Kärntner Kulturstiftung fördert 4 Projekte mit 200.000 Euro

Darunter „Flussaufwärts“, ein überregionales, mehrsprachiges Literaturprojekt.

Die Kärntner Kulturstiftung hat am Donnerstag die vier Siegerprojekte ihres ersten Fördercalls, der den Titel „Umbrüche“ trägt, präsentiert. Mit insgesamt 200.000 Euro unterstützt werden die Projekte „Flussaufwärts“ des Kärntner SchriftstellerInnen Verbands, eine „Ingeborg-Bachmann-Kuppel“, „Slow Light – Seeking Darkness“ vom Klanghaus Untergreith sowie ein Projekt des Klagenfurter Ensembles unter dem Titel „Wir kamen und sie brauchten uns“.

159 Einreichungen aus ganz Österreich hatten sich um eine Förderung beworben. Die vier Projekte, die nun Finanzierungen in Höhe von 30.000 bis 70.000 Euro erhalten, punkteten unter anderem durch künstlerische Qualität, Nachhaltigkeit, Interdisziplinarität und Realisierbarkeit, sagte Kuratoriumsvorsitzender Martin Traxl, der die Projekte auch kurz vorstellte. Voraussetzung für eine Förderung war ein inhaltlicher Kärntenbezug und ein Fokus bei der Umsetzung auf dem Bundesland.

„Flussaufwärts“ wird als „überregionales, mehrsprachiges Literaturprojekt“ Veranstaltungen entlang von Flüssen in Kärnten und den angrenzenden Regionen organisieren, ein Buch zur Dokumentation soll dabei entstehen. Die Ingeborg-Bachmann-Kuppel, eine Art Pavillon aus Glas bzw. Spiegeln, wird als „Intervention im öffentlichen Raum“ in Klagenfurt starten, dann auf Wanderschaft gehen und jeweils Schauplatz von Veranstaltungen werden.

Die 2019 gegründete Kärntner Kulturstiftung ist eine private, unabhängige Stiftung. Stiftungsvorständin ist Monika Kircher. Foto: APA

„Slow Light – Seeking Darkness“, ein Projekt zum Thema Lichtverschmutzung, will Medien wie Internet und Radio nutzen, aber auch bei Festivals auftreten. Und das Klagenfurter Ensemble wird bei seinem Theaterprojekt mit riesenhaften Marionetten durch die Lande ziehen und Texte von namhaften Autoren an Orte bringen, mit denen diese persönlich verbunden sind.

Die verschiedenen Veranstaltungen, welche durch die Siegerprojekte umgesetzt werden, sollen im April oder Mai starten und bis ins Frühjahr 2022 reichen, sagte Stiftungsvorständin Monika Kircher. Das Programm werde auf der Homepage der Stiftung veröffentlicht und auch über Medien kommuniziert.

Die 2019 gegründete Kärntner Kulturstiftung ist eine private, unabhängige Stiftung, deren Ziel neben der unmittelbaren Förderung von Kulturprojekten auch die Etablierung des in Österreich „unterentwickelten“ Mäzenatentums ist, wie Kircher sagte. Die Kärntner Landesregierung hat 50.000 Euro als einer der Gründungsstifter beigesteuert, der Großteil der Gelder stammt von Unternehmen, anderen Stiftungen, privaten Förderern und Sponsoren. Kärntens Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ) nannte die Stiftung bei der Präsentation eine „wichtige Erweiterung der Kulturbudgets in monetärer und inhaltlicher Form“. Stiftungsvorständin Kircher kündigte weitere Calls an.

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