Intensiv getestet wird an diesem Wochenende in fünf Osttiroler Gemeinden. Im Bild die Teststation in Kals am Großglockner. Foto: Expa/Groder

Intensiv getestet wird an diesem Wochenende in fünf Osttiroler Gemeinden. Im Bild die Teststation in Kals am Großglockner. Foto: Expa/Groder

Zwischenbilanz der Tests in den Bezirken Schwaz und Lienz

Südafrika-Virusvariante bei 165 Nordtiroler Fällen. Andrang bei Tests in Osttirol.

Im Bezirk Schwaz sowie in den Osttiroler Gemeinden Matrei in Osttirol, Nußdorf-Debant, Kals am Großglockner, Oberlienz und St. Johann im Walde ist die Bevölkerung derzeit verstärkt dazu aufgerufen, sich vorsorglich einem kostenlosen Corona-Test zu unterziehen. Am Samstagabend zog die Landesregierung per Aussendung eine erste Bilanz.

„Wir nehmen die Situation aktuell sehr ernst und setzen ein eigenes Maßnahmenpaket um. Die südafrikanische Mutante ist derzeit vor allem im Bezirk Schwaz und Umgebung aufgetreten, weshalb wir uns hier nochmals einen detaillierteren Überblick über das Infektionsgeschehen verschaffen wollen. Dieser ist wesentlich für weitere Entscheidungen und Maßnahmen – je mehr Tests vorliegen, desto genauer kann die Lage beurteilt werden“, sagt Elmar Rizzoli, Leiter des Einsatzstabes Corona.

Mit Stand Samstagabend waren in Tirol acht aktiv-positive Fälle mit einer bestätigten südafrikanischen Coronavirus-Mutation zu verzeichnen. Insgesamt gibt es bislang 165 bestätigte Fälle, die meisten davon wurden aber erst retrospektiv, also nach dem Abklingen festgestellt, erklären die Landesexperten. Bei zahlreichen weiteren Fällen liege ein Mutations-Verdacht vor, der gemäß den von der AGES vorgegebenen Standards weiter abgeklärt werde.

Gestern und heute Sonntag, 7. Februar, wird infolge eines im Vergleich hohen Infektionsgeschehens im Bezirk Osttirol auch in Teststationen in fünf Osttiroler Gemeinden mittels PCR-Tests getestet. „Mit den PCR-Massentestungen im Bezirk Lienz wollen wir auch hier einen umfassenden Einblick in das Infektionsgeschehen gewinnen, möglicherweise infizierte Personen finden und ihre Kontaktpersonen bestmöglich ausfindig machen. Seitens des Einsatzstabes appellieren wir auch an alle Personen im Bezirk Lienz, sich testen zu lassen. Nach derzeitigem Kenntnisstand gibt es in diesen Gemeinden wie auch im gesamten Bezirk Lienz derzeit bisher keine bestätigten Mutationen des Coronavirus. Dennoch herrscht ein vergleichsweise intensives Infektionsgeschehen, dem wir auf den Grund gehen wollen“, betont Elmar Rizzoli.

Bis Samstagnachmittag haben sich rund 2.000 Personen für die PCR-Massentestungen in den fünf betroffenen Osttiroler Gemeinden Matrei in Osttirol, Kals, St. Johann im Walde, Oberlienz und Nußdorf-Debant angemeldet. Mehr als 1.000 Tests wurden am Samstag durchgeführt. Die Testergebnisse seien noch in Auswertung, teilt das Land mit. Getestet wird in diesem Fall nicht – wie bisher in Osttirol – vom Labor Walder in Außervillgraten, sondern von der Firma HG Pharma, die fast alle PCR-Testungen in Nordtirol auswertet. Auch die Osttiroler Proben gehen diesmal nach Kirchberg.

Der Landespressedienst verweist darauf, dass die Zahl der aktiv-positiven Fälle in Tirol insgesamt sinkt. Die 7-Tages-Inzidenz liege mit 99,7 derzeit unter dem Österreich-Schnitt von 105,0.

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37 Postings bisher
r.ingruber

Dafür, dass diese Zwischenbilanz gar keine Zwischenbilanz ist, wird hier ganz schön viel zwischenbilanziert.

osttirol20

Coronavirus: Virol Entscheidung vertagt - die aktuellen Breaking News, ich frage mich nur eines, wofür braucht es eigentlich Experten mit fachkundigen Meinungen, wenn die politischen Steuermänner ein Haufen vollkommen unqualifizierte Ignoranten sind und gegenteilig agieren, um dann zu behaupten alles in Realität schiefgegangen ist, richtig gemacht zu haben???

Platter, Tilg, Hörl und mittlerweile auch Walser überschätzen ihre Fähigkeit maßlos - ich hoffe nur, dass anstelle dieser traurigen Gestalten, doch endlich Experten eingesetzt werden (bitte jedoch nur keine Nordviroler Ballermanntouristiker aus Ischgl oder dem Zillertal in Impfbrucker Landhaus schicken)!!!

nikolaus

Während ganz Tirol gespannt auf die Entscheidung über das Morgen wartet, freue ich mich jetzt schon wie ein Erstklassler auf die Berichte über den Schulstart im Osten Österreichs und dem damit verbundenen Test-Szenarium, vor allem an Volksschulen.

Alles andere als Chaos würde mich überraschen! Wenn ich mir so vorstelle, wie morgens (an größeren Schulen hunderftach) Nase gebohrt, Tupfer betropft und gewartet wird, kann ich nur den Kopf schütteln. In einem Ö1-Interview mit einer Wiener Direktorin rechnete diese mit einer Verzögerung des Unterrichtsbeginns von 40 Minuten! Besonders bitter und sozial höchst bedenklich die Vorstellung jenes Moments, in welchem einem (vielleicht meinem?) Kind (vielleicht vor der ganzen Klasse?) verkündet wird: "Du bist positiv - pack zusammen - wir müssen dich isolieren?" ... oder wie auch immer das dann formuliert bzw. exekutiert werden wird ... und dann??? Fragen um Fragen ...

Für mich ist es vollkommen unverständlich, dass man von der ursprünglichen Idee, Volksschüler*innen zuhause zu testen, abgekommen ist. Ganz unaufgeregt hätte man dann Positiv-Getestete ermitteln können. Aber man kann Eltern ja nicht trauen, oder? Das brummt man lieber der Schule auf, wie sonst schon so vieles ...

    PrinzessinL

    Weil es eben viele Eltern gibt, die ihr Kind zu Hause nicht testen. Die Kinder verratens dann aber eh in der Schule.

    Da 70% eh schon immer in den Klassen waren, kennen die Kinder die Tests eh schon. Wo also soll hier ein besonderes Problem liegen????

    Diese Tests sind wirklich kinderleicht durchzuführen.

    Aber die Eltern, die immer noch nicht testen wollen, können das ja jetzt weiterhin tun. Nur nicht mehr auf Kosten der Mitschüler.

    Einheimisch

    Leider gibt es genügend Eltern, die ihre Kinder weder zu Hause noch in der Schule testen lassen wollen und gegen alles sind. Ich vertraue darauf, dass unsere gut ausgebildeten Pädagogen sehr wohl in der Lage sind, positiv getestete Kinder diskret und mit dem nötigen Feingefühl vom Rest der Klasse abzusondern. Anfängliche Startschwierigkeiten werden einer Routine weichen.

Nichtwisser

Osttiroler-in: Genau dieser Weg ist praktikabel! Bei jedem Virus ist die Immunität ganz entscheidend. Leider kann man die Überprüfung mit einem Schnelltest nicht feststellen. Natürlich ist das auch ein Kostenfaktor. Man fragt sich, ob man die Kosten nicht steuerlich geltend machen könnte (Sonderausgaben!). Hier ein Gesetz zu ändern wäre wohl einfach.

Rudi

Bei diesen Rezessionen sieht man der Umweltgedanke.

Lucy

Meine Welt steht derzeit auf dem Kopf:🤔 Die Coronazahlen sind in etwa ähnlich wie in den letzten Monaten u. trotzdem müssen wir uns vor div. Massageterminen u. einem Frisörbesuch einen Schnelltest unterziehen (nach 8 Terminen beim Masseur ist die Schleimhaut in der Nase eh geschädigt). Vor Monaten hat es genügt die Körpertemperatur zu messen .. z. B. im Krankenhaus Villach, sowie auch im BKH Lienz. Ein normaler Hausarztbesuch verläuft ohne Testung, obwohl dort sicherlich verschiedene Krankheitsbilder unterwegs sind. Bei den Kindern reicht ein Spucktest bzw. ein Abstrich im vorderen Bereich der Nase, warum bei uns Erwachsenen nicht, sind wir um soviel ansteckender? Z. B. bei div. aufeinander folgenden Terminen wäre es da nicht möglich nach der ersten Schnelltestung - die negativ ausfallen muss - die nächsten Testungen im Mund- bzw. Rachenraum oder durch einen Spucktest durchzuführen? BESTIMMT EINE ÜBERLEGUNG WERT - oder müssen die zuviel u. kostspielig angekauften Schnelltests unter die Menschheit??? 😲

    PrinzessinL

    So schnell ist eine Schleimhaut nicht kaputt!

      Lucy

      @PrinzessinL vl. falsch ausgedrückt, richtiger wäre nach nacheinander 8 x testen ... stark gereizt

      wolf_c

      doch, es gibt etliche brutale und rohe nasenbohrer, und es gibt auch talentierte kunstbohrer

      Ceterum censeo

      Ich war gestern testen. Schnell bin ich drangekommen. Ein Rachenabstrich war, wie gewünscht, nicht möglich. Dann - zwei kurze Tupfer in die Nase. Überhaupt kein Problem. Ergebnis nach 15 Minuten per SMS: NEGATIV. Ich verstehe nicht, warum manche so ein Theater machen um die Tests. Wenn Eltern den Test in der Schule verweigern, sollen sie ihre Kinder zuhause behalten. Aber bitte nicht jammern, dass es Probleme mit dem Lernen zu Hause gibt, die Belastung durch den "LD" soooo groß ist, etc. Die größte Belastung für Kinder ist wohl, wenn man sie daheim "einsperrt".

    Einheimisch

    Wer Probleme mit dem Nasenabstrich hat (z.B. anfällig für Nasenbluten) braucht das nur beim Testen dem Personal mitteilen. Es wird dann ein Rachenabstrich gemacht. Alles ganz unkompliziert!

osttiroler-in

Wäre es nicht effektiver, anstelle der ständigen Schnelltests einmal flächendeckend Neutralisationstests anzubieten? Es gibt viele Menschen, die Corona nahezu symptomfrei (und ohne es zu merken) durchgemacht haben und trotzdem einen Immunstatus haben, aber auch leider einige Genesene ohne Immunität. Je nachdem, wie hoch der Titer ausfällt, könnten so überflüssige Schnelltest zeitbegrenzt vermieden werden. Wie oft hört man im Bekanntenkreis den Satz: "Das hab ich sicher schon im Jänner/Feber.... gehabt, da war ich eine Woche knietief im Bett......". Deshalb bin ich mir auch sicher, dass dieses Angebot von wesentlich mehr Personen angenommen und somit auch die Kosten der wöchentlichen Schnelltests drastisch gesenkt werden würden. Somit könnte auch die Reihenfolge der Impfung neu überdacht werden.

    PrinzessinL

    Kann ja jeder der meint es gehabt zu haben so einen Neutralisationstest machen. Wenn sich diese Leute sooooo sicher sind, sollen sie es halt überprüfen lassen. Der gilt auch beim Friseur.

    Aber ich hör schon die Ausrede: "das kostet ja was"

      osttiroler-in

      PrinzessinL.... Auch wenn Ihr Post sarkastisch gemeint ist, stimme ich Ihnen in einem Punkt zu.... "das kostet ja was".

      Ein Neutralisationstest (NT) kostet € 65,--. Bei einem 4 Personenhaushalt sind das € 260,--. Wenn man bedenkt wieviel momentan in Kurzarbeit oder ohne Job (Gastgewerbe) sind, ist es wirklich viel Geld. Wenn man weiters bedenkt, dass ein Arzt für einen Schnelltest (ST) über € 50,-- vom Land bekommt sollte es eigentlich im Sinne der Regierung sein, unnötige ST zu vermeiden. Schließlich handelt es sich dabei um unser Steuergeld und irgendwann bekommen wir die Rechnung präsentiert. Des Weiteren sollte die Aufgabe eines Arztes darin liegen, Kranke zu behandeln und nicht seine Zeit zum Freitesten für den Friseur, die Arbeit oder einen Besuch bei der Familie zu "verplempern". Die letzten Monate waren für Ärzte logistisch gesehen ohnehin schon Herausforderung genug. Außerdem, wie schon in meinem ersten Post geschrieben, gab es viele symtomlose Erkrankungen und die gilt es herauszufiltern. So gesehen wäre ein flächendeckender NT zum Nutzen aller Steuerzahler.

      Kleiner Nachsatz.... Ich kenne viele Menschen, die bereits einen NT auf eigene Kosten gemacht haben, aber wie gesagt, jeder kann sich das nicht (mehr) leisten.

      senf

      prinzessinnen haben sich noch nie gedanken über geldnot der einfachen leuten machen müssen, dass sie eine eigene meinung haben, ist mir neu.

      ab zur märchenstunde ...

senf

ich kann es auch nicht verstehen, dass man die teststreifen über die alpen zur auswertung transportiert und dabei am naheliegenden labor vorbeifährt. vielleicht gibt es doch logistisch zwingende gründe für die auswertung der test in kirchberg. das sollte man die leuten wissen lassen.

warum man deshalb nicht zum test geht, ist mir schleierhaft. mit einer unbegründeten trotzhaltung unterm tellerrad kommen wir sicher nicht weiter?

    rebuh

    naheliegend wäre für mich, wenn das labor in matrei wäre, aber kirchberg oder innervillgraten da gehts nur um "cm"!

mathilde1711

Der Brotneid..... 🤦‍♂️🤦‍♀️

pierina

"Getestet wird in diesem Fall nicht – wie bisher in Osttirol – vom Labor Walder in Außervillgraten, sondern von der Firma HG Pharma, die fast alle PCR-Testungen in Nordtirol auswertet. Auch die Osttiroler Proben gehen diesmal nach Kirchberg."

Genau aus diesem Grund haben wir unser familiäres Testwochenende wieder abgeblasen!

    Domenik Ebner

    Guten Morgen Pierina,

    verstehe ich Sie richtig, dass Sie und Ihre Familie nicht testen gehen weil die Tests nicht in Osttirol ausgewertet werden?

    Schönen Sonntag

    rebuh

    dummheit, dürfte der hauptgrund für die hohe zahl in osttirol sein. sie sind ein gutes beispiel!

      gscheidheit

      @rebuh

      😂😂 diese sogennante "dummheit" kann ich wirklich nicht nachvollziehen!! da muss mann zuerst weiter oben anfangen..

      pierina

      ...dann sind sie eh durch ihre Intelligenz vom Virus geschützt

      rebuh

      nicht nur intelligenz, in 2 wochen erhalt ich meine 2. teilimpfung, und dann könnts mich mal!

      Gertrude

      ... dann könnts mich mal! ( Ihr Posting weiter unten )

      Grauenhaft, Ihre Einstellung.

      bergfex

      Warum wird hier so böse geschrieben. Jedem seine Meinung zugestehen und nicht untergriffig werden.

      Ceterum censeo

      .....und besonders in Nordtirol. Dann beschweren sie sich lautstark, dass man (uns) unrecht tut. Die Gier ist ein Laster. Und wir alle müssen "es" ausbaden.

    bobbilein

    wow, ohne worte.

    Bergtirol1

    @pierina.. Auf diese Idee, nicht zum Testen zu gehen weil mein Ergebnis nicht von meinem Wunschlabor ausgewertet wird..sowas ist mir unverständlich!! Ich denke beim testen sollte der Gesundheitsfaktor für Sie und Ihre Familie an erster Stelle stehen!!

      pierina

      der Gesundheitsfaktor spielt da sowieso keine Rolle, und wenn, dann ist zu Hause bleiben sicher gsünder. Oder wird man durch Testen immun?

    Bergtirol1

    @pierina.. Schön wäre es😂.. Nein, man wird vom testen nicht immun.. aber man wird davon auch nicht krank 👍

    Sandy75

    Pierina ich möchte Sie nicht beleidigen. Aber Ihre Einstellung tut mir schon beim Lesen weh. Sie müssen ja nicht zum Testen nach Kirchberg fahren. Und bitte sperren sie sich zuhause alleine ein.

      pierina

      wer neugierig auf andrer Leute Meinung ist sollte zumindest schmerzfrei lesen können... und natürlich sperren wir uns jetzt zu hause ein, damit sie nicht noch mehr Schmerzen ertragen müssen, und ich bitte sie vielmals um Entschuldigung anderer Meinung zu sein liebe(r) Sandy75