Beate Palfrader signalisiert Lust auf Politik nach 2023

Die ÖVP-Landesrätin will weitermachen und bleibt bei ihrer Haltung zu FPÖ und Migration.

Tirols ÖVP-Landesrätin Beate Palfrader hat auch nach 13 Jahren in der Landesregierung von der Politik offenbar noch nicht genug. Sie will auch nach der Landtagswahl 2023 im Amt bleiben, bekundete sie im APA-Interview: „Wenn ein 78-Jähriger Präsident der USA werden kann, kann eine dann 65-Jährige auch in einer Landesregierung weiterarbeiten“.

Am Politik-Machen sei ihr nach wie vor die Lust nicht vergangen, sagte Palfrader, die seit Beginn der Landeshauptmann-Ära von Günther Platter im Jahr 2008 dessen Regierungsteam angehört und derzeit unter anderem für Bildung, Kultur sowie Arbeitsagenden zuständig ist. Obwohl das vergangene Jahr – wie für die gesamte Gesellschaft – auch für sie sehr anstrengend gewesen sei. Trotzdem habe sie „sehr viel erledigen und helfen können“. „Aber Coronamüdigkeit heißt ja nicht Politikmüdigkeit“, hielt die 62-jährige Politikerin fest.

„Man weiß aber, mit wem ich nicht koalieren möchte,“ sagt Beate Palfrader und blickt in Richtung 2023. Foto: APA/Expa/Gruber

Grundsätzlich hielt sie es aber zwei Jahre vor der Landtagswahl noch zu früh, um über eine Mitgliedschaft in einer Regierung und mögliche Regierungskonstellationen – derzeit regiert in Tirol Schwarz-Grün – zu sprechen. „Man weiß aber, mit wem ich nicht koalieren möchte. Das ist hinlänglich bekannt und immer meine Position gewesen“, spielte Palfrader auf ihre Haltung gegenüber der FPÖ an. Palfrader gilt nicht gerade als Freundin freiheitlicher Politik. Zuletzt machte Palfrader auf sich aufmerksam, als sie sich entgegen der ÖVP-Linie für eine Aufnahme von Flüchtlingen aus Lagern in Griechenland ausgesprochen hatte.

Hinsichtlich der Vorgänge rund um die ÖBAG-Chatprotokolle zwischen ÖBAG-Chef Thomas Schmid und hochrangigen Vertretern der ÖVP meint Palfrader, dass nicht „alle Vorgangsweisen nachvollziehbar“ seien. Sie selbst habe stets versucht, „transparent und offen“ zu arbeiten. „Ich habe auch – gerade bei Postenbesetzungen – nicht auf die politische Farbe, sondern immer auf die Qualifikation geschaut“, betonte Palfrader. Immerhin habe sie ja einen Eid auf die Gesetze geleistet: „Es ist für mich wichtig, dass ich meine Art der Politik mit meinem Gewissen vereinbaren kann“.

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