Testmöglichkeiten in Matrei und Virgen im Überblick

Antikörper-Test bzw. Nachweis einer überstandenen Infektion gilt nicht für Ausreise.

Wie berichtet, tritt für die Osttiroler Gemeinden Virgen und Matrei am Freitag, 12. März, vorerst bis inklusive Dienstag, 16. März, eine Testpflicht beim Verlassen des Gemeindegebietes in Kraft. Wie das Land mitteilt, wurden die Testmöglichkeiten in den Gemeinden erweitert, um eine schnellstmögliche Abwicklung der Testungen zu gewährleisten. Anmeldungen für die Tests sind ab sofort online oder telefonisch über die Gesundheitshotline 1450 möglich.

Die Testpflicht gilt für alle Personen, die sich auf dem jeweiligen Gemeindegebiet aufgehalten haben und das Gemeindegebiet verlassen wollen – unabhängig von ihrem Wohnsitz und unabhängig davon, wie lange sie sich dort aufgehalten haben. Als Nachweis gilt ein negativer PCR-Test, der nicht älter als 72 Stunden ist, oder ein negativer Antigen-Test, der nicht älter als 48 Stunden ist.

Bei den Kontrollen wird ausschließlich ein negativer Coronatest akzeptiert, der im Rahmen von Tests durch dazu befugte Stellen (z.B. „Screeningstraßen“, Testaktionen des Landes Tirol, niedergelassene ÄrztInnen, Apotheken) erlangt wurde. Ein Antikörper-Nachweis bzw. die Bestätigung über eine in den letzten sechs Monaten durchgemachte Corona-Infektion sind für die Ausreise aber nicht zulässig. „Die Durchführung von Neutralisationstests muss in speziellen Laboren erfolgen. Darüber hinaus ist eine mögliche Reinfektion bzw. eine mögliche Ansteckung gerade bei den Virusmutationen, auch nach kürzlicher Erkrankung, wissenschaftlich noch nicht ausreichend abgeklärt“, erklärt dazu der Leiter des Corona-Einsatzstabes, Elmar Rizzoli.


Die Testmöglichkeiten in Matrei und Virgen

Neben den Antigen-Tests bei niedergelassenen ÄrztInnen und Apotheken sind in Matrei und Virgen folgende Teststationen verfügbar:

Matrei in Osttirol:

  • Tauerncenter, täglich von 07.00 bis 16.00 Uhr geöffnet
  • Felbertauern-Südportal, am 11. März von 16.00 bis 20.00 Uhr sowie von 12. bis 16. März jeweils zwischen 06.00 und 10.00 Uhr sowie 16.00 bis 20.00 Uhr
  • Huben Kienburg, gleiche Öffnungszeiten wie beim Südportal.

Virgen:

  • Tourismusbüro, geöffnet von 11. bis 16. März zwischen 17.00 und 19.00 Uhr
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4 Postings bisher
Tilda

Ich frage mich, wieso im Bezirk Schwaz Genesene und Personen mit Antikörpernachweis von der Testpflicht laut deren Verordnung ausgenomen sind?!

manwie

Immunität gegen SARS mit T-Zellen und Antikörpern von Erkältungs-Infektionen: so funktioniert es

Seit 2003 wird mit der Entdeckung jedes neuen Virus dessen Gefährlichkeit maßlos überschätzt. Verständlich, am Anfang liegen meist wenige Daten vor und Prognosen mit falschen Eingangsparametern führen zu falschen Resultaten. Einer dieser falschen Parameter war die Vermutung der Neuheit, es komme von Tieren, sei dem menschlichen Immunsystem unbekannt, daher hoch infektiös und sehr aggressiv in Bezug auf Krankheitsverläufe und Letalität.

Dass das nicht richtig ist, kann seit Mitte März 2020 jeder wissen, der auf den renommiertesten medizinischen Wissenschaftler John P. Ioannidis gehört hat. Er schrieb am 17. März 2020 in Statnews: „Selbst einige seit Jahrzehnten bekannte sogenannte milde Erkältungs-Coronaviren können Todesfälle von bis zu 8% aufweisen, wenn sie ältere Menschen in Pflegeheimen infizieren. Tatsächlich infizieren solche „milden“ Coronaviren jedes Jahr zig Millionen Menschen und machen 3 bis 11% der in den USA hospitalisierten Personen mit Infektionen der unteren Atemwege jeden Winter aus.“

Ioannidis bezog sich dabei auf eine Studie über einen Ausbruch einer Erkältungswelle im Sommer 2003 in einem kanadischen Pflegeheim. Verursacht wurde sie vom bekannten Corona-Erkältungsvirus CoV-OC43. Die Forscher waren überrascht, als sie herausfanden, dass sie die Viren sowohl mit einem PCR Test für SARS-Cov-1 als auch für CoV-OC43 identifizieren konnten. Die Ähnlichkeit musste also sehr groß sein. Auch die gefundenen Antikörper erwiesen sich als kreuzreaktiv gegen beide Viren, waren also als Waffe des Immunsystems gegen beide tauglich und erfolgreich.

Veröffentlicht wurde die Studie Ende 2006, seither weiß man also um die enge Verwandtschaft der beiden Virenarten und auch über die Gefährlichkeit bei älteren Menschen mit Vorerkrankungen.

Ioannidis gab in seinem Artikel auch die Letalität von Covid-19 mit einer Spanne von 0,025 bis 0,625 Prozent an, mit einem wahrscheinlichsten Wert von 0,125 Prozent.

Immunität gegen Coronaviren

Die Fähigkeit des Immunsystems zu einer Bekämpfung von SARS-Cov-2 durch Antikörper und T-Zellen, die bei Infektionen mit einem der Corona-Erkältungsviren entwickelt wurden, wird nun in immer mehr Studien bestätigt

Und was schon seit März immer mehr Studien bestätigen, sind das Problem der entweder gar nicht entstehenden oder rasch wieder verschwindenden Antikörper. Gleichzeitig wurden aber auch immer mehr spezifische T-Zellen nachgewiesen, bei symptomlosen, leichten und milden Fällen sogar ohne dass Antikörper zu finden waren. Studien mit Antikörpern werden daher auch in den meisten Fällen gar nicht alle finden, die infiziert gewesen sind.

Antikörper gegen SARS-Cov-2 durch Infektion mit Corona-Erkältungsviren

Die Ergebnisse von 2003 aus Kanada werden nun insofern vielfach bestätigt, da Immunität gegen SARS-Cov-2 auch durch T-Zellen und Antikörper besteht, die durch Infektionen von normalen Coronaviren oder SARS-Cov-1 entstanden sind. Die Immunabwehr ist untereinander kreuzreaktiv. Es genügt dabei, wenn sie einzelne Merkmale der Viren erkennen, selbst wenn das nur ein Teil eines der Corona-Zacken (ein Epitop) ist.

Der Unterschied zu den Antikörpern ist, dass die T-Zellen-Immunität lange erhalten bleibt. Bei den Menschen die mit SARS infiziert waren, sind sie jetzt nach 17 Jahren noch nachweisbar. Bei einer Studie in Singapur wurden auch kreuzreaktive, multispezifische T-Zellen gefunden, die von Infektionen mit anderen, unbekannten Coronaviren stammen. Das könnte insbesondere in Südostasien die deutlich geringere Zahl von Infektionen und Todesfällen erklären. Und wiederum sind es die T-Zellen und nicht die Antikörper, die für die Immunität sorgen!

Es gibt einige Arten von T-Zellen, vor allem T4 und T8, T-Helferzellen und T-Suppressorzellen. Letztere sind die Killer, erstere die Scouts und Organisatoren.

Die Untergruppe der Typ1-T-Helferzellen ist an der zellulären Immunantwort beteiligt, während die Typ2-T-Helferzellen an der humoralen Immunantwort beteiligt sind. Werden Pathogene erkannt so regulieren die T-Helferzellen sowohl die Produktion als auch die Aktivität der Killerzellen und der Antikörper hoch. Waren keine Antikörper mehr vorhanden so werden sie jetzt eiligst produziert. Die Informationen für die Erkennung von Pathogenen sind im Rückenmark gespeichert, wo die T-Zellen produziert werden. Die Vorgänge sind wie in der Biochemie üblich hochkomplex.

Immunität gegen SARS mit T-Zellen und Antikörpern von Erkältungs-Infektionen: so funktioniert es (tkp.at)

manwie

Infektiologe Allerberger auf Ö3: „Das Virus bleibt bei uns. Jeder von uns wird es früher oder später kriegen, außer er stirbt vorher.“ Wien (OTS) - Er ist der Leiter der Abteilung für „Öffentliche Gesundheit“ der AGES (Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit) und analysiert mit seinem Team täglich die Corona-Fallzahlen für ganz Österreich. In Ö3-„Frühstück bei mir“ präsentierte Prof. Franz Allerberger heute die neuen Erkenntnisse rund um das Corona-Virus: „Es ist eine viel harmlosere Krankheit, als wir vor zehn Monaten gefürchtet haben, da dachten wir noch, die Sterblichkeit liegt bei 30 Prozent der Infizierten.“ Im Gespräch mit Ö3-Moderatorin Claudia Stöckl bestätigte Allerberger die neue Studie der Universität Stanford, die eine Corona-Sterblichkeit von 0,23 Prozent ausweist. Allerberger dazu auf Ö3: „Der Wert passt haarscharf zu unseren Daten.“ Allerdings, so der Salzburger weiter, auch wenn derzeit nur sieben Prozent der Intensivbetten in österreichischen Spitälern belegt sind, soll man sich vergegenwärtigen: „90 Prozent der Österreicher sind voll empfänglich und der Anteil älterer Menschen über 65 sollte nicht unterschätzt werden, weil dort der Anteil der Sterblichkeit deutlich höher ist, als bei der saisonalen Grippe.“ (3015) Natürliche Immunität als realer Ausweg? | Ö3 Interview mit Prof. Franz Allerberger - YouTube https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20201025_OTS0013/infektiologe-allerberger-auf-oe3-das-virus-bleibt-bei-uns-jeder-von-uns-wird-es-frueher-oder-spaeter-kriegen-ausser-er-stirbt-vorher

manwie

LITERATURRECHERCHE zu T-Zellen

1. Immunität gegen einen Krankheitserreger entsteht, grob vereinfacht gesagt, aus zwei Säulen, die untrennbar miteinander verwoben sind, nämlich aus Antikörpern und aus der zellulären Immun-Antwort durch die sogenannten T-Zellen. "Die Ähnlichkeit der Coronaviren untereinander, vom Sars-CoV-2-Virus und den vier Erkältungs-Coronaviren, scheint doch in einigen Komponenten des Virus groß genug zu sein, um eben doch fast so etwas wie ein T-Zellen-Gedächtnis vorwegzunehmen", sagt auch Christian Drosten. Der Immunologe Thomas Jacobs hat sich auf die Erforschung von T-Zellen spezialisiert. Er erklärt, dass die T-Zellen in der Lage sind, auch Zellen zu erkennen, in welchen ein Virus eingedrungen ist: "Diese T-Zellen machen zum Beispiel Botenstoffe, die die anderen Zellen, die Antikörper machen (…). Sie aktivieren aber auch Fresszellen, die sogenannten Makrophagen, die andere Zellen fressen können. Offensichtlich das Wichtigste bei Virusinfekten ist, dass sie auch direkt virusinfizierte Zellen erkennen können und diese dann praktisch töten." "Bei Gedächtniszellen geht die Immunreaktion schneller" Antikörper bilden sich bei vielen Krankheiten nach einiger Zeit zurück. Nach aktuellem Wissensstand verhält es sich so auch bei Sars-CoV-2. Die zelluläre Immunantwort aber dient dem Körper als Gedächtnis, erklärt Prof. Carsten Watzl, Immunologe an der Technischen Universität Dortmund: "Das heißt, wenn das gleiche Virus noch mal vorbeikommt, dann geht der gleiche Prozess wieder los. Das heißt, die Zellen erkennen den, können sich vermehren, aber diese Gedächtniszellen, von denen ich schon mehr im Körper habe, sind schon spezifisch auf diesen Erreger zugeschnitten. Das heißt, da geht die Immunreaktion schneller." Nach jeder Krankheit bewahrt der Organismus einige T-Gedächtniszellen in einer Art Archiv für die Abwehr auf. Das führt dazu, dass das Immunsystem im Laufe des Lebens immer weniger schlagkräftig wird, sagt Immunologe Carsten Watzl: "Irgendwann übernehmen diese Gedächtnis-T-Zellen sehr viel mehr Platz als die Zellen, die noch nie irgendwas gesehen haben, die noch auf etwas Neues reagieren könnten. Und das ist im Alter ganz extrem." Die Folge davon ist, dass ältere und alte Menschen in der Regel gegen Infektionen nicht mehr so gut gewappnet sind wie jüngere Menschen. Ein Effekt, der auch bei Covid-19 wichtig ist. Was können T-Zellen gegen das Coronavirus leisten? | NDR.de - Nachrichten - NDR Info