind bereits weitestgehend abgeschlossen, die Covid-Stationen an Tirols Krankenanstalten erhalten in Kürze weitere Impfdosen, um die 3.500 betroffenen Personen durchzuimpfen. Bis Ende dieser Woche wird die Impfwilligkeit der über 80-Jährigen von den Tiroler Gemeinden erhoben. In Abstimmung zwischen den Gemeinden und den teilnehmenden niedergelassenen ÄrztInnen werden die Impfungen flächendeckend gestartet. In acht Tiroler Pilotgemeinden (Hochfilzen, Pettneu, Kaunertal, Jochberg, Tristach, Polling, Flaurling und Eben am Achensee) wurden bereits die ersten über 80-Jährigen geimpft. „Vor allem die gesammelten Erfahrungen hinsichtlich Impflogistik sind wertvoll, um die tirolweite Impfung dieser Personen sowie der HochrisikopatientInnen bestmöglich zu gewährleisten“, sagt LH Platter. Ausschlaggebend für die Impfung der über 80-Jährigen in den Gemeinden werde künftig die 7-Tages-Inzidenz sein.

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