Umfrage: Urlaubslust und Unsicherheit bei Gästen

Rund 79 Prozent der ÖsterreicherInnen wollen im Sommer Urlaub machen – auch im eigenen Land.

Nach monatelanger Unsicherheit gepaart mit dem Öffnungsverbot für Gastronomie und Hotellerie liegen die Hoffnungen des österreichischen Tourismus auf der Sommersaison 2021. Eine Studie des Instituts für Tourismus- und Bäderforschung in Nordeuropa NIT im Auftrag der Österreich Werbung und der neun Landestourismusorganisationen hat nun erhoben, wie die Urlaubspläne in Österreich und Deutschland aussehen.

Das Coronavirus und die damit zusammenhängenden Bestimmungen spielen in der Urlaubsplanung eine wichtige Rolle. Grafik: APA

Die Urlaubslust der ÖsterreicherInnen und Deutschen scheint durch die Corona-Pandemie nicht getrübt worden zu sein. Oder die Menschen freuen sich – gerade, weil die Wintersaison eher mau ausgefallen ist – umso mehr auf den Sommer. 79 Prozent der befragten ÖsterreicherInnen gaben im Zuge der Umfrage an, in diesem Jahr einen Sommerurlaub zu planen oder zumindest zu erwägen. Bei den Deutschen waren es 71 Prozent.

Der heimische Tourismus darf dabei auf zahlreiche UrlauberInnen aus dem Inland hoffen. Über die Hälfte der ÖsterreicherInnen, die einen Urlaub im Sommer in Betracht ziehen, wollen diesen gerne im eigenen Land verbringen. Der Heimaturlaub erfreut sich demnach wie schon im Sommer 2020 großer Beliebtheit. Auch aus Deutschland scheint es einige zu uns zu ziehen, 13 Prozent der urlaubsfreudigen Deutschen möchten dieses Jahr nach Österreich kommen.

Die Gründe dafür, warum Österreich bei den UrlauberInnen hoch im Kurs steht, finden sich ebenfalls in der Studie. Laut dieser erwarten sich die Menschen von einem Sommerurlaub vor allem Erholung und Entspannung, Abstand vom Alltag sowie Naturerlebnisse. Zeit mit der Familie zu verbringen und Bewegung in der Natur wie Wandern und Spazierengehen werden noch wichtiger.

„Das deckt sich in idealer Weise mit Tirols Angebot und unserer Kommunikation. Wir setzen den Schwerpunkt auch weiterhin auf die aktive Erholung in unserer alpinen Landschaft – wie beim Wandern oder am Rad. Durch die wachsende Bedeutung dieser Themen sehen wir außerdem Potenzial, neue Gäste für einen Urlaub in unserem Land anzusprechen“, macht Tirol Werbung-Geschäftsführer Florian Phleps deutlich.

Osttirol profitierte bereits im Vorjahr von der Lust der Österreicher auf einen Urlaub in der Heimat. Auch für den kommenden Sommer sind die Touristiker optimistisch. Foto: Ramona Waldner

Wenig überraschend machen sich die UrlauberInnen aber auch Gedanken darüber, ob sie ihre Reise trotz Corona wie geplant antreten können. Die Unsicherheit darüber stellt eines der drei mächtigsten Bedenken unter den Befragten dar. 65 Prozent der ÖsterreicherInnen gaben an, sich darum zu sorgen. Danach folgt die Sorge, dass sich geltende Auflagen während der Reise ändern könnten und die Unsicherheit bezüglich der unterschiedlichen Einreisebestimmungen der einzelnen Länder.

Die Sorge, sich während des Urlaubs mit dem Coronavirus anzustecken, ist im Vergleich dazu eher gering. 35 Prozent der ÖsterreicherInnen gaben eine Infektion mit dem Virus als eine ihrer Ängste an, bei den Deutschen waren es mit 47 Prozent etwas mehr.

Laut Studie begünstigen in diesem Jahr vor allem drei Kriterien die Buchungen der UrlauberInnen: eine Geld-zurück-Garantie falls die Reise ausfällt, großzügige Stornobedingungen bei Reiserücktritt sowie ein geringes Infektionsgeschehen am Reiseziel. Treffen diese Kriterien zu, buchen die ÖsterreicherInnen und Deutschen den Urlaub eher.

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