Schwierige Heli-Bergung am Großglockner

Starker Wind behinderte die Rettung eines verletzten Alpinisten am Nordwestgrat.

Drei steirische Alpinisten (58, 40, 54) unternahmen am 3. April gegen 8:00 Uhr von der Stüdlhütte aus, eine hochalpine Tour im Glocknergebiet. Die drei erfahrenen Bergsteiger stiegen über die Grögerrinne zum Nordwestgrad des Großglockners auf, um sich von dort aus über die Facilides Rinne in Richtung Glocknerbiwak abzuseilen. Sie wollten die Nacht im Glocknerbiwak verbringen und am nächsten Tag über die Berglerrinne den Glockner erreichen.

Auf einer Seehöhe von ca. 3500 Metern, nachdem sich die Bergsteiger bereits drei Seillängen abgeseilt hatten, löste sich beim Abziehen des Seiles ein Felsbrocken direkt über den Alpinisten. Der 54-Jährige wurde von diesem Stein am linken Fuß getroffen und verletzt. Da er sein Bein nicht mehr belasten konnte, wurde der Notruf abgesetzt.

Aufgrund starken Windes schien eine Rettung durch einen Hubschrauber zunächst unmöglich. Deshalb wurde durch die Bergrettung Heiligenblut eine terrestrische Bergung vorbereitet. Dazu wurden Bergretter mit dem Polizeihubschrauber Libelle Kärnten und dem Notarzthubschrauber Martin 4 in die Nähe des Unfallortes geflogen.

Nachdem der Wind leicht nachgelassen hatte, führte die Crew des Polizeihubschraubers dann doch eine Seilbergung mit einem variablen Tau durch und barg den Verletzten unter sehr schwierigen Bedingungen. Der Bergsteiger wurde an die Besatzung des NAH Martin 4 in Heiligenblut übergeben und in das BKH Lienz geflogen. Anschließend wurden noch die Bergretter und die zwei unverletzten Alpinisten von der Libelle ins Tal geflogen.

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