Mehr als die Hälfte der Kinder und Jugendlichen zeigt mittlerweile depressive Symptome. Foto: Annie Spratt/Unsplash

Mehr als die Hälfte der Kinder und Jugendlichen zeigt mittlerweile depressive Symptome. Foto: Annie Spratt/Unsplash

„Bittschön, Erbarmen – das Pferd ist fast tot!“ *)

Christoph Ebner – Klinischer Psychologe und Vater – macht sich Sorgen um die Jugend.

Es ist gesaugt und die Wäsche ist gebügelt, gegessen ist auch. Draußen schneit es an diesem Sonntag im März und man kann immer noch nichts machen. Was man im März 2019 zur persönlichen Belustigung und Ressourcenstärkung unternommen hat, konnte man im März 2020 schon nicht mehr tun. Im März 2021 schon gar nicht mehr. Und das nervt. Es nervt gewaltig. Man könnte aufs Rad, aber da war man schon frühmorgens. Spazierengehen? Bedenkliches Funkeln in den Augen. Ich kann es verstehen.

Dabei tut man sich mit geschmeidigen 53 Jahren noch leichter, zurück zu schauen beim Nachvorneschauen, weil man schon einiges erlebt hat und sich denken kann, dass es schon irgendwie weitergehen wird, weil es bis jetzt ja auch gegangen ist. Irgendwie.

Weit entfernt noch vom betörenden Fatalismus jener geschätzt 80-Jährigen, welche einen beim samstäglichen Warten an der Kassa wortlos von hinten zur Seite schiebt, sich in der Reihe nach vorne arbeitet, in die Reihe der anderen Kassa hinüberwechselt, dort den nächsten Kunden erfolgreich bedrängt, sodass dem in seiner Überraschtheit nur der Satz „Na gehns ruhig vor…“ einfällt, ihren Einkauf aufs Förderband wuchtet, bezahlt und geht. Das alles ohne FFP2 im Gesicht. Nicht mal am Ohr baumeln oder unterm Kinn. Präcoronal.

Sollen wir das jetzt unter Vergesslichkeit, Ignoranz, Widerstand oder was anderem verbuchen. Wir wissen es noch nicht. Niemand in den Reihen oder an der Kassa sagt ein Wort. Ich auch nicht. Soweit sind wir noch nicht. Oder es ist uns schon egal. Weil uns vielleicht schon das Messer im Sack aufgeht, wenn vor uns jemand an der Kassa steht und in typischer österreichischer Widerständigkeit die Maske unter der Nase trägt und diese Maske so ausschaut, als ob sie den Weg von China hierher zu Fuß gemacht oder über Hygiene Austria genommen hätte und dabei schon der eine oder andere Umpacker mit Straßenschuhen draufgestanden wäre. Wir sagen aber nichts, weil wir in typischer österreichischer Unterwürfigkeit gern unser Maul halten. Gelernt ist gelernt. Sonst kann es passieren, dass du noch nicht Luft geholt hast und schon ein lügender Hundling oder ein widerwärtiges Luder bist. (Reflektiere, wo deine Sympathien liegen! Ca. 100 Worte bis morgen. Abgabetermin 16:00 Uhr)

Dann aber entwickelt sich an diesem Sonntag ein langes Gespräch mit unserer älteren Tochter. Und dann sitzt man nicht als Psychologe in seiner Praxis, sondern als Vater mit seiner Tochter zuhause in der Küche. Ich weiß, unsere Töchter werden es peinlich finden, dass ich hier schreibe. Es würde mich nachdenklich stimmen, wenn es anders wäre. Ich liebe meine Kinder und bin stolz auf sie. Aber manchmal muss man eben anders tun, als man üblicherweise tut. Weil systemisch nur eine Veränderung eine Veränderung macht. Gerade jetzt, wo wir gewohnte Normalität nur noch in homöopathischen Spuren zu erleben scheinen. Gerade jetzt.

Ich habe mich all die Jahre vom Kindergarten weg bis herauf an der Idee orientiert, dass all das, was in der Schule passiert auch dort geregelt werden sollte, habe angeregt, selbständig Lösungen zu finden und nur im äußersten Notfall in eine Sprechstunde zu gehen oder eine Lehrperson zu kontaktieren. In Summe bislang 1 einziges Mal. In Worten: Eins. Da habe ich Einiges gut. Dieses Pensum haben andere vermutlich bereits am Dienstag der zweiten Schulwoche übertroffen.

Heute schreibe ich nicht nur als Vater zweier schulpflichtiger Kinder (abwechselnd im 2-Tage-Schichtbetrieb; als Selbständiger kann man es sich ja einteilen) sondern auch als Klinischer Psychologe mit den täglichen Erfahrungen in der Praxis in dieser unsäglichen Coronazeit. Und Unverständnis steigt in mir hoch, steigert sich zum Zorn und wird zur Wut. Und das ist gut so. Kommt grad drauf an, was man draus macht …

Weil ich aber keine Lust habe, in eine Sprechstunde zu gehen oder Mails zu schreiben, die sich dann im Rechtfertigungs- und Verteidigungserleben wie die Fliegen vermehren und hin und her schwirren, wende ich mich an dolomitenstadt.at und schreibe gleich öffentlich. An uns Eltern, an alle Pädagoginnen und Pädagogen, Schulleiterinnen und Schulleiter und von mir aus in Kopie ans Ministerium und wen es sonst noch interessiert. Es freut mich, wenn es gelingt, mich nicht als Anpatzer oder Angreifer zu sehen. Eher als Verbündeten mit gemeinsamem Interesse am Wohlergehen der Kinder. Ich sehe uns auf derselben Seite und hoffe auf konspirative Beteiligung.

Trotzdem vorsichtshalber an der Stelle: Liebes Lehrpersonal! Ihr habt meine aufrichtige Wertschätzung! Die meisten wissen, was ihr schon unter Normalbedingungen im Schulbetrieb tragen müsst und was ihr seit einem Jahr leisten müsst. Das hier ist keine persönliche Kritik, mehr eine Einladung oder eine Anregung für die eine oder den anderen unter uns.

Ich weiß nicht, ob es noch notwendig ist, aktuelle Untersuchungen zu zitieren. Trotzdem. Mehr als die Hälfte der Kinder und Jugendlichen zeigt mittlerweile depressive Symptome. (Rechne auf zwei Wegen und mach die Probe! Wenn du in eine Klasse mit 17 Kindern schaust und mehr als die Hälfte davon depressive Symptome hat, erstens wie viele ängstliche, niedergeschlagene, überforderte, resignierte Augen schauen dich dann an? Zweitens was macht das mit dir? Abzugeben bis morgen, Abgabetermin 17:00 Uhr. Und wenn ich schreibe 17:00 Uhr, dann meine ich 17:00 Uhr und nicht 17:05 Uhr).

Angsterkrankungen haben zugenommen. Wir sehen massive Stressbelastungen, sozialen Rückzug, Schlafstörungen, Selbstverletzungen, Essstörungen, Suizidgedanken etc. Die Kapazitäten an den Kinderpsychiatrien sind zum Teil erschöpft. Es wird triagiert. Den Kindern ist seit einem Jahr genommen, was sie in ihrer Entwicklung dringend bräuchten. Kinderzimmer werden zu Arbeitszimmern, Computer werden morgens gestartet und laufen bis in die Nacht. Arbeitsaufträge häufen sich und überhäufen die Kinder. Freundschaften gehen verloren, neue können sich nicht entwickeln. Perspektiven gehen verloren und ein Ende ist nicht absehbar.

Als Eltern sind wir gefordert und oft sogar darüber hinaus. Weil ehrlich: Wer hat noch Lust auf Scrabble oder UNO, Malefiz oder eine Partie Backgammon? Was willst du noch erzählen, wenn du zuletzt im Oktober mit einem Freund Mittagessen warst? Soweit bin ich, dass ich einen Einkaufsspaziergang durch den OBI mit unserer jüngeren Tochter als willkommene Abwechslung und kleines Highlight genieße. Ich war auch schon mal einfallsreicher, merke ich.  Scheint’s, ich erodiere.

Ich schwöre, sobald es jemand geschafft hat, die Impfungen zu organisieren (wünschenswert wäre heuer noch) und halbwegs Normalität herrscht, rutsche ich noch mit der Nadel im Arm auf Knien nach Duino oder Grado. Und trag dabei die Kinder auf den Schultern. Für Spaghetti, Espresso, Meer riechen und wieder einmal in die weite Ferne schauen können. Die Dolomiten schauen ja ganz schön aus, wenn morgens die Sonne rein scheint. Das nutzt sich bei ständiger Betrachtung halt auch ab. Und zu hoch sind sie außerdem. (Reflektiere! Was war dir das Allerwichtigste als du 15 warst? Ca. 200 Worte bis morgen früh. Abgabetermin 07:55 Uhr.)

Täglich bleiben Kinder zurück, die es nicht mehr schaffen, die nicht mehr können, die nicht mehr wollen. Die verlieren wir. Sie gehen verloren. Für den Psychologen ist es nicht neu, zu sehen, dass manche Menschen unter Stressbelastungen beginnen, mit noch mehr Anstrengung und Druck zu reagieren, weil sie glauben, dass man jetzt erst recht müsse… dass man Gas geben müsse… sich mehr anstrengen müsse. Kurzfristig kann es funktionieren, langfristig führt es in die Erschöpfung. Ich verstehe, dass man sich keinesfalls dem Vorwurf ausgesetzt sehen möchte, zu wenig getan zu haben. Weshalb manche, so scheint’s, unserem völlig pervertierten Leistungsdenken anheimfallen und doch noch mehr verlangen.

Anstatt dem Pferd die Last von den Schultern zu nehmen scheinen manche noch ein bisschen drauf zu laden und es dann womöglich noch zu prügeln, weil es nicht mehr kann. (Merke auf und wiederhole laut! Mehr… als … die … Hälfte … der … Kinder … ist … krank!) Ist man nicht gerade schulpflichtig, geht man in einer derartigen Situation und Verfassung möglicherweise erst in Krankenstand und dann auf Reha. Irgendeiner wird die Arbeit schon machen oder auch liegen lassen. Nicht aber wenn man zur Schule geht. Keine Lobby nirgendwo. Niemand lernt für einen und macht die Hausaufgaben für einen. („Du musst dazuschauen!“, „Wenn du dich nicht anstrengst, bleibst fix sitzen heuer!“ … „Ja, aber ich schaff`s nicht mehr!!“)

Und jetzt ganz ehrlich. Wissen wir, wie es weitergeht? Es nicht mehr schaffen, aber doch sollen und es dabei immer weniger können. Und vielleicht noch gesagt bekommen, dass man sich zusammenreißen soll, oder endlich „etwas?“ tun solle. Wissen, dass man nicht mehr hinterherkommt, und weiß und spürt, wer es ausbaden wird. Es ist schwer, etwas zu müssen oder zu wollen, wenn es nicht mehr geht. Ein gutes Viertel von uns Erwachsenen kennt dieses depressive Erleben. Seit einem Jahr noch mehr von uns.

Es ist schwer begreiflich, welchem Zweck es dienen soll, in einem Nebenfach seitenweise Text aus dem Buch handschriftlich ins Heft zu übertragen. Ich steh total auf Handschrift, am besten mit Füllfeder. Aber Lernen geht anders. Bis zu den Semesterferien konnte man ja noch glauben, dass dieser Wahn absehbar sei. Bei manchen scheint er aber zu einem Dauerzustand mutiert zu sein. (Merke auf und wiederhole laut! Es … ist … zu … viel!) Vor Corona von mir aus, aber mittlerweile, in dieser momentanen Situation ist … es … für … sehr … viele … zu … viel!

Manche scheinen sich selber nicht mehr zu spüren und sind schön langsam einfach nicht mehr witzig. Ich aber bald auch nicht mehr. Muss ich jemandem erzählen, wie fordernd es seit einem Jahr ist, Sinnhaftigkeit und Motivation zu vermitteln!? Nein, muss ich nicht. Von Lust und Freude reden wir schon gar nicht mehr. Wir kennen es nur zu gut. Und: Nein – ich schaffe mir gewiss nicht noch einen Drucker für zuhause an. So viel Holz habe ich diesen Winter nicht verheizt, wie bisher gefühlt an Arbeitsblättern ausgedruckt.

Das Pferd ist auf den Knien. Wir haben Ausnahmezustand. Unsere Kinder sind absolut am Limit. Wir sind am Limit. Erzähle mir niemand, dass das letzte Jahr spurlos an einem vorüber gegangen ist. Es geht nicht mehr um Lernziele, Jahrespläne oder Schularbeitenstoff. Es geht um unsere Kinder. Unsere Leistungsgesellschaft ist auch ohne Lockdowns dabei, sich totzulaufen. So lässig Sport ist, so krank ist Leistungssport. So schön es ist, ein Instrument zu spielen, so schräg sind Leistungsabzeichen. Das Jammern von Funktionären oder Trainern, der (Ski)Sport gehe den Bach runter, die Jungen würden sich nicht mehr anstrengen wollen, kann man nicht mehr hören. Die Jungen wollen schon. Was sie nicht wollen, ist dieses perverse System von Leistung, Angst, Druck, Gewalt und – ja, auch Missbrauch. Als Sportpsychologe habe ich in den letzten 15 Jahren erfahren, dass die Kehrseite der Medaille um vieles größer ist, als die glänzende Vorderseite. Da stimmt doch etwas nicht.

Zukunft findet so sicher nicht statt. Wir Erwachsenen sind grad noch ein wenig Gegenwart, bald Vergangenheit. Die Zukunft sind wir sicher nicht. Wir hatten unsere Zukunft. Die Zukunft sind unsere Kinder. Und?! Wie geht es unseren Kindern?! Eine für alle wohltuendere Haltung wäre hilfreich. Niemand wird zurückgelassen. Koste es, was es wolle! Apropos „Koste es, was es wolle!“ – ich habe vergessen zu recherchieren, wie viele neue Stellen für SchulpsychologInnen in den vergangenen 12 Monaten geschaffen wurden. Man möge mich erhellen.

Für eine gelungenere Zukunft braucht es vermutlich weniger Geld als vielmehr Mitgefühl und aufrichtiges Interesse. Vielleicht auch Mut, über Bord zu werfen, was nicht mehr sinnvoll ist, weil es eh nie richtig funktioniert hat. Weil Lernen eigentlich wunderbar ist und unsere Gehirne nichts lieber tun, als zu lernen. Sie können auch gar nicht anders als zu lernen. Mit Druck und Angst geht es halt verlässlich schlechter. Irgendwann geht es gar nicht mehr. Selbst wenn man wollte.

(Übe selbständig 3 Minuten täglich! Mal ein Auge zudrücken, mal beide Augen zudrücken!) Manchmal erkennt man mit geschlossenen Augen leichter, was jetzt guttäte.

Grade eben bin ich mir am Diwan in eine Trance entwischt an diesem Sonntagnachmittag: es sind noch fast 4 Monate bis zum Sommer… den Lehrplan sausen lassen… mit der Klasse auf die Fischwirtsbrücke und das Zeugs in hohem Bogen in die Isel geworfen (mit den Lateinbüchern war das in den 80ern eine schöne Sache)… Schule für alle Kinder von Montag bis Freitag, damit sich Eltern im Homeoffice nicht mit dem Laptop im Kleiderkasten einsperren müssen, um eine halbe Stunde in Ruhe arbeiten zu können (mit Bullerbü hat das nur mehr peripher zu tun, wenn alle zuhause worken, officen und learnen) … jedes Kind steigt in die nächste Klasse auf, wenn es will… Stoff in verdaulichen Häppchen … keine Überprüfungen, keine Schularbeiten, keine Tests… „lernen und lernen lassen“.

So etwas wie Wandertagsstimmung. Die Monate bis zum Sommer böten sich wunderbar für ein psychosoziales Experiment an. Solche Untersuchungsbedingungen kommen (hoffentlich) nicht so schnell wieder. Ist schon klar. Ist nicht euer Job. Ich sehe aber grade nicht, dass jemand in vorausschauender Weitsicht ausreichend Fachpersonal in Gestalt von Psychologinnen etc. zur Hand hätte. Also bleibt wieder so vieles an euch hängen. Such’s dir aus. Gib mit dem Stoff weiter Vollgas und du verlierst wahrscheinlich 5 von 10 Kindern. (Reflektiere, was das mit dir macht! Ca. 150 Worte übers Wochenende. Abgabetermin Montag 07:00 Uhr). Machst du es anders, gewinnst du, wenn’s richtig dumm läuft, vielleicht 10 von 10 Kindern. Oder vielleicht 9 von 10, weil eine/n gibt es immer. Weil wir es uns schlicht nicht leisten können, wenn Kinder und Jugendliche jetzt auf der Strecke bleiben. Wobei ich hoffe, dass wir es uns nicht leisten wollen.

Bei den Pfadfindern (ja, ja – lachen Sie nur) habe ich gelernt, dass nicht derjenige gewinnt, der als erster ins Ziel kommt. Gewonnen hat man, wenn alle zusammen im Ziel sind. So könnt’s auch gehen.

Nach einem Jahr Corona kommen wir alle auf der Felge daher, selbst der Psychologe würde ganz gern mal wieder im MoCafe sitzen und in die Isel schauen, im Bioladen Suppe schlürfen oder beim Joast einen Espresso, unter Menschen sitzen, sich eine Zeitung vors Gesicht halten und so tun als würde er lesen. Schwimmen gehen wäre auch ganz geschmeidig. Tagaus tagein selbsthypnotisch Ressourcen aktivieren und zuversichtlich in die Zukunft schauen kann auch mürbe machen. Vielleicht gelingt’s, dass wir alle ein bisschen vom Gas gehen.

Ich möcht’ die Kinder wieder lachen sehen. Das wär‘ schön.

Christoph Ebner
Klinischer Psychologe

Resümee:
*) Ich weiß, die Überschrift kann man diskutieren. Aber wie entscheiden Sie beim Überfliegen Ihrer Zeitung, welchen Artikel Sie lesen? Eben.

Und zweitens: Leider habe ich nicht die Zeit, auf Postings zu antworten. Wir haben Mathe-Schularbeit nächste Woche! Jenes Problemfach übrigens, welches in der ewigen Hitliste der Angstfächer verlässlich die ersten drei Plätze belegt.

Und drittens: Bitte keine Arbeitsaufträge über die Osterferien. Wir werden sie nicht machen.

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55 Postings bisher
nikolaus

Das "fast tote Pferd" wird leider weiter zu reiten versucht:

Meine Tochter (10. Schulstufe) hat heute, PALMSAMSTAG (!) von ihrer Deutsch-Professorin den Auftrag zur Verfassung eines Textes übermittelt bekommen, den sie bis kommenden DIENSTAG (!) abzugeben hat.

Da vergeht einem das Wiehern ...🐎

    S-c-r-AT

    Stimme Ihnen zu, dieser Vorgehensweise ist idiotisch.

    Würden Sie eventuell angeben, um welche Schule (Schultype) es sich hierbei handelt? Schulstufe 10 bestätigt meine Aussagen, dass etwas die Sekundarstufe 1 hiervon tendenziell nicht betroffen sein soll. Weiters sollte die betreffende Lehrperson wissen, dass ein Arbeitsauftrag über die Ferien nicht gestattet ist.

    smart65

    Kurze Gedächtnisauffrischung (Zitat vor 2 Tagen): ,,Das beliebteste Paar der Gegenwart hat wieder einmal zugeschlagen: Denunziantion und Schadenfreude! Herzliche Gratulation ...". Ein kurzer Anruf bei der betreffenden Lehrperson oder eine kurze Nachricht wären wohl zu umständlich gewesen, oder?

    nikolaus

    @ S-c-r-AT: Es ist im konkreten Falle eine Schule mit Oberstufe, kommt aber natürlich auch in anderen Schultypen vor! Die Vorgangweise als "idiotisch" zu bezeichnen, finde ich nicht notwendig. Es stecken wohl gut gemeinte Absichten dahinter. Jedenfalls ist es ungesetzlich.

    @ smart65: Ich habe weder jemanden persönlich denunziert, noch empfinde ich Schadenfreude. Mit geht es darum aufzuzeigen, dass die Situation zu entgleiten droht, denn die Nerven mancher Schüler*innen liegen blank. Dass man von Lehrpersonal erwarten darf, dass es die Gesetzeslage (= keine HÜ in Ferienzeiten) kennt und einhält, liegt für mich auf der Hand. Warum ich diese Person nicht persönlich kontaktiere? Meine Tochter hat es mir untersagt - offensichtlich befürchtet sie in weiterer Folge eine Benachteiligung. (Derartiges habe ich als Vater leider schon mehrmals erlebt: Ich bin für meine Kinder eingetreten - und sie haben es "ausbaden" müssen!) Außerdem könnte mein Posting vielleicht dazu beitragen, dass auch andere Lehrpersonen in sich gehen, um eine potentielle Überforderung der ihnen Anvertrauten auszuloten. Die Jagd nach Lernerfolgen darf die Grenzen psychischer Belastbarkeit einfach nicht übertreten. Dass dies kein Einzelfall ist, weiß ich mit Sicherheit!

BettinaHuber

Schreiben ist Therapie ... also setzt sich ein Vater, der wie viele andere Eltern eine "herausfordende" (abgedroschenes Wort - aber was verwende ich stattdessen?) Zeit durchlebt hin und schreibt seine Gedanken auf. Gott sei Dank hat er die Größe (denn man weiß im Vorhinein, dass man sich damit einem öffentlichen Druck aussetzt), uns an seinem - wirklich sehr gelungenen Text - teilhaben zu lassen. Hinsetzen, genießen, reflektieren und Dinge, die man anders sieht, hinterfragen und eventuell auch überlegen, WARUM man sie anders sieht. Wahrscheinlich wollen wir alle dasselbe: Weniger Sorgen, wieder eine gewisse Leichtigkeit, mehr "ALLE ZUSAMMEN" ... Was spricht dagegen, mit und bei unseren Kindern anzufangen?????!!!!!

Biker

Was ein bekannter Hirnforscher dazu sagt. https://youtu.be/EpIXYHAh3cQ

Chronos

Voran möchte ich erwähnen, dass es in meinem engen Umfeld (Verwandtschaft, Bekanntenkreis) einige PädagogenInnen gibt, welche die Wortwahl von @Aspasia – als selbst geoutete Lehrerin, absolut nicht gutheißen. Es sind Lehrerinnen und Lehrer, welche ihren Beruf als Berufung sehen und auch mit entsprechendem Niveau den Umgang mit ihren SchülerInnen pflegen! Auch zu erwähnen sei, das Posting @lehrer, welcher sehr wohl versteht und „voll hinter dem Text“ steht!

Lieber @S-c-r-AT, Sie verteidigen @Aspasia und ich fühle mich angesprochen "verfehlte Berufung". Immerhin bringen Sie Argumente vor "NULL Vorgaben vom Dienstgeber, aber stündlich ändernde Anforderungen..." Natürlich bringe ich Verständnis dafür auf und bei einigen anderen auch. Vieles sehe ich aber nicht so und sie verallgemeinern sehr. Ich kenne Sie ansonsten mit durchaus gut begründeten Argumenten, die für mich vielfach verständlich sind. Fühlen Sie sich durch den Text etwa persönlich angegriffen?

@Aspasia, die in ihrem Posting ihrem Frust freien Lauf lässt, einen Rundumschlag macht und sich als Lehrerin persönlich angegriffen fühlt, hat sich meines Wissens nicht geäußert, vielleicht einen "schlechten Tag" erlebt zu haben. Dann würde ich noch Verständnis dafür aufbringen! Deshalb finde ich meine Frage durchaus berechtigt, ob sie als Lehrerin die „richtige“ Berufswahl getroffen hat. Mit ihren Aussagen bricht sie selbst eine Lawine los, die so nicht notwendig war. Gerade eine Lehrerin sollte in der Wortwahl, auch mit Frust auf alles, sorgsam umgehen! Natürlich gibt es (wenige) Eltern, die Pädagogen gegenüber unmöglich sind. Aber deshalb sofort auf ALLE zu schließen ist unzulässig und inkompetent.

Mit den Worten, zitiere @Aspasia: „… wie schlimm doch nicht alles ist? Wie schlecht die Lehrer seien, wie unwichtig Mathe sei? … gar nichts mehr in der Schule zu verlangen. Aber den Gefallen werde ich Ihnen und all den anderen Eltern, die glauben wir sind diejenigen, auf die sie kotzen dürfen, sicher nicht tun. Ich unterrichte jetzt ein Jahr in einer Pandemie und täglich ist meine Gesundheit gefährdet. Ist Eltern total egal. Null Dankbarkeit.“

Es ist nicht meine Absicht als Verteidigerin von Herrn Ebner aufzutreten, jedoch lässt sich aus den Sätzen der Lehrerin @Aspasia, klar ihren Frust herauslesen. Ich wiederhole, @Aspasia hat den Artikel nicht genau gelesen, oder aus allgemeinem Frust nicht richtig eingeordnet. Gerade als Lehrperson sollte ein gewisses (hohes) Maß an Textverständnis vorausgesetzt werden – siehe oben Berufswahl! Ob sie ihren Frust auch an ihren SchülerInnen auslässt, lässt sich natürlich nicht sagen.

Aber, dass wir (Poster) uns "zusammenrotten" und auf sie "einprügeln" würde ich so nicht sehen. Und falls es so sei, dann hat @Aspasia das selbst verursacht. Weiters hat sich @Aspasia als Lehrerin blamiert, egal wie man es sieht. Nämlich kein Textverständnis und noch dazu mit ihrer Wortwahl (…). Auch Sie, S-c-r-AT will ich darauf hinweisen, dass Sie genau lesen und hinhören sollten…

Zitat aus dem Text von Herrn Ebner: "Es freut mich, wenn es gelingt, mich nicht als Anpatzer oder Angreifer zu sehen. Eher als Verbündeten mit gemeinsamem Interesse am Wohlergehen der Kinder. Ich sehe uns auf derselben Seite und hoffe auf konspirative Beteiligung. Trotzdem vorsichtshalber an der Stelle: Liebes Lehrpersonal! Ihr habt meine aufrichtige Wertschätzung! Die meisten wissen, was ihr schon unter Normalbedingungen im Schulbetrieb tragen müsst und was ihr seit einem Jahr leisten müsst. Das hier ist keine persönliche Kritik, mehr eine Einladung oder eine Anregung für die eine oder den anderen unter uns."

So verstehe ich es und viele andere … Also, @Aspasia, @S-c-r-AT, @unholdenbank, @leniiii und Co – einfach lesen…

Beim Lesen des Artikels sollte man mit etwas Augenzwinkern auch etwas Verständnis aufbringen, ebenso für den Wortwitz. In diesen außerordentlich schweren Zeiten für uns alle, sollte unser Augenmerk mit viel Einfühlungsgabe und besonderen Verständnis auf die Kinder und Jugendlichen ausgerichtet sein.

Auch gilt meine „Dankbarkeit“ – also, nicht „Null Dankbarkeit“ wie @Aspasia sich ausdrückt - genauso an alle anderen Berufsgruppen, die im letzten Jahr systemrelevant waren und sind. Insbesondere Wertschätzung natürlich an das Lehrpersonal und Hochachtung an alle Lehrerinnen und Lehrer, welche ich besonders gut kenne!

    BettinaHuber

    Mein "Daumen hoch" (und 1 mal "stimme zu") haben Sie!

    S-c-r-AT

    Hallo Chronos!

    Vielleicht habe ich gestern tatsächlich etwas zu früh und aus der Hüfte geschossen. Mir ging es in meinem Posting gar nicht so sehr um den Text des Herrn Ebner (den habe ich tatsächlich mit Augenzwinkern gelesen), sonder eher um die geballten Anfeindungen der Person Aspasia.

    Wenn ich dann Aussagen wie "trotz 3 Monaten frei durchfüttern,...." oder "fehlende Berufung" lese, dann kann mir tatsächlich der Kragen platzen. Dass ich dabei (unter anderem) Sie unter Beschuss genommen habe (ich schätze Ihre Kommentare meistens auch), sei mir verziehen.

    Ich betone es aber gerne noch einmal: Ich kenne alle Seiten der Pandemie-Schule-Problematik. Ich lege die Hand ins Feuer, dass es diese Art der Überforderung, wie sie Herr Ebner beschreibt, an KEINER VS oder MS im Bezirk Osttirol gibt. Eltern, Lehrer und Kinder,.... alle geben ihr bestes....die (mir bekannte)Lehrerschaft ist für Schüler rund um die Uhr erreichbar, Extra-Videokonferenzen zur Förderung werden angeboten, Förderunterrichte, Betreuungsangebote, und und und,... das lasse ich einfach nicht schlechtreden.

    Umgekehrt gibt es (sehr wenige) Schüler, die absolut gar nichts mehr machen, weil Herr Fassmann das Aufsteigen trotz Nicht genügend quasi garantiert hat. Leider gibt es auch Eltern, die sich so verhalten, wie ich bereits mehrfach geschrieben habe. Kinder werden im LD in die Betreuung geschickt, damit sich die eigene Freizeit und sportliche Ertüchtigungszeit maximieren lässt. Die gleichen Eltern verweigern dann aber die Testungen der Schüler und die Teilnahme am (schichtweisen) Unterricht. Lehrer sollen dann unterrichten, die zu Hause befindliche Schülerschaft mit Arbeitsaufträgen beschäftigen und zusätzlich noch die "Verweigerer" versorgen. Darf man da auch mal frustriert sein, wenn dann wieder öffentlich gegen die Lehrerarbeit gemeckert wird?

    Auch wenn Herr Ebner schreibt:

    "Es freut mich, wenn es gelingt, mich nicht als Anpatzer oder Angreifer zu sehen. Eher als Verbündeten mit gemeinsamem Interesse am Wohlergehen der Kinder. Ich sehe uns auf derselben Seite und hoffe auf konspirative Beteiligung....."

    Diese Art der Relativierung ist er sich doch selber schuldig, weil er selber erkennt, dass er als Anpater, Angreifer,.... handelt. Er gesteht es sich mit diesem Absatz doch selber ein. Er hätte öfters den Kontakt zu den Lehrpersonen suchen sollen, anstatt hier einen "offenen Beschwerdebrief mit Wortwitz" zu verfassen.

    Dass da dann die Lehrer-Hater sofort aufspringen muss auch einem Klinischen Psychologen mit Elternhintergrund klar sein. War es ihm wahrscheinlich auch.... Mission erfüllt.

Astrid123

Danke für diesen tollen Text. Spricht mit als Mutter aus der Seele.

manwie

Herr Ebner, Ihre Diagnose ist hervorragend. Ihr Behandlungsvorschlag vermag allerdings nicht uneingeschränkt zu überzeugen. Die wahren und einzigen Ursachen der Überforderung unserer Kinder sind ausschließlich Ergebnis der unmenschlichen und kinderverachtenden Politik der Bundesregierung und williger Handlanger seit März 2020. Die Maßnahmen gegen das Kinderwohl beruhen auf keinen evidenzbasierten Grundlagen und erwecken den Anschein, dass die Kinder zu Versuchskaninchen mißbraucht werden. (Testpragmatismus und -aktionismus mit nicht validen Tests als Maßnahme zur Rückkehr in die Normalität vor Corona). Die Behandlung an der Wurzel ist ergo auch nur dort möglich. Die Behandlung symptomatisch auf der Ebene der Lehrerschaft anzusiedeln zu wollen, eröffnet nur ein unnötiges politisches und vorurteilsbehaftetes Angriffsfeld gegen die Lehrerschaft, vermag aber wenig bzw. gar nichts zur Heilung der kranken Kinderseelen beizutragen. So führt Ihre tolle Diagnose leider zu einem völlig unsachlichen Bumerang gegen die Lehrerschaft. Politischer Bildungs- und Erziehungsauftrag sollte es sein, dass alle Kinder ihrer natürlichen Immunität bewußt sind und sie ständig in der Schule angeleitet werden, diese zu stärken.

    ErsteHilfe

    Lehrer haben die Freiheit, mit der derzeitigen Ausnahmesituation unterschiedlich umgehen. Manche setzen auf Strenge, andere berücksichtigen die Belastungen, unter denen die Kinder stehen. Als Lehrer kann man, beispielsweise, in Turnen ein Befriedigend ins Zeugnis schreiben, wenn der Schüler 2 Mal vergisst, die zuhause durchgeführten Turnübungen zu melden. Man kann aber allen Schülern ein Sehr Gut geben, weil Online-Turnen ohnehin ein Schmarrn ist und nicht beurteilt werden kann. Man kann einer Schülerin befehlen, den MNS sofort wieder ordentlich aufzusetzen, wenn sie sie wegen Kopfschmerzen kurz von der Nase zieht oder diesen Befehl sein lassen. Man kann Schularbeiten, die mit MNS und unter Sauerstoffmangel geschrieben werden, streng oder nachsichtig bewerten.

    "Symptomatisch auf der Ebene der Lehrerschaft" besteht also nicht nur die Möglichkeit, sondern auch die Notwendigkeit, die ihnen anvertrauten Kinder in dieser belastenden Situation zu unterstützen. Das hat, glaube ich, Christoph Ebner auch so gemeint.

    S-c-r-AT

    @manwie Man könnte hier beinahe einen Synonym-Account einer anderen Person mit einer 11 im Namen vermuten. Sehr ähnlich geartete Argumentation. :-)

    Ich bin mir sicher, Sie können hier evidenzbasierte Alternativen anbieten, auf die die Regierung samt ihren Expertengremien noch nicht gekommen sind. Lassen Sie uns doch bitte daran teilhaben.

unholdenbank

Da geht's wieder los mit dem Lehrerbashing. Ist immer schon ein beliebtes Spiel gewesen. Da haben wir ja etwa 5 Millionen Fachleute auf diesem Gebiet (unsere "Erwachsenen"). Dabei ist es ganz einfach: Alle Besserwisser machen von ihrem Recht Gebrauch, ihre Kinder zu Hause zu unterrichten. Das geht, auch ohne Corona und ist rechtlich möglich. Wenn man nachweisen kann, dass man dazu ausgebildet und in der Lage ist. Da kann man dann alle, in diesem Forum genannten klugen pädagogischen Ansätze verwirklichen und braucht sich nicht von diesen unfähigen Lehrpersonen die genialen eigenen Kinder verderben zu lassen. Also Eltern ran an die Front und unterrichten sie ihre Kinder selbst. Vielleicht finden Sie sowohl zwischen dem Reit- , Tennis- und Musikunterricht in der Musikschule und/oder den Russischstunden sowie dem Judotraining als auch zwischen den Computerspielen Ihrer genialen Kinder noch Zeit, ein wenig Addieren, Subtrahieren, Multiplizieren und Dividieren zu unterrichten. Algebra und Geometrie braucht ja sowieso keiner mehr, dafür haben wir ja den Taschenrechner. Und ja keine Überforderung! Für die Rechtschreibung gibt's ja Korrekturprogramme. Chemie, Physik,Biologie wer braucht denn das? Es gibt ja so tolle Universumfilme und jeden Dienstag die Wissenschaftsshow. Da lernt man richtig was Gscheites über den letzten Wurm im Amazonas. Ja, gerade die oft geforderte tägliche Turnstunde, da wird's bei unseren Couchpotatoes halt schwierig - aber auch das ist von unseren Helikoptereltern zu schaffen. (Ironie aus, für die Blitzgneiser). Also liebe Eltern, ran an die Kids.

lehrer

100% getroffen! großartig! als elternteil, großelternteil und ehemalige lehrperson stehe ich voll hinter dem text!

    Freizeit

    Schade, dass Sie schon in Pension sind. Solche Lehrer braucht das Land. Schlimm genug, dass wir solche "Aspasias", mit über drei Monaten Ferien im Jahr, durchfüttern müssen. Furchtbar für unsere Kinder.

Chronos

Herr Ebner, brillant! Locker und leicht zu lesen mit einem Wortwitz wie ich ihn liebe…

@Aspasia, warum sind Sie so aggressive? Ich kann mir nicht vorstellen, dass Sie eine Lehrerin aus Berufung sind. Sie sollten überlegen, ob Sie den "richtigen" Beruf gewählt haben. Es gibt auch LehrerInnen mit Passion, welche Sie in Verruf bringen!

Isabella Lukasser

Wie wahr! *****

hoerzuOT

Genialer Kommentar! Wenn's Ihnen, Herr Ebner, irgendwann mit der Psychologie reicht, könnten Sie nahtlos als Autor weiterarbeiten.

Klara Fall

Also für meine Kinder war es ein super Jahr. Beide Eltern Kurzarbeit, also Urlaub und doch jedes Monat Gehalt. Den ganzen Sommer mit Wohnmobil unterwegs und im Winter täglich Skifahren, rodeln, eislaufen usw.. Der Unterricht zu Hause war auch super, auch die Kinder waren super motiviert und haben viel dazugelernt. So viel in der Natur unterwegs und Familienzeit hatten wir bis jetzt noch nie. Verstehe aber auch die andere Seite, es ist nicht bei jedem so das das Geld vom AMS oder Kurzarbeit bzw. Unterstützung vom Staat reicht. Wir haben da natürlich auch zurückgesteckt. Vom All inklusive zum Campingplatz bzw. Natur. Nur zum empfehlen!

umbrelle

Danke, Herr Ebner, Sie haben recht!

Man erkennt den Wert einer Gesellschaft daran, wie sie mit den schwächsten ihrer Glieder verfährt. Gustav Heinemann.

Bin übrigens Lehrer.

hinter dem vorhang

ist auch ihr job!!!!!!!!

mich fragt auch keiner.

Aspasia

Zum Nachdenken: Wie oft triggern Sie Ihre Kinder, wie schlimm doch nicht alles ist? Wie schlecht die Lehrer seien, wie unwichtig Mathe sei? In einem wissenschaftsfeindlichen Land wie Österreich (exponentiell und logarhythmisch versteht ja nicht mal der Gesundheitsminister) ist klar, dass jetzt der Aufschrei losgeht, gar nichts mehr in der Schule zu verlangen. Aber den Gefallen werde ich Ihnen und all den anderen Eltern, die glauben wir sind diejenigen, auf die sie kotzen dürfen, sicher nicht tun. Eine Lehrerin. PS: Ich unterrichte jetzt ein Jahr in einer Pandemie und täglich ist meine Gesundheit gefährdet. Ist Eltern total egal. Null Dankbarkeit.

    BettinaHuber

    Null Textverständnis

      lillifee

      Null Textverständnis und offensichtlich sehr frustriert mit der derzeitigen Situation....

    Freizeit

    Schon einen Termin beim Schulpsychologen vereinbart?

    Denksport

    Meinen Sie, dass Verkäuferinnen, Gesundheitspersonal und alle, die arbeiten "dürfen" weniger gefährdet sind? Vielleicht wissen Sie es nicht mehr, aber letztes Jahr um diese Zeit saßen die Verkäuferin noch ohne Mundschutz und Plexiglas an der Kassa - und aus dem groß angekündigten Bonus für Systemerhalter ist auch nichts geworden, also auch kein Dank. Ich hoffe, dass Sie ihre Angst wenigstens nicht auf die Kinder übertragen.

    Moses

    @Aspasia: Haben Sie heute schlecht geschlafen? In Ihrem ersten Satz werfen Sie Herrn Ebner vor, dass er seinen Kindern die Welt ausschließlich schwarzmalt. Und Sie? Ihre Stellungnahme erschreckt ob der ihr innewohnenden Frustration. Ich hoffe inständig, dass Sie in der Schule anders agieren, als es hier Ihr Geschwurbel nahelegt.

    donie

    Es geht doch überhaupt nicht darum, nichts zu verlangen, es geht darum, nicht einfach Stoff in unsere Kinder hineinzustopfen, die sowieso schon randvoll sind.... Es geht darum, den Spaß und die Freude am Lernen wieder zu wecken (wäre vor Corona schon manchmal wichtig gewesen). Und es geht darum, hinter dir Kulissen zu blicken und zu erkennen, warum so mancher nichts mehr erledigen kann, Ohnmacht zu erkennen, hinzuhören und versuchen zu verstehen. Ich kann nicht nachvollziehen, dass man gleich weitermacht wie "präcorona". Passen wir uns doch an, an die Gegebenheiten! Nehmen wir Schule doch leichter! Reden wir mit den Kindern! Denken wir doch daran, wieviel Gelerntes auch über "normale" Sommerferien vergessen wird... Meine Kinder haben im letzten Jahr viel gelernt, vielleicht weniger Unterrichtsstoff, aber ich bin mir sicher, der Lernerfolg des Jahres 2020 ist nachhaltig!

    mimi

    Es ist für ALLE eine neue, unfassbar schwierige und eben noch nie dagewesene Situation! Das richtige Maß zu finden war anfangs bestimmt nicht einfach, da ja jedes Kind anders ist und in unterschiedlichen Familiensituationen aufwächst (zumal sich über die Sinnhaftigkeit von Hausübung in Zeichnen und Religion in dieser Zeit streiten lässt😉) Es braucht Verständnis für alle Seiten und ich verstehe auch, dass man sich mal Luft machen muss, wenn man als Lehrer(in) ständig von alles Seiten kritisiert und angegriffen wird! Aber diese Wortwahl??? Da hoffe ich doch, vor allem für die Kinder, dass in Ihrer Schule eine andere Tonart herrscht!

    Auch ich habe ein schulpflichtiges Kind und bin dankbar, dass an unserer Schule von Anfang an ein reger Austausch zwischen Lehrpersonal, Schülern und Eltern stattgefunden hat! So war schnell geklärt ab wann es zu viel war! Danke an dieser Stelle, allen Lehrern denen (trotz Risiko sich zu infizieren) das Wohl der Kinder am Herzen liegt, denen wichtig ist, dass die Kids den Spaß am Lernen nicht verlieren und an richtiger Stelle fordern und fördern! Auch die gibt es! DANKE!

    Aber leider gibt es auch die andere Seite - wie ich aus meinem Bekannten- und Freundeskreis höre: täglichen Kampf, Tränen und vor allem Überforderung!

    Denn eines sei gesagt: die wirklich Leidtragenden der Maßnahmen sind die Kinder und Jugendlichen!!! Die Unbeschwertheit die wir Erwachsenen als Kinder und Jugendliche erleben haben dürfen, ist in diesem Jahr meiner Meinung nach, verloren gegangen!

    Deshalb danke Herr Ebner, dass sie das so treffend, und auch mit kleinem Augenzwinkern hier und da, ansprechen! Bravo!

    PS @Aspasia: Zum Nachdenken: Was denken Sie, mit wie vielen (kranken) Menschen haben es alle, die in Gesundheitsberufen arbeiten zu tun??? Oder alle Mitarbeiter im Handel??? Vor allem die kommen jeden Tag zur Arbeit, auch seit einem Jahr, und haben täglich Kontakt unzähligen Menschen, von denen kaum jemand jeden 2. Tag getestet wird bzw. nur jeden 2. Tag erscheinen darf!

    snorre

    jammern auf hohem Niveau..dann ab in den Krankenstand, volles Gehalt kommt als Beamtin sowieso aufs Konto..im Gegensatz zu Kurzarbeitern und Arbeitslosen

    Florinaldo

    Ah ja, der Logarhythmus (!), sehr schön - wo bringens den denn ihren Kindern bei? Im Musikunterricht?

    Chronos

    @Aspasia, es ist schon erschreckend! Wie schaffen Sie es, dass Sie als Lehrerin Ihren SchülerInnen sinnerfassend lesen beibringen? Bitte, lesen Sie den Text von Herrn Ebner nochmals…

    S-c-r-AT

    Wie sich hier wieder alle zusammenrotten und auf Aspasia einprügeln, weil sie etwas ausspricht, was die Elternschaft nicht hören will.

    Herr Ebners Text spricht einige Punkte an, die des Nachdenkens würdig sind, keine Frage. Gleichzeitig sollte er sich die Frage stellen, ob seine Kinder in die geeignete Schule gehen. Ich lege höchspersönlich die Hand ins Feuer, dass es sich bei Herrn Ebners Text NICHT UM EINE MITTELSCHULE (ehemals Hauptschule) in Osttirol handeln kann.

    Es kann sich hier meines Erachtens "nur" um eine weiterführende Oberstufe oder eine Gymnasium-Unterstufe handeln. Das sollte der Herr Ebner rasch aufklären.

    Das Wort "Lockdown" war noch nicht mal ausgesprochen, da stellten Elternvertreter schon Forderungen. Die Vertreter jener Eltern, die kinderfreie Vormittage auf der Schipiste verbrachten, weil die Kinder in der "Notbetreuung" untergebracht waren. Teilweise 90% der Kinder waren in der Notbetreuung für systemrelevant Berufstätige. Aber das Thema hatten wir hier schon..... und muss nicht noch einmal durchgekaut werden.

    Aspasias Frustration sollte vielleicht auch einmal hinterfragt werden: NULL Vorgaben vom Dienstgeber, aber stündlich ändernde Anforderungen. Mehrstündiger Aufenthalt in geschlossenen Räumen mit Kindern, deren Eltern sich ohnehin an keine der "sinnlosen" Maßnahmen halten, ja sogar Kinder, die als K1 eingestuft sind, weiter in die Schule schicken. Lehrer als Mitglied der Risikogruppe gibts sowieso nicht, zumindest gibts keinen Schutz für diese.

    Deshalb hinkt auf der Vergleich mit dem Gesundheits- und Handelspersonal: Gesundheitspersonal hat adäquate Schutzausrüstung, Handelsangestellte sind nicht im stundenlangen Kontakt zu potentiell Infizierten.

    Aber die Krönung sind dann Eltern, die ihre Kinder während des GESAMTEN LOCKDOWNS in die Betreuung schickten, ABER ab dem Zeitpunkt, wo zum Testen war, den Schulgang aus Protest verweigerten.

    Am meisten wundern muss ich aber dann über Menschen, die hier von "verfehlter Berufung" schreiben. Diese Menschen sind es meist, die bei ihren eigenen Kindern kein Leiberl haben und ihrer "Berufung" (oder Verpflichtung) als Erziehungstätige sträflich vernachlässigen. Wobei.... Berufung brauchts ja nur beim Lehrer, Eltern sein hört sich da ja viel früher auf.... zumindest hat es manchmal so den Anschein.

    Eltern (oder Psychologen) dürfen sich hier scheinbar den Frust von der Seele schreiben, Lehrer sollen gefälligst leise sein. Immerhin werden sie ja weiterhin bezahlt. Tolle Gesellschaft, die sich das Recht herausnimmt zu urteilen, wer unzufrieden sein darf und wer nicht.

      Anthony Soprano

      @S-c-r-AT ich habe Ihr Posting nicht gelesen! Wozu auch?Ich habe mich einfach an ihrer Vorgehensweise orientiert und gebe meine Meinung ab, ohne den Ausgangstext gelesen zu haben. Ich hoffe zumindest, dass Sie den Ausgangstext (Bittschön, Erbarmen – das Pferd ist fast tot!) nicht gelesen haben, denn wenn doch, dann ist es noch viel schlimmer und Sie haben den Text nicht verstanden. Es geht einfach nur darum, dass man die Wichtigkeit der Schule in Relation zu dieser herausfordernden Zeit stellt. Es sollte also für die Psyche ALLER (Lehrer, Eltern und Schüler) mehr Wert auf die Gesundheit selbiger gelegt werden und weniger auf exponentiell und Tangens. Das tangiert Sie wohl nur am Rande, aber ich kann Ihnen versichern, dass ich Aspasia ewig dankbar dafür bin, dass sie ihren Job so ernst nimmt!

      leniiii

      100% Zustimmung für Sie S-c-r-AT! Braucht viel Mut gegen den allgemeinen Strom zu schwimmen! Meine Hochachtung ist Ihnen gewiss - meines Zeichens Mutter von 4 Kindern, berufstätig, viel, viel Lebenserfahrung. Warum ich das schreibe? Weil ich schon die Antworten auf mein Posting kenne...

      S-c-r-AT

      @Anthony Soprano

      Vielleicht hätten Sie mein Posting doch lesen sollen. Dort steht nämlich explizit, dass erwähnt werden sollte, um welche Schule(n) es sich da handelt. Sekundarstufe 1 (in Osttirol) schließe ich aus, da hier sehr wohl Rücksicht und Verständnis gezeigt wird.

      Aber super, dass Sie den Begriff "tangieren" verwendet haben. Meine Hochachtung dafür ist Ihnen gewiss.

Freizeit

BRAVO!!! Genau so ist es. Fantastisch getextet und auf den Punkt gebracht. Hoffentlich kommt dieser "Befund" auch an den zuständigen Stellen und bei den richtigen Personen an.

    Klartext

    genau das hoffe ich auch !

    leniiii

    "BEFUND"? Ich schrieb einstens eine Arbeit über 150 Seiten zum Thema "Neurotische Eltern - neurotische Kinder?" Und ja, neurotische Eltern erzeugen neurotische Kinder. Vielleicht braucht Herr Ebner, klinischer Psychologe, ein paar Patienten oder warum sonst redet er uns krank - Eltern und Kinder? RESILIENZ, Herr Ebner, das Leben ist nunmal kein Wunschkonzert. Auch Krisen müssen ab und an bewältigt werden und Strategien zur Krisenbewältigung erlernt werden. Am traurigsten allerdings finde ich die ständigen Schuldzuweisungen - niemals vor der eigenen Tür kehren.

      Blickwinkel

      leniiii - mit Schuldzuweisungen bist du auch nicht gerade sparsam. Wenn neurotische Eltern neurotische Kinder "erzeugen", dann können wir uns wohl alle Mühe sparen. Das Programm ist vorgegeben! Nur bezweifle ich sehr, dass es in der Kinderererziehung ums "Erzeugen" geht. Da spielen so viele Faktoren mit und ich habe schon unzählige Male erlebt, dass Kinder aus sehr herausfordernden familiären Situationen ihren guten Weg (trotzdem) gemacht haben. Ihrer These nach müssten die alle im selben "Sumpf" gelandet sein wie ihre Eltern.

      Und da sind wir wohl an einem wesentlichen Punkt angekommen: Wo ist der Vertrauensvorschuss an unsere junge Generation, die es schaffen wird, Gegenwart und Zukunft gut zu gestalten? Ja, sie werden es anders machen als wir es getan haben, und ich will daran glauben, dass sie das Zeug dazu haben, es gut zu machen! Wir, Sie und ich sind schon in der zweiten Reihe und können´s nicht mehr wissen!

      leniiii

      @Blickwinkel: Folgende 2 Situationen: 1. Eingangsbereich eines Supermarktes - vor mir eine Mama mit ihrem etwa 8 - 9 jährigem Kind. Die Mama sucht die Maske in ihrer Handtasche mit den Worten "Jetzt müssen wir wieder diese blöde, blöde Maske aufsetzen". 2. Auch im Supermarkt - Mama mit 2 Kindern. Alle drei tragen Masken. Die Masken von Mama und den Kindern sind bunt bemalt - mit lächelnden Smileys.

      Was ich damit sagen will: Wir Erwachsenen sind es, die die Verantwortung dafür tragen, wie es unseren Kindern geht. Ich kann alles schlecht reden, dramatisieren, krank machen (neurotisch machen), oder ich kann Hoffnung, Zuversicht, Mut machen, kann alternative Programme entwickeln - weil vieles nicht möglich ist.

      Wir alle tragen ein gewisses Maß an Belastung mit uns herum, die Frage ist immer die Strategie der Bewältigung - nicht nur jetzt in Coronazeiten, sondern in vielen Lebenslagen. Krankreden hilft nicht, jammern hilft nicht, schreien und anklagen hilft nicht....

      PS: Schuldzuweisungen wollte ich nicht machen. Aber dass wir alle unsere Verantwortung haben, steht für mich außer Frage.

      smile

      ...vielleicht lachen die eigenen Kinder öfter, wenn auch der der Elternteil dies tut....😊

      unholdenbank

      Wenn man sieht, was Eltern alles in ihre Kinder hineinprojizieren und wie rund um ihre Kinder eine offenbar schlechte verständnislose Umwelt das verzweifelt herbeigesehnte Wohlbefinden des Nachwuchses torpediert, dann wird man nachdenklich. "Aufzucht" von Kindern bedeutet auch, diesen beizubringen, dass das Leben nicht nur Friede, Freude, Eierkuchen ist, sondern auch gewisse Härten beinhaltet. Das ist ein wertvolles, emotionelles Kapital, das man Kindern, neben aller Liebe, allen Verständnisses und neben allem "alles aus dem Weg räumen" mitgeben kann - und aber auch muss. Ich habe 3 Kinder "großgezogen" - und es war schöne, teils harte psychologische Arbeit. Dessen muss man sich aber vor deren Zeugung bewusst sein. Weiters habe ich 7 Enkel, wo ich einiges beobachten kann. Und mein Beruf - ja, Lehrer. Ich maße mir also schon ein wenig Erfahrung an ! Deshalb 👍👍👍👍 für @leniiii

Lipa

Geniale Überschrift! Bleibt auf das Einsehen der hierarchisch aufgestellten Verantwortlichen zu hoffen, auf dass das Pferd zu Kräften kommt und zu besseren Zeiten wieder Lust aufs Galoppieren zeigt.

smile

Wer sich in in Corona so frustig zeigt, war vermutlich auch schon vor Corona frustriert - das bei einem Traum Winter und fast täglich Sonnenschein. Vielleicht ein bisserl mehr "Freude am Kleinen" vorleben.......denn "Wie die Alten summen ....so zwitschern auch die Jungen.."

Moses

Sie sprechen uns allen - und ich meine damit Kinder, Eltern und LehrerInnen (!) - aus der Seele! Eine wirklich brillante Analyse - verpackt in einen Text voller Wortwitz, aber auch Tiefgründigkeit! Allein das Lesen Ihres Artikels ist Balsam auf unsere covidgeschundenen Seelen!

BettinaHuber

BEEINDRUCKEND - in jederlei Hinsicht lg

    Beatrix Herzog

    Finde ich auch! Danke für die offenen Gedanken und Zeilen!

Blickwinkel

Da ist in Worte gefasst, was mir schon so lange auf er Zunge, mehr noch am Herzen liegt. Danke für diesen treffenden Artikel! Er ist Motivation, wieder mehr auf das zu schauen, was mich und unsere Kinder lebendig sein lässt - trotz allem!

Chitina

Sie sprechen mir aus der Seele. Vielen Dank für die offenen Worte!

Sandra1983

Ich glaube sie sprechen sehr vielen mit diesen Worten aus der Seele. VIELEN DANK!!!!! Das LACHEN unserer Kinder darf nicht verloren gehn, es ist unbezahlbar.

PrinzessinL

Selten so einen guten "Aufsatz" gelesen. Wenn sie Schüler wären und ich Lehrerin, hätten Sie ein Sehr gut verdient.

Sie sprechen mir aus der Seele! Danke!