Innovation Award: PV-Höhen-Anlage am Zettersfeld

Matthias Steiner plant ein Sonnenkraftwerk als Beitrag zur Energieversorgung Osttirols.

Seit einigen Wochen laufen die Einreichungen für den Osttiroler „Innovation Award“ der Arbeitsgemeinschaft „Vordenken für Osttirol“. Wir stellen alle eingereichten Projekte vor.

Nahezu sein gesamtes Berufsleben lang in der Energiebranche tätig, beschäftigt sich der Osttiroler Matthias Steiner auch in seiner Freizeit mit den zukünftigen Herausforderungen einer nachhaltigen Energieversorgung. Mit seinem Projekt „Osttiroler Sonnenkraftwerk am Zettersfeld“ möchte er der Idee einer alternativen, nachhaltigen Form der Stromproduktion in Osttirol zum Durchbruch verhelfen.

Das Projekt sieht die Errichtung einer PV-Höhen-Anlage am Zettersfeld vor. Der Standort ist einer der lukrativsten in ganz Osttirol mit sehr hohem Solarpotenzial auf großer Fläche und geringen Naturgefahren sowie der Nähe zum Ballungsraum Lienzer Talboden. Eine PV-Anlage in alpiner Höhenlage hat durch intensive Sonneneinstrahlung, saubere Luft und niedrige Umgebungstemperaturen einen hohen Wirkungsgrad und daher einen um bis zu 40 Prozent höheren, zu erwartenden Energieertrag als vergleichbare Anlagen im Tal. Gleichzeitig verfügt das Zettersfeld als Skigebiet mit einer perfekt ausgebauten Strominfrastruktur für Lift- und Beschneiungsanlagen über beste Voraussetzungen.

Ein früher Einstieg in die großflächige Nutzung der Sonnenenergie in Osttirol stellt eine große Chance dar. Eine alpine PV-Anlage mit smarter Ausrichtung erhöht die Attraktivität des Standortes am Zettersfeld und unterstützt die nachhaltige und kostengünstige Stromversorgung der Bergbahnen bzw. des Lienzer Talbodens. Osttiroler Unternehmen sind eingeladen, innovative Lösungen zu kreieren und Erfahrungen zu sammeln. Das spezifische Know how in Kombination mit handwerklichem Geschick kann im Zuge des geplanten Ausbaus von PV-Anlagen in Österreich in den kommenden Jahren intensiv genutzt werden. Über ein mögliches Beteiligungsmodell wäre auch die Bevölkerung direkt an der Energiewende vor Ort und damit am wirtschaftlichen Erfolg des Projekts beteiligt.


Im Zuge des Innovation Award 2021 sucht die Arbeitsgemeinschaft „Vordenken für Osttirol“ nach konkreten Ideen und Projekten mit Chancen auf eine erfolgreiche Umsetzung und direkten Nutzen für Osttirol. Bis 16. April kann man Projekte einreichen. Aus den sozialen und wirtschaftlichen Projektideen, die die Region beleben sollen, werden von einer Fachjury drei Hauptpreise ausgewählt und prämiert. Dolomitenstadt.at stellt die Projekte in einer Mini-Serie vor, einfach hier klicken.

Informationen zum Ideenwettbewerb finden sich auch auf der Website von Osttirol Leben.

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15 Postings bisher
senf

https://www.tirolsolar.at/#13/46.8508/12.7644

oder stadt lienz https://www.tirolsolar.at/#16/46.8294/12.7690

gemeiner Waldkauz

Ich hoffe auf ein angemessenes und zeitgemässes Ergebnis. Alles ist auf Maximierung ausgerichtet! In Zeiten von Corona hoffe ich, dass ein soziales Projekt den ersten Platz macht.

Fernseh-Wastl

Wenn man die grüne Energiewende schaffen und die Ziele aus dem EAG erreichen will, benötigt es eher ein sowohl als auch als ein entweder oder. Ansonsten brauchen wir auch in Zukunft Atom- bzw. Kohlestrom... und das auch in Osttirol.

so ist es vielleicht

Grundsätzlich ist die Idee der Solarenergiegewinnung ja voll zu unterstützen! Aber ich wär auch dafür, dass dafür zuerst mal schon verbaute Flächen heran gezogen werden sollten! Alleine wenn man die Fläche des Liebherrwerkes (über 6 ha ungenutzt) und sämtl. Werkshallen in der Peggetz damit versehen würde, da brauchts kein Zettersfeld mehr. Vielleicht sollte die Landespolitik mal mit den Firmeninhabern darüber einen runden Tisch einberufen, würde mich interessieren, ob sie ihre Flächen (vlt. gegen Miete) dafür zur Verfügung stellen würden! Nicht immer die Natur zerstören, sondern versuchen, den urbanen Raum dafür zu verwenden, wär auch mein Appell zu diesem Thema!!!

    wolf_c

    das mit der -SONNENSTADT LIENZ- scheint ein mißverständnis zu sein

tauernwind

Mich würde mal eine Studie interessieren wie es mit großen Windrädern im Hochalpinen Gelände aussehen würde.

7,5MW haben die stärksten Modelle die in Österreich eingesetzt werden, daß entspricht einer PV Fläche von 40 ha bzw. 40.000m2 (ich hoffe ich habe mich nicht verrechnet). Natürlich ist das nur eine Milchmädchenrechnung wenn man die Laborwerte 1:1 gegenüberstellt. Deshalb wäre eine Untersuchung interessant wie der Jahresschnitt der beiden Varianten aussehen würde.

Natürlich müssten es nicht so Megatürme sein, aber ich denke es gibt den einen oder anderen interessanten Standort wo man Modelle mit 2-4 MW aufstellen könnte.

    steuerzahler

    Das würde ziemlich gräßlich aussehen. Außerdem, die Errichtung eines großen Windrades erfordert ziemlich große Kräne. Die müßte man erst mal dorthin bringen. Ich denke, das ist technisch theoretisch möglich, aber die dafür benötigten Straßen gibt es noch nicht und die will auch keiner haben. Und die Stromleitungen erst recht nicht.

    Warum fördert man nicht die PV-Anlagen mit dem Geld das man in Atomkraftwerke stopft oder zur Euratom überweist? Warum gibt es noch immer keine Kostenwahrheit beim Atomstrom?

      tauernwind

      Bitte bedenkt bei PV aber auch die Leistungsschwankungen die bei Wolken binnen Sekunden auftreten. So lange es keine geeignete Energiespeicher dafür gibt sehe ich ein Übermaß an PV kritisch. Gräßlich aussehen ist relativ, Hektarweise PV am Berg fällt bedeutend mehr auf.

pierina

ja Herr Steiner, des könnten sie so machen, aber daß da oben viel Sonne scheint und für Photovoltaik super geeignet ist, des wissen wir eh schon lange und erscheint mir als "Innovation Award" nicht gerade berauschend. Befassen sie sich lieber damit, wie sie die Sonnenerträge auf bereits bebauten Flächen steigern/ausbauen und was viel wichtiger ist auch speichern können. In der Speichertechnik können sie sich einen "Innovation Award" verdienen, nicht mit dem zusätzlichen verschandeln unserer Natur.

hallo

eine super Idee, die unbedint unterstützt werden muss. Jeder, der mault, dass auf anderen Dächern eine PV installiert werden muss, soll sich auf seinem eingenen Haus eine Anlage montieren. Und wenn die keine Häuser haben, dann halt am eingen Balkon.... oder ruhig sein. Perfekt nachgedacht. Eine große Fläche kann effizient gewartet werden und die Höhe ermöglicht eine bessere Ausnutzung der Sonnenenergie. Würde mich beteiligen!

    rauher Wind

    Das muss dann ja super ausschauen, wenn man von der Hochsteinhütte rüber schaut. Bravo

steuerzahler

Klingt ja recht schön, aber hier werden wieder einmal neue Flächen verbaut, bevor das vorhandene Potential der Dächer genutzt wird. Ich würde freie Flächen erst freigeben, wenn alle Dächer solar gedeckt sind. Und nur so nebenbei, die perfekte Strominfrastruktur gibt es in jedem Haushalt, äußerst nahe an den Verbrauchern.

Wozu also Landschaften verschandeln, wenn die ohnehin vorhandenen Dachflächen brachliegen?

    unholdenbank

    Genau!!! So lange die HAK, das GYM, die Nordschule, die Pfarrkirche, die Dächer der Raiffeisengenossen, das BBA, der Bahnhof und andere Dachflächen nicht für PV genutzt werden ist die Zupflasterung von Grünflächen ein weiteres Verbrechen an der Natur. Lediglich zum höheren Gewinn! Jetzt auf einmal ist genug Netzkapazität vorhanden, um den Strom vom Zettersfeld ins Tal zu bringen. Wie lange lassen wir uns noch verarschen?

    PdL

    Gehe mit Ihnen völlig d'accord.

    Insbesondere bei Firmen sehe ich großes Potential, deren am Tag erzeugte Strom unmittelbar auch am Tag verbraucht wird, somit auch keine Akkus als Zwischenspeicher benötigt werden.

    Auch mit dem Hintergedanken, dass bei einem Blackout gewisse Infrastrukturen erhalten bleiben.

    tauernwind

    Sehe ich auch so, davon abgesehen sind die Preise der Photovoltaikmodule derart gesunken das die +40% Leistung gar nicht mehr so eine große Rolle spielen.