Quartett bringt „Spontantests“ nach Nußdorf-Debant

Testangebot startet zu den Randzeiten und soll später bei Events und Firmen eingesetzt werden.

Testen und impfen – die Marschroute im Kampf gegen das Virus ist klar. In Nußdorf-Debant will ein kleines Team nun seinen Teil dazu beitragen und weitet das Testangebot in der Marktgemeinde aus. Die diplomierten Krankenpfleger Andreas Bergmann, Rene Lanner, Claudia Schneider und Carmen Brunner haben es auf die Randzeiten abgesehen und bieten im Kultursaal Tests in den Abendstunden an – vorerst jeden Montag, Mittwoch und Freitag zwischen 17.00 und 19.00 Uhr.

V.l.: Rene Lanner, Claudia Schneider, Bgm. Andreas Pfurner und Andreas Bergmann. Foto: Dolomitenstadt/Wagner

Testen lassen kann sich jeder. Einen Termin braucht man nicht und die Geldbörse kann zuhause bleiben. „Die Tests sind kostenlos und werden über unsere Partnerärztin, Dr. Daniela Zojer, bezogen. Weil man sich nach der einmaligen Registrierung nicht mehr ankündigen muss, sind es quasi Spontantests“, sagt Andreas Bergmann. Der Krankenpfleger erklärt den Ablauf:

Das Angebot sei mit dem zuständigen Landesrat Bernhard Tilg abgesprochen. Das Datenmanagement übernimmt die Nordtiroler Firma „ctest“. Jeden Donnerstag wandern die Zahlen aus der Teststation an das Land. „Wir starten mit einem Team von vier Personen, die hier freiberuflich tätig sind. Wir sehen uns nicht als Konkurrenz für die bestehende Infrastruktur, sondern vielmehr als Erweiterung. Für unser Team wird sich aber eine kleine Aufwandsentschädigung ausgehen“, sagt Bergmann.

Das Quartett will in naher Zukunft auch Veranstalter und Unternehmen von seinem Angebot überzeugen: „Wir sind flexibel, weshalb Eintrittstests bei Events vor Ort oder Tests in Firmen möglich wären. Wir könnten auch die Zahl der Testtage in Nußdorf-Debant bei entsprechendem Bedarf problemlos aufstocken.“ Bürgermeister Andreas Pfurner begrüßt das Engagement: „Auch die Randzeiten sind wichtig und nun gut abgedeckt.“

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10 Postings bisher
sumsi

Seit Monaten hört und liest man in den Medien von überlasteten Krankenhäusern, speziell auf Intensivstationen und von Pflegepersonal das aufgrund der Coronapandemie an seine körperlichen und geistigen Grenzen stößt. Aber in Lienz scheint das anders zu sein. Da finden sich Krankenpfleger die sich aus wahrscheinlich reiner nächstenliebe (eine kleine Aufwandsentschädigung darf erlaubt sein) neben dem stressigen Krankenhausbetrieb dem Kampf gegen Corona verschrieben haben. Ein Dankeschön gilt auch der Krankenhausführung, die eine Tätigkeit neben dem "volltime Job" im Krankenhaus möglich macht. In anderen Häusern wäre das wahrscheinlich nicht möglich. Ich wünsche allen Beteiligten noch genügend Freizeit zur Erholung.

senf

seit monaten lesen ich/wir, dass "pflegepersonal längst an seine grenzen stößt, es geht nicht mehr, wir sind nahe am kollaps ..." und siehe da, plötzlich hat pflegepersonal ausserhalb des üblichen dienstes zeit und lust für ein erweitertes testangebot an der gemeinschaft.

sollte freizeit nicht der erholung dienen, um dann zu dienstbeginn für die 40 wochenstunden im sozialen bereich wieder fit zu sein und warum schult man nicht coronabedingte arbeitslose leute aus der dienstleistungsbranche (tourismus, gastgewerbe ...) für diese aufgabe, um ihnen perspektive zu geben, wenn man schon so einen großen testbedarf hat? derzeit haben wir ja 450.000 beschäftigungslose und das wird sich auch nicht so schnell ändern.

naja, und was ist denn mit einer "kleinen aufwandentschädigung" gemeint? benzingeld oder briefmarkenersatz?

sollten bürgermeister da nicht etwas gründlicher und gemeinschaftlicher denken.

Instinktivist

Diese "kostenlosen" Tests sind schon so eine widersprüchliche Sache. Plötzlich kann man sich bei den Hausärzten und Apotheken kostenlos testen lassen. Kostenlos für wen? Die Ärzte verdienen da wirklich gut daran und da wundert es mich schon, wenn für die drei Herrschaften in ND nur ein Taschengeld herausschaut. Das Problem bei diesem ganzen Covid19 Thema ist, dass einfach niemand wirklich ehrlich ist. Ich bin keinem Arzt dankbar, wenn er testet oder impft, denn das ist im Grunde sein Job. Er ist kein Samariter wenn er es tut und kein Pharisäer, wenn er es nicht tut. Wenn wir auf alle sinnlosen Tests verzichten würden, dann bräuchte es dieses Angebot hier gar nicht. Es glauben ja manche Menschen wirklich, dass sie mit einem negativen Test für 48 Stunden "feierbefähigt" sind.

ErsteHilfe

Die Geschädigten in Kultur, Gastronomie, Tourismus, Handel usw. könnten auch auf das neue Test-Geschäftsmodell umschwenken. Da gibt's offensichtlich noch viele Marktnischen.

Was bei diesen "tollen" Angeboten vergessen wird, ist, dass sehr viele Menschen in Österreich es schön langsam ziemlich satt haben, ständig beweisen zu müssen, dass sie gesund sind.

Post_ler

Die Zahl der positiv Getesteten immer schön hoch halten! Gesund ist das neue Krank.

arth

Kann man endlich mal diese Floskel "kostenlos" weglassen. Warum nicht einfach mal : "Ihre Tests werden vom Steuerzahler bezahlt"

bergfex

.........Das Datenmanagement übernimmt die Nordtiroler Firma „ctest“. ........ Jeden Donnerstag wandern die Zahlen aus der Teststation an das Land.....

Warum nicht nach Villgraten ????

    Anthony Soprano

    Was würde man denn mit den Zahlen in Villgraten machen?

      senf

      "Außervillgraten" mit dem Labor 😷 war da wohl gemeint

      Das andere wäre Innervillgraten, Villgratental, Villgrater (Berge).

      Villgraten gibt es nicht, lieber Bergfex und das andere wäre Innervillgraten, Villgratental, Villgrater (Berge). 🤒