Heikle Lawinensituation am Wochenende in Tirol

Gefahr durch Gleitschneelawinen. Felbertauernstraße am Mittwoch teilverschüttet.

Das Land Tirol warnt für das kommende Wochenende vor einer „heiklen Lawinensituation.“ Es bleibt weiterhin die Gefahrenstufe 3 bestehen. Grund dafür sei die starke tageszeitliche Erwärmung und Sonneneinstrahlung, weshalb vor allem mit Gleitschneelawinen zu rechnen sei. Tourengeher und Variantenfahrer sollten ihre Tour rechtzeitig vor dem tageszeitlich bedingten Temperaturanstieg wieder beenden.

„Die Frühjahrsverhältnisse mit einem tageszeitlichen Anstieg der Lawinengefahr bleiben vorerst bestehen. Die Hauptgefahr geht von Gleitschneelawinen aus, die auf steilen Wiesenhängen abgleiten können“, sagt Rudi Mair, Leiter des Lawinenwarndienstes Tirol. Diese Lawinen könnten zu jeder Tages- und Nachtzeit abgehen. Mair riet deshalb dazu, die Bereiche unterhalb von Gleitschneerissen zu meiden. Vor allem im schneereichen Osttirol „können Gleitschneelawinen groß werden und auch Wanderwege oder Forststraßen gefährden.“

Gleit- und Nassschneelawinen-Gefahr prägen auch in den nächsten Tagen die Schneesituation in Tirol. Foto: Land Tirol

Eine größere Nassschneelawine ging laut Polizei am Mittwochabend, 24. Feber, auf die Felbertauernstraße ab. Betroffen war der Bereich um die „Ruggenthaleralm“-Lawinengalerie. Die Schneemengen drangen von der Vorderseite in die Galerie ein und verlegten die Fahrbahn in Richtung Matrei auf einer Länge von 50 bis 70 Metern. Die Straße wurde mit einem Räumfahrzeug der Felbertauern AG vom Schnee befreit. Während der Räumungsarbeiten war die Straße nur einspurig befahrbar, kurzzeitig wurde der Verkehr angehalten. Seit 19:00 Uhr ist die Felbertauernstraße wieder ungehindert befahrbar.

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